Veranstaltungsarchiv

Schulhistorische Sammlung, Foto: Hannes Grobe (CC)

03.12.2009 - Dresden

„Silizium, Wismut, Elbetod - Umweltbewegung als Teil der DDR-Opposition“

Ort: Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Straße 2

Unsere Gäste:
Michael Beleites
, war Mitbegründer und prominenter Akteur der Umweltbewegung in der DDR. Besonders engagierte er sich gegen den Uranbergbau. Seit 2000 ist er der Sächsische Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen.
Jörg Naumann, war Umweltaktivist in der DDR und Gründer von GREENPEACE DDR e.V.. Heute ist er Abteilungsleiter am Deutschen Hygiene-Museum in Dresden.

Moderatorin: Claudia Hempel, Journalistin und Autorin

Diese Veranstaltung findet im Begleitprogramm zur Ausstellung im Stadtmuseum „Keine Gewalt!“ statt.

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19.11.2009 - Dresden:

Ohne Frauen ist kein Staat zu machen - die Wende und die Frauen
In den 1980er Jahren bildeten sich in der DDR viele autonome Frauengruppen, die sich jenseits der staatlichen Interessenvertretung mit Geschlechterfragen beschäftigten.

Mit:
Dr. Anne-Katrin Olbrich
, Diplomkulturwissenschaftlerin, arbeitet heute als Ehe-, Familien und Lebensberaterin, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberaterin
Andrea Spee-Keller, Diplom-Sozialpädagogin, seit 1990 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Bautzen

Moderation: Claudia Hempel, Journalistin und Autorin
 
Diese Veranstaltung findet im Begleitprogramm zur Ausstellung im Stadtmuseum „Keine Gewalt!“ statt.

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19.11.2009 - Hamburg:

Einwanderungsland DDR? Die Veranstaltung informiert über Anwerbung und Lebensverhältnisse von ArbeitsmigrantInnen in der DDR. Auch bis heute sichtbare Spuren der Vertragsarbeit in Deutschland werden thematisiert. Darüber hinaus wird die Bedeutung des Mauerfalls für MigrantInnen in Ost und West diskutiert.

Mit:
Anne Koch, Politikwissenschaftlerin, Migrationsforscherin
Vlademiro Pascoal, ehemaliger Vertragsarbeiter

Moderation:
Friederike Wirtz, umdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.

Eintritt: 2 €
Veranstalter Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg
Veranstaltungsort: Werkstatt 3, 22765 Hamburg, Nernstweg 32-34 

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13. November 2009 bis Januar 2010 - Greifswald

"Eingebrannte Bilder"
Ausstellungsprojekt

Die Ausstellung "Eingebrannte Bilder" von Ernst Volland nimmt Bezug auf die Jahre 1949/1989/2009 aber auch auf die Bundesrepublik Deutschland und die DDR, die beide im Jahr 1949 gegründet wurden.
Volland reflektiert in seinen großformatigen Arbeiten die Ikonen der Bilder, die in den Medien immer wieder publiziert wurden und somit Eingang gefunden haben in das  öffentliche Bewusstsein der Menschen. Die zu Ikonen gewordenen Bildmotive entstammen vornehmlich der deutschen Nachkriegsgeschichte, sind aber auch multinational.
Mittels gezielt eingesetzter Unschärfe erweitert Ernst Volland die Bildinhalte um eine neue Bedeutungsebene, die auf andauernde Aktualität hinweist. Durch den künstlerischen Eingriff der changierenden Bildschärfen wird eine poetisch radikale Ästhetik erzielt, die den emblematischen Charakter der Fotografien zusätzlich verstärkt. 

Veranstaltungsort: Literaturzentrum im Koeppenhaus, Bahnhofstr. 4, Greifswald

VeranstalterIn: Bildungswerk Mecklenburg-Vorpommern der Heinrich-Böll-Stiftung

09.11.2009 - Hamburg:

Heimatkunde - Eine Reise durch die Zone – Film und Diskussion zum 20sten Jahrestag des Mauerfalls

Nach achtzehn Jahren Wiedervereinigung hat der Satiriker Martin Sonneborn zu Fuß auf einer Strecke von 250 km in vier Wochen Berlin umwandert und dabei mit dem Dokumentarfilm „Heimatkunde“, der 2008 in die Kinos kam, Feldforschung im Berliner Grenzland betrieben. Martin Sonneborn, ehemals Chefredakteur des Satire-Magazins Titanic und Vorsitzender der Partei „Die Partei“ sucht dabei Antworten auf die Fragen, wie die Menschen im ehemaligen Grenzland heute leben und was sie von den Veränderungen der letzten Jahre halten. Wo er beteiligt sei, könne kein ernsthafter Film entstehen, sagte Martin Sonnborn einmal gegenüber der Presse, der als freischaffender Satiriker mit den verschiedenen Formen von Unernst experimentiert. Der Film hat daher auch eher skurrile Züge – trotz aller Nähe zur Realität. Im Anschluss an den Film wollen wir mit Martin Sonneborn und einem Überraschungsgast Bilanz ziehen der letzten 20 Jahre – persönliche, ernstgemeinte und satirische.

Mit:
Martin Sonneborn, Vorsitzender DIE PARTEI
und einem Überraschungsgast

In Kooperation mit dem Kino Metropolis.

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8. August - 31. Oktober 2009 Biosphärenreservat Schaalsee/ Meckenburg-Vorpommern

Kunstausstellung „Grenzraum09“

Zwanzig Jahre Grenzöffnung und Mauerfall werden im heutigen Landkreis Nordwestmecklenburg durch die Kunstaktion „Grenzraum 09“ gewürdigt. Im Sommer und Herbst 2009 werden KünstlerInnen, ihre im Herbst 2008 entwickelten Konzepte für eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Grenze im heutigen Biosphärenreservat Schaalsee umsetzen. Dabei kann so viel verraten werden, dass die KünstlerInnen mehr als das ehemalige Sperr- und Grenzgebiet in den Fokus genommen haben. Während des Schönberger Musiksommers soll ein Rundgang eingeweiht werden, der es den Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, den Grenzraum über Kunst im öffentlichen Raum zu erfahren. Hier gibt es Informationen zur Ausstellung als pdf-Datei (3,5 MB).

VeranstalterIn:  Bildungswerk Mecklenburg-Vorpommern der Heinrich-Böll-Stiftung, Bildungswerk "anderes lernen" Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein

Kooperation: Künstlerhaus Schloss Plüschow und Kunstschule Rostock

3. 11. 2009 Hannover

Europa unlimited?
Mauern in und um Europa 20 Jahre nach dem Fall
Vortrag & Diskussion
 
Beschreibung Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 symbolisiert das Ende der Teilung Europas, einen Sieg der Freiheit. In den 20 Jahren seither sind aber rund um das im Vertrag von Schengen definierte Europa neue Mauern gebaut worden, als geografische Grenzbefestigungen nach außen und als unsichtbare Grenzen im Innern. Bürgerinnen und Bürger der EU genießen ihre Reisefreiheit – Hunderte von Flüchtlingen sterben jedes Jahr an den Außengrenzen der EU.

Lassen sich diese unterschiedlichen Mauern überhaupt vergleichen? Hängt der Bau der einen Mauer mit dem Fall der anderen zusammen? Welche Bilder machen wir uns von diesen Mauern bzw. mit welchen Bildern versorgen uns die Medien?

Darüber wollen wir diskutieren mit unserem Gast Cord Pagenstecher, Historiker und Mitarbeiter bei der Berliner Geschichtswerkstatt. Er war Mitinitiator des Projektes Mauern. Berlin – Schengen 1989-2004. 

Ein Projekt der BI Raschplatz e.V./ Kulturzentrum Pavillon

Projektleitung:
Melanie Micudaj und Susanne Müller-Jantsch Lister Meile 4, 30161 Hannover,
Tel: 0511 235555-0
Fax: 0511 235555-55,
info@pavillon-hannover.de
http://www.pavillon-hannover.de/

Gefördert durch:
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Aktion Mensch, üstra , Jugend in Aktion, Stadt Hannover, Kulturbüro (Institutionelle Förderung BI Raschplatz e.V.)

Kooperation:
Stiftung Leben & Umwelt, Heinrich Böll Stiftung NIedersachsen; Europäisches Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen, Stadt Hannover, Fachbereich Bildung und Qualifizierung, workshop hannover e.V., Oststadtbibliothek im Pavillon, Theaterwerkstatt Hannover, DGB Region Niedersachsen Mitte, Radiopodcast Polenflug, Flüchtlingsrat Niedersachsen, media 21, Forschungsinstitut für Philosophie, Zentrale Einrichtung für Wissenschaftstheorie, Loccumer Initiative kritischer WissenschafterInnen, Romane Aglonipe – Roma in Niedersachsen e.V. 

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30./ 31. Oktober - Plüschow

„Man kann ja nicht alles auf einmal vergessen!“
Kunstausstellung Grenzraum 09/10

Vorgestellt werden raumgreifende Kunstvorhaben, die im Rahmen des Projektes „Grenzraum 09/10“ entstanden sind bzw. noch entstehen. Neben persönlichen Erlebnissen rund um den Grenzraum und die deutsche Teilung werden außerdem auch wissenschaftliche Erkenntnisse über da Vergessen im Mittelpunkt der diesjährigen plüschow-lounge stehen.

Veranstalter: Bildungswerk Mecklenburg-Vorpommern der Heinrich-Böll-Stiftung

Mit: 
Dietrich Voß, Pastor a.D.;
Jörn Mothes;
Marita Pagels-Heineking, LStU M-V;
Dr. Mathias Schröter, Psychiater;
Hans Berckemeyer, Landwirt, Zeitzeuge;
Dr. Peter Funken, Kiel

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30. Oktober - Düsseldorf

Von der Solidarnosc in Gdansk zum Mauerfall in Berlin
Podiumsgespräch und Konzert zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer

Podiumsgespräch mit:

Wolfgang Templin war Mitbegründer der Oppositions-Gruppe „Initiative Frieden und Menschenrechte“, saß nach der Wende mit am „Runden Tisch“ der früheren DDR und gründete Bündnis 90 mit. Heute arbeitet er als freier Autor.

Adam Krzeminski ist Publizist, Redakteur des polnischen Wochenmagazins „Polityka”, Mitbegründer und ehem. langjähriger Chefredakteur des deutsch-polnischen Magazins „Dialog“, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Warschau, herausragender Kenner der deutsch-polnischen Beziehungen.

Piotr Buras ist Politologe, Publizist der polnischen Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“.

Leszek Wójtowicz, Musiker, Komponist, Dichter, Sänger und Solidarnosc-Barde aus Krakau. Homepage: http://www.wojtowicz.net.pl/

Stephan Krawczyk, Dichter und Schriftsteller, Liedermacher, und Komponist; geboren in Thüringen; 1988 in den Westen abgeschoben. Homepage: http://www.stephan-krawczyk.de/

Schirmherrschaften:
Regina van Dinther, Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen
S.E. Dr. Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Deutschland

VeranstalterInnen: Eine Festveranstaltung des Landtags Nordrhein-Westfalen, des Polnischen Instituts Düsseldorf und der Heinrich Böll Stiftung NRW.

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28. Oktober - Potsdam

20 Jahre 1989 - ein Rückblick
Mittwochsgesellschaft mit Milan Horácek

Milan Horácek, gebürtiger Tscheche, ist Gründungsmitglied der Partei Die Grünen und war von 2004 bis 2009 Europaabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen. Wie kein anderer konnte er die Entwicklung in Mittel- und Osteuropa begleiten. Kurz vor dem 20. Jahrestag der samtenen Revolution wollen wir gemeinsam mit ihm auf die Ereignisse in der damaligen Tschechoslowakei zurückblicken.

1946 in der Tschechoslowakei geboren und dort bereits im zarten Alter von 18 Jahren als „politisch unzuverlässig“ eingestuft, emigrierte Horácek nach den Ereignissen des Prager Frühlings 1968 in die Bundesrepublik Deutschland. Hier arbeitete er u.a. mit Rudi Dutschke, Heinrich Böll, Petra Kelly und Joschka Fischer zusammen. 1983 zog er als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag ein. Nach seiner durch den Präsidenten Václav Havel 1990 widerrufenen Ausbürgerung wurde er in dessen Beraterkreis aufgenommen und beauftragt, das erste Auslandsbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Prag zu gründen.

Mit ihm wollen wir auf „20 Jahre 1989“ zurückblicken, die Entwicklungen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs in Mittel- und Osteuropa anschauen. Welche einschneidenden Ereignisse haben das Demokratieverständnis in der Region geprägt? Wie hat sich das politische Panorama seitdem verändert? Welche Bedeutung hat Europa heute für die jungen Demokratien?

Veranstalterin: Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

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26.10.2009 Hamburg

Ladies Lunch: Frauen in der DDR
Gleichberechtigt und vollbeschäftigt - Mythos oder Wirklichkeit?

Frauen in der DDR ging es gut: Alle waren berufstätig, die Kinder waren versorgt und am 8. März, dem internationalen Frauentag, wurde gefeiert. So heil und so schlicht wird die Lebenswelt von Frauen in der DDR bisweilen dargestellt.
Wir wollen diskutieren, welche unterschiedlichen Lebenswelten von Frauen es in der DDR gab, welche Lebensentwürfe möglich waren. Haben Frauen in der DDR ein grundsätzlich anderes Selbstverständnis entwickelt als Frauen in der alten Bundesrepublik? Und nicht zuletzt geht es darum, wie sich die Situation für Frauen in den letzten 20 Jahren verändert hat, speziell in den neuen Bundesländern, aber auch in den alten.

Mit:
Antje Hermenau, Bündnis90/Die Grünen, Fraktionsvorsitzende in Sachsen
Ines Geipel, Schriftstellerin, Berlin
Tatjana Böhm, Mitbegründerin des Unabhängigen Frauenverbandes in der DDR, Gleichstellungsbeauftragte im brandenburgischen Sozialministerium

Moderation: Dr. Alexandra Lübcke, Kulturwissenschaftlerin

VeranstalterIn: Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg

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23.10.2009 Schwerin

„... aber wir hatten einen Traum. Der Weg des Neuen Forums Schwerin von 1989 bis 1994“
im Rahmen der Veranstaltung zur Erinnerung an die erste Montagsdemo in Schwerin Laudatio: Joachim Gauck, Pastor und ehemaliger Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Anlässlich der fundamentalen Umwälzungen vor nunmehr zwei Jahrzehnten, die zur deutschen Einheit und zur Einigung Europas beitrugen, bietet das Jahr 2009 eine passende Gelegenheit, sich in der historischen Rückschau mit dem Verlauf und den Ergebnissen der friedlichen Revolution in der DDR zu befassen.
Im Interesse der wissenschaftlichen Erforschung und gesellschaftlichen Aufarbeitung dieses Transformationsprozesses gibt es nun eine Publikation, die am Beispiel des Neuen Forums Schwerins die Ereignisse vor allem auf lokaler, darüber hinaus aber auch auf regionaler und überregionaler Ebene nachzeichnet. Im Mittelpunkt steht die Entstehung und Entwicklung, aber auch die Marginalisierung der Bürgerbewegung Neues Forum, die einerseits als entscheidender Katalysator der „Wende“ im DDR-Maßstab fungierte, zugleich aber auch auf kommunaler Ebene die Demokratisierung entscheidend vorantrieb.

VeranstalterIn: Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg Vorpommern in Kooperation mit der St. Pauls Kirchgemeinde Schwerin und dem Neuen Forum Schwerin

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22.10., Villingen, 25.11. Aalen und 26.11. Langenau

Zwischen allen Stühlen
Das Jahr 1949 im Spiegel der Tagebücher Victor Klemperers
2009 wird der 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik begangen. Aber auch die DDR wäre im Oktober 60 Jahre alt geworden. In einer durch Filmausschnitte und Bilder bereicherten Lesung spürt der Theaterwissenschaftler Olaf Jelinski der Atmosphäre des Jahres 1949 nach. Passagen aus den Tagebüchern Victor Klemperers werden von korrespondierenden Wochenschauen aus Ost und West begleitet. Die mediale Reflexion von zentralen Ereignissen aus Politik, Kultur und Alltagsleben kombiniert mit Gedanken und Gefühlen Victor Klemperers zeichnen ein außergewöhnliches Stimmungs- und Lagebild aus der Frühphase des geteilten Deutschlands.
Mit: Olaf Jelinski, Theaterwissenschaftler

VeranstalterIn: Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg

Die Veranstaltungen finden jeweils in Kooperation mit den örtlichen Trägern statt:
Theater am Turm
Kino am Kocher, Schleifbrückenstraße
Pfleghofsaal, in Zusammenarbeit mit dem Initiativkreis 8. Mai

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22.10.2009 Marburg

"Jugend voran! - DDR-Jugendliche zwischen Anpassung und Konflikt" 
Vortrag und Diskussion
 
In der schönen Bilderwelt der SED-Propaganda war die Jugend stets präsent. Von allen Plakatwänden lachten fröhliche Jugendliche herab. Sie waren adrett gekleidet, wohlfrisiert, sauber, sportlich und optimistisch. Ihnen gehörte die „Welt von Morgen“. Doch ihr Heute war streng reglementiert. Von der Kinderkrippe bis zur Universität herrschten Disziplin, Anpassung, und Leistungszwang. Widerspruch wurde streng bestraft – in leichteren Fällen mit massiver Beschränkung der Bildungs- und Berufschancen, im schlimmeren Fall mit Polizeimaßnahmen, Jugendwerkhof und Knast. Trotzdem gab es immer wieder Jugendbewegungen, die den Protest artikulierten – sehr häufig durch ein demonstratives Anderssein im äußeren Erscheinungsbild., oft aber auch durch politischen Widerspruch. Mit den Rockern, Gammlern, Beat-Fans und Punks wurde die SED niemals wirklich fertig. Aber auch die Sehnsucht nach Freiheit und nach einer menschlicheren Gesellschaft war nicht tot zu kriegen. Die Träume und Konflikte wurden mit jedem Jahrgang neu geboren. Das machte das Jungsein in der DDR so belastend, aber auch so aufregend und spannend, dass sich heute viele gern daran erinnern.   

Mit: Dr. Stefan Wolle, Mitarbeiter des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität Berlin und Wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums Berlin

Veranstaltungsort: Kanada-Saal der Universitäts-Bibliothek der Philipps-Universität Marburg, Wilhelm Röpke Str. 4, 35039 Marburg

VeranstalterIn: Fachbereich Germanistik und Kunstwissenschaften der Universität Marburg in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e. V.

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19. Oktober - Hannover

Kriege und künstlerische Energien - Kunst und Kultur vor, während und nach dem Krieg in Bosnien Herzegowina
Vortrag & Diskussion

Sarajevo wird noch auf Jahrzehnte verbunden sein mit dem Grauen des jugoslawischen Bürgerkriegs in den 1990er Jahren, mit dem Post-89-Phänomen der Unabhängigkeitserklärungen und der Neuordnung staatlicher Territorien auf dem europäischen Kontinent. Die Stadt Sarajevo steht für die Macht der Ideologie, für die Kraft des Nationalen, die Ethnisierung des Sozialen, für die Unfähigkeit Europas, einen Bürgerkrieg in unmittelbarer Nähe zu verhindern, und für das Scheitern des Gemeinsamen.

Adisa Bašić, Poetin und Journalistin aus Sarajevo wird mit uns über die Funktion von Kunst und Kultur bei der Herstellung des Nationalismus im ehemaligen Jugoslawien sprechen und am Beispiel Sarajevos aufzeigen welche Rolle Kunst und Kultur haben könnten, den Nationalismus zu überwinden. Als Intellektuelle, die als Jugendliche die kriegerischen Auseinandersetzungen verfolgte, gehört sie heute zu jener Generation die die kulturelle Erneuerung ihres Landes mitgestaltet. Wie gestaltet sich der kulturelle Aufbruch? Neben einem tieferen Verständnis der nationalen Dynamik nach 1989 im ehemaligen Jugoslawien geht es in dieser Veranstaltung in einem abstrakten Sinne auch um die Reflexion der Bedeutung des künstlerischen Prozesses für die gesellschaftliche Entwicklung.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und wird simultan übersetzt

Veranstalterin: Stiftung Leben & Umwelt - Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen

Kooperation: Siehe Details

Hinweis: Ferida Duraković, die im ursprünglichen Programm angekündigt ist musste ihre Teilnahme aus persönlichen Gründen leider absagen. Statt ihrer wird die junge Poetin und Journalistin Adisa Bašić anwesend sein.

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17.10. 2009 - Hannover

Fanfare Ciocărlia - Highspeed Brass aus Rumänien
Konzert & Party

Sie haben unzählige Narben und Beulen und sie sind aus Blech – die Instrumente der zwölf Meister der Highspeed Blasmusik von Fanfare Ciocărlia. Sie sind geliebt und geschunden. Über 100 Konzerte im Jahr, unzählige Flüge, verbeulte Trichter der Basstuben, dutzende Male wurden Ventile neu verlötet, Trichter gerichtet, Klappen mit Gummis zur Arbeit gezwungen.

Fanfare Ciocărlia ist eine zwölfköpfige Roma-Blaskapelle aus dem Dorf Zece Prăjini in Ostrumänien. Vor ihrem großen Durchbruch war die Gruppe eine traditionelle Dorfkapelle, die Balkan Brass im Stile der Roma spielte. Typisch für die Band und die Musik ist das extrem schnelle Tempo mit mehr als 200 Beats per Minute, schnelle Trompeten- und Klarinettenläufe sowie das Erscheinen auf der Bühne mit zerbeulten Instrumenten, normaler Kleidung und ohne Noten.

Die Party, zu der Fanfare Ciocărlia Sturm bläst und damit notorisch das Publikum zum Rasen bringt, wird auch im Anschluss an das Konzert mit BalkanBeat-Disco bis in den frühen Morgen fortgesetzt.

Kosten: VVK 18,– € I AK 19,– € / 16,– €, nur Eintritt Party: 5,– €

Veranstalterin: Stiftung Leben & Umwelt - Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen

Kooperation: Siehe Details

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10.11. 2009 Schwerin

Zwischen allen Stühlen
Das Jahr 1949 im Spiegel der Tagebücher Victor Klemperers

2009 wird der 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik begangen. Aber auch die DDR wäre im Oktober 60 Jahre alt geworden. In einer durch Filmausschnitte und Bilder bereicherten Lesung spürt der Theaterwissenschaftler Olaf Jelinski der Atmosphäre des Jahres 1949 nach. Passagen aus den Tagebüchern Victor Klemperers werden von korrespondierenden Wochenschauen aus Ost und West begleitet. Die mediale Reflexion von zentralen Ereignissen aus Politik, Kultur und Alltagsleben kombiniert mit Gedanken und Gefühlen Victor Klemperers zeichnen ein außergewöhnliches Stimmungs- und Lagebild aus der Frühphase des geteilten Deutschlands.

Mit: Olaf Jelinski, Theaterwissenschaftler

Veranstalterin: Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern

Kooperation: Lichtspieltheater Wundervoll

» Details: 15.10. Rostock 

» Details: 10.11. Schwerin

 

14.10.2009 Dresden

"Der erste Riss in der Mauer - September 1989 - Ungarn öffnet die Grenze"   
Im Rahmen der Reihe: Politische Literatur in der Kunsthofbuchhandlung und der Veranstaltungen der Heinrich-Böll-Stiftungen
1989 – Europa im Aufbruch
schauen wir über den sächsischen Tellerrand und verweisen auf die mutigen Schritte in Ungarn, die wesentlich zur Destabilisierung der Mächtigen in der DDR beitrugen:

Andreas Oplatka liest und diskutiert zu seinem Buch: "Der erste Riss in der Mauer"

Am 10. September 1989 um 19 Uhr verkündete das ungarische Fernsehen, dass sich die Regierung in Ungarn dazu entschlossen habe, die streng bewachte Westgrenze für Flüchtlinge aus der DDR zu öffnen. Schon in den Wochen zuvor hatte es von Seiten Ungarns ein offensives Wegschauen beim Fluchtversuchen von DDR-Bürgerinnen und Bürgern über die ungarisch-österreichische Grenze gegeben. Durch die faktische Maueröffnung im Süden wurde eine Kettenreaktion mit ausgelöst, die zum Fall der Berliner Mauer, zur Wiedervereinigung in Deutschland, zum Zerfall der UdSSR und zum EU- und Nato-Beitritt einiger Ostblockstaaten führte. Den ungarischen Politikern, die damals die Demontage der Sperranlagen anordneten, war nicht klar, welche Folgen diese Maßnahme haben würde. Anhand einer Analyse der ungarischen Politik von 1989, basierend auch auf Gesprächen mit Hauptakteuren von damals (von Gorbatschow bis Genscher und Miklos Nemeth), zeigt der Historiker und Journalist Andreas Oplatka, wie aus Missverständnissen und en passant gefällten Entschlüssen, aus Zufällen und aus der Hartnäckigkeit verzweifelter Menschen eine Entwicklung in Gang kam, die Europa von Grund auf verändert hat.

«Der erste Riss in der Mauer» ist im März 2009 im Zsolnay Verlag, Wien 2009 erschienen.

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung im Kunsthof.
VeranstalterIn Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

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13.10.2009 Leipzig

"Der Vorhang geht auf -- Das Ende der Diktaturen in Osteuropa - Lesung mit György Dalos" 

Im Rahmen des «Salon im Lindenfels» und der Veranstaltungen der Heinrich-Böll-Stiftungen «1989 – Europa im Aufbruch» schauen wir über den sächsischen Tellerrand:
Wie der Ostblock zerfiel

«Dalos’ Buch besticht durch seine phrasenlose Erzählung und seine nüchterne politische Analyse. Angesichts der Zumutungen, die im Jubiläumsjahr noch zu erwarten sind, kann man das Buch nur empfehlen, das das Jahr 1989 ins rechte Licht stellt.»
Rudolf Walther, die tageszeitung, Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse 2009, 12. März 2009

«Mit Lakonie, Ironie und Witz versteht es der Autor, kein falsches Pathos aufkommen zu lassen, sondern mit analytischem Verstand und angenehmer Distanz das Ende einer Epoche zu beschreiben, die Europa so tiefe Wunden geschlagen hat.»
Lerke von Saalfeld, Radio Bremen, 9. Juni 2009

«Der Vorhang geht auf» ist 2009 bei C.H. Beck erschienen.

VeranstalterIn: Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

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13.10.2009 Potsdam

Dancing to Connect 2009 - The Fall of the Wall
Choreographien zum Mauerfall

Beschreibung Mauer im Kopf? Montagsdemonstration? Besserwessi und Jammerossi? In der Nacht vom 9. November auf den 10. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Eine 2008 veröffentlichte Studie der Freien Universität, in der über 5.000 Jugendliche aus ganz Deutschland zur DDR befragt wurden, hat ergeben, dass zwanzig Jahre nach diesem historischen Datum nur jeder zweite Schüler weiß, in welchem Jahr sie gebaut wurde. Zwei Drittel der Befragten erklärten, sie hätten in der Schule zu wenig oder gar nichts über den SED-Staat erfahren.

Das Projekt Dancing to Connect, das die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg und das Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis FIPP e.V. in Zusammenarbeit mit der New Yorker Battery Dance Company durchführt, setzt hier an: Hundert SchülerInnen aus Berlin und Brandenburg entwickeln in einwöchigen Workshops, die von ProfitänzerInnen der New Yorker Battery Dance Company angeleitet werden, eigene Choreographien zum Thema Mauerfall. 14- bis 20-jährig waren sie 1989 noch gar nicht geboren, die DDR kennen sie lediglich aus Erzählungen.

SchülerInnen der Brandenburger Solar-Oberschule Beelitz, der Grund- und Oberschule Wilhelmshorst und der Bildungseinrichtung Buckow e.V. arbeiten mit Gleichaltrigen der Ernst-Reuter-Gesamtschule aus Berlin-Wedding und der Heinz-Brandt-Oberschule aus Berlin-Weißensee zusammen. So treffen Jugendliche aus Stadt und Land, Ost und West aufeinander. Das Leitmotiv von Dancing to Connect kommt hier zum Tragen: Tanzen, um einander zu begegnen- tanzen, um sich miteinander zu verbinden.Unter dem Titel „The Fall of the Wall“ werden die Tanzperformances a, 13. Oktober 2009 in Potsdam der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
Bemerkung Das Projekt wurde durch das Transatlantik-Programm der Bundesrepublik Deutschland aus Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

Die Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet in Kooperation mit dem Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis FiPP e.V.

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13.10.2009 Berlin

Zwischen allen Stühlen
Das Jahr 1949 im Spiegel der Tagebücher Victor Klemperers
2009 wird der 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik begangen. Aber auch die DDR wäre im Oktober 60 Jahre alt geworden. In einer durch Filmausschnitte und Bilder bereicherten Lesung spürt der Theaterwissenschaftler Olaf Jelinski der Atmosphäre des Jahres 1949 nach. Passagen aus den Tagebüchern Victor Klemperers werden von korrespondierenden Wochenschauen aus Ost und West begleitet. Die mediale Reflexion von zentralen Ereignissen aus Politik, Kultur und Alltagsleben kombiniert mit Gedanken und Gefühlen Victor Klemperers zeichnen ein außergewöhnliches Stimmungs- und Lagebild aus der Frühphase des geteilten Deutschlands.

Mit: Olaf Jelinski, Theaterwissenschaftler

Veranstalterin:
Heinrich-Böll-Stiftung

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12. - 22.10.2009 - Hannover

europe unlimited - Kreative europäische Jugendbegegnung

Wir haben 19 junge Menschen zwischen 18 und 25 aus Kroatien, Serbien, Polen und Deutschland für 11 Tage nach Hannover eingeladen, um ihre Ideen zum  Thema „europe unlimited“ sowie Fragen nach  europäischen Identitäten bzw. einer kreativen Gestaltung des Konstrukts Europa in zwei Workshops künstlerisch umzusetzen.

Im Workshop Theater werden anstatt der Verwendung einer fertigen dramatischen Vorlage anhand von Improvisationen, Bewegungsarbeit und mit Methoden des biografischen Arbeitsansatzes Szenen erarbeitet. Im zweiten Workshop stehen diverse kreative Methoden wie Aktionskunst, Performance Art, Street Art und konzeptuelle Ansätze zur Verfügung, um themenbezogen Kunst im Öffentlichen Raum zu erstellen. Hier soll sowohl die Wahl der kreativen Herangehensweisen als auch die Auswahl der Orte, an denen die Kunst entsteht, in den gemeinsamen Prozess einfließen.

Das (Lauf-)Publikum wird zu Assoziationen und zum Nachdenken angeregt, bei Interesse können die entstandenen Gedanken dann im Anschluss an die öffentliche Präsentation mit anschließender After-Show-Lounge am 22. Oktober um 20 Uhr mit den Anwesenden besprochen werden.

Dieses Projekt wird gefördert von Jugend in Aktion und Aktion Mensch

Veranstalterin: Stiftung Leben & Umwelt - Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen

Kooperation: Siehe Details

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9. Oktober - Rostock

20 Jahre nach dem Mauerfall:
Zustand und Perspektiven der Demokratie in Ostdeutschland
Tagung

20 Jahre nach dem Mauerfall scheint die Demokratie in den neuen Ländern auf einem schwachen Fundament zu stehen. Politikverdrossenheit, Parteienskepsis, Wahlmüdigkeit und der Erfolg rechtsextremer Parteien symbolisieren die Schwierigkeiten der Ostdeutschen mit dem "neuen" politischen System. Der 20. Jahrestag von "Wende" und Mauerfall soll Anlass sein, um eine kritische Bestandsaufnahme der Lage der Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern und Ostdeutschland vorzunehmen.

Veranstalter: Bildungswerk Mecklenburg-Vorpommern der Heinrich-Böll-Stiftung

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8. Oktober - Berlin

Das Begehren, anders zu sein, und die staatssozialistische Gouvernementalität
Vortrag und Diskussion

In seinen Vorlesungen über Gouvernementalität interessiert Michel Foucault, wie die Macht das Gewimmel des gesellschaftlichen Lebens wahrnimmt. Und wie sie sich von verschiedenen Experten beraten lässt, um das Soziale unter Kontrolle zu bekommen. In der DDR waren die Rollen von Partei, Regierungsapparat, Wissenschaft und Expertentum sehr eng miteinander verzahnt – so waren die Abwehrmechanismen gegen eine authentische Außensicht stark. Mit Foucault’schem Blick fragen wir nach den „Mikrophysiken der Macht“, die als gouvernementale Techniken schließlich versagen müssen.

Mit: Wolfgang Lenk

Veranstalterin: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Kooperation: Netzwerk Mehringhof

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6. Oktober - Hamburg

Zwischen allen Stühlen
Das Jahr 1949 im Spiegel der Tagebücher Victor Klemperers

2009 wird der 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik begangen. Aber auch die DDR wäre im Oktober 60 Jahre alt geworden. In einer durch Filmausschnitte und Bilder bereicherten Lesung spürt der Theaterwissenschaftler Olaf Jelinski der Atmosphäre des Jahres 1949 nach. Passagen aus den Tagebüchern Victor Klemperers werden von korrespondierenden Wochenschauen aus Ost und West begleitet. Die mediale Reflexion von zentralen Ereignissen aus Politik, Kultur und Alltagsleben kombiniert mit Gedanken und Gefühlen Victor Klemperers zeichnen ein außergewöhnliches Stimmungs- und Lagebild aus der Frühphase des geteilten Deutschlands.

Mit:
Olaf Jelinski, Theaterwissenschaftler

Veranstalterin: Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg

Kooperation: Kinemathek Hamburg e.V., Kommunales Kino Metropolis

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6. Oktober - Berlin

Der betriebliche Aufbruch im Herbst 1989 in der DDR
Vortrag und Diskussion

Arbeit hatte in der DDR eine enorme Bedeutung, insbesondere die sozialistischen Arbeitskollektive, die gleichzeitig integrierend und kontrollierend wirkten. Die Unzufriedenheit staute sich in den Betrieben an, so war die Produktivität gering, die Technik veraltet, der Materialfluss oft unregelmäßig. Von Oktober 1989 bis zum Frühjahr 1990, in Zeiten des Machtvakuums, verlangten ArbeiterInnen nach wirtschaftlicher Mitbestimmung und initiierten die Gründung unterschiedlichster Vertretungsorgane.

Was passierte im Einzelnen, als Basisgruppen gebildet und Betriebsdirektoren abgewählt wurden? Warum war diese Zeit der Experimente so schnell vorbei?

Mit:
Renate Hürtgen und Bernd Gehrke

Veranstalterin: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Kooperation: Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt.

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02.10.-13.11. 2009

brüche. Dresden | 1989 | Dresden
Ausstellung im Rahmen von «Himmelweit gleich? Europas ´89»

Himmelweit ist ein Beitrag zur Würdigung der friedlichen Revolutionen von 1989 in Europa. In zuvor undenkbarer Weise brachten unterschiedliche Bürgerbewegungen
vor zwanzig Jahren die staatsozialistischen Diktaturen Ostmitteleuropas zu Fall und bereiteten Pluralismus, Demokratie und Freiheit den Weg. In der Auseinandersetzung mit diesem epochalen Umbruch setzt Himmelweit als internationales Projekt junger Menschen, die 1989 selbst nicht bewusst miterlebt haben, eigenständige Akzente. Studierende aus Dresden, Prag, Wroclaw und Bratislava kombinieren mit ihren Ausstellungen den Blick auf die Transformation ausgewählter Lebenswelten in ihren Städten mit dem Ausblick auf die vielfältigen Horizonte und Pfade, die der Umbruch von 1989 in den verschiedenen Ländern eröffnete.

brüche - DRESDEN | 1989 | DRESDEN geht über die bei anderen Ausstellungen und Festveranstaltungen zum 20. Jubiläum von 1989 gängige Konzentration auf Herrschafts- und Widerstandsgeschichte hinaus, ohne den Blick auf den Lebensalltag der Menschen vor 1989 zu verklären. «brüche» handelt auch vom Umbruchsjahr 1989/90 selbst, thematisiert aber den langfristigen Transformationsprozess Dresdens seit den 1980er Jahren bis in die heutige Zeit. Sie stellt den Wandel und die Kontinuitäten im städtischen Leben heraus.

Ruairí O‘Brien, in Dresden lebender Architekt, Künstler und Lichtplaner, hat in Korrespondenzmit «brüche» eine Installation gebaut, die eine weitere Sicht auf «1989» durch den Blickwinkel des Künstlers ermöglicht. Das Objekt «8 windows and 9 doors in light» ist eine persönliche Auseinandersetzung mit den Themen «Wege» und «Möglichkeiten» im universellen Zeitraum. O‘Brien, gebürtiger Ire, kam 1991 aus England nach Deutschland auf der Suche nach dem «Wendezeitgeist.»

In Zusammenarbeit mit
Brücke/Most-Stiftung, Dresden/ Prag
Edith-Stein-Haus, Wroclaw
punkt, Bratislava,
Goethe-Institut Prag

AUSSTELLUNG
3. Oktober bis 13. November 2009
Montag bis Freitag
14:00 bis 19:00
Samstag
11:00 bis 19:00
Führungen auf Anfrage

Veranstaltungsort: 01069 Dresden, Ausstellungsräume St. Petersburger Straße 18 

 

» http://www.himmelweit-gleich.de/

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2. Oktober 2009 - Schwerin / Rostock

"Das Neue Forum. Zur Geschichte der Bürgerbewegung in Mecklenburg-Vorpommern"
Buchvorstellung

Anlässlich der fundamentalen Umwälzungen vor nunmehr zwei Jahrzehnten, die zur deutschen Einheit und zur Einigung Europas beitrugen, bietet das kommende Jahr 2009 eine passende Gelegenheit, sich in der historischen Rückschau mit dem Verlauf und den Ergebnissen der friedlichen Revolution in der DDR zu befassen.

Im Interesse der wissenschaftlichen Erforschung und gesellschaftlichen Aufarbeitung dieses Transformationsprozesses ist eine Publikation geplant, die am Beispiel des Neuen Forums Schwerins die Ereignisse vor allem auf lokaler, darüber hinaus aber auch auf regionaler und überregionaler Ebene nachzeichnet. Im Mittelpunkt soll die Entstehung und Entwicklung, aber auch die Marginalisierung der Bürgerbewegung Neues Forum stehen, die einerseits als entscheidender Katalysator der „Wende“ im DDR-Maßstab fungierte, zugleich aber auch auf kommunaler Ebene die Demokratisierung entscheidend vorantrieb.

Präsentation in Schwerin/Rostock November 2009

Veranstalter:  Bildungswerk Mecklenburg-Vorpommern der Heinrich-Böll-Stiftung

29. September - Erfurt

Zement gegen Südfrüchte
Die DDR und Kuba in Film und Gespräch

Den 20. Jahrestag der Wende nimmt sich die HBS Thüringen zum Anlass, um im Rahmen der Interkulturellen Woche 2009 die vielfältigen Beziehungen der DDR zu Kuba zu beleuchten. Neben der Dokumentation "Zement gegen Südfrüchte" von Lutz Rentner und Frank Otto Sperlich, die die wirtschaftliche Bande dieser Staaten thematisiert, wird im Anschluss daran ein Gespräch mit Herrn Rafael Machiran Ferrer stattfinden. Der aus Kuba stammende ehemalige Vertragsarbeiter berichtet von seinen Erfahrungen und Erlebnissen in der DDR.

Veranstalterin: Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen

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30. Juli bis 23. September - Stuttgart

Eingebrannte Bilder. Eine Ausstellung mit Werken von Ernst Volland

Ernst Volland arbeitet mit historischem Bildmaterial, das sich in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat. Mittels gezielt eingesetzter Unschärfen erweitert Ernst Volland die Bildinhalte um eine neue Bedeutungsebene, die auf andauernde Aktualität verweist.
 
Unschärfe sei, so der Literaturwissenschaftler Bernd Hüppauf, der Vollands Werdegang seit langer Zeit begleitet, die Antwort der Kunst auf die Krise der dokumentarischen Fotographie. „Was leistet seine Bearbeitung, d.h. die Manipulation der bekannten Fotos zur Unschärfe? Sie löst die definierenden Konturen auf und öffnet einen Raum, in den die Einbildungskraft eindringen kann. Sie gibt den erstarrten Bildern eine eigene Kraft zurück, das Auge und die Imagination anzuziehen. Es wäre unangemessen, in diesen unscharfen Bildern nach dem verborgenen scharfen Bild zu suchen.

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22. September - Berlin

Verstörende Erfahrungen?
MigrantInnen und nichtweiße Deutsche erinnern sich an den Fall der Mauer

Die Jahre 1989/90 waren für viele EinwanderInnen angefüllt mit unbehaglichen Gefühlen, ja mit Ängsten. Zur Erinnerung: Bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im Februar 1989 erhielten die rechtsextremen „Republikaner“, die in einem Fernsehspot zu der Melodie „Spiel mir das Lied vom Tod“ Bilder von türkischen Kindern zeigten, auf Anhieb 7,5 %. Und dann fiel die Mauer unter einem Meer deutscher Flaggen. Unsere Gäste berichten von ihren persönlichen Erfahrungen, in denen sich das Biografische mit der politischen Geschichte berührt.

Mit:
Angehörige verschiedener EinwanderInnen-Communities aus Ost- und Westberlin 

Veranstalterin: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Kooperation: Galiläa-Samariter-Kirchengemeinde

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15. September - Berlin

Geschichte und Vielfalt der Ausreisebewegung aus der DDR
Vortrag und Diskussion

Von 1945 bis 1989 verließ ca ¼ der Gesamtbevölkerung die SBZ/DDR; das waren 4,5 Millionen. Nach dem Mauerbau gingen 570.000 DDR-Bürger in den Westen, davon 500.000 offiziell Ausgereiste, 38.000 Flüchtlinge und 33.755 freigekaufte Häftlinge. Als immer mehr Ausreiseanträge offiziell genehmigt und auch inhaftierte politische Gefangene freigekauft wurden, kam es zu einer Sogwirkung. Was wissen wir über die Unterschiedlichkeit der Ausreisemotive?

Mit:
Bernd Eisenfeld, Wehrdienstverweigerer 1966/ Bausoldat/ 1968 zu 2 ½ Jahren Haft verurteilt wg. Solidarisierung mit den Prager Frühling/ Ausreise aus der DDR 1975

Veranstalterin: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Kooperation: Kreuzberg Museum

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14. Juli bis 11. September 2009 - Rostock

"In einem stillen Land"
Eröffnung einer Fotoausstellung

Mit: Max Lehmstedt (Verleger des gleichnamigen Bildbandes), Werner Schulz (Gründungsmitglied Neues Forum)

Die Ausstellung zeigt zwei Jahrzehnte nach der friedlichen Revolution eine repräsentative Auswahl von Fotografien aus dem Bildband „In einem stillen Land“ von Roger Melis. Aufnahmen aus 25 Jahren zeichnen ein umfangreiches Porträt der DDR und ihrer Bewohner. Die atmosphärisch dichten, oft symbolhaften Bilder führen quer durch Landschaften, Dörfer und Städte zwischen Ostsee, Harz und Erzgebirge, beschreiben nüchtern und kritisch den Alltag im realen Sozialismus und porträtieren die Menschen, die hier lebten. Obwohl Melis zeitweilig im offiziellen Auftrag der DDR-Magazine arbeitete, wurden viele seiner Aufnahmen nicht gedruckt und als „Müllkastenfotografie“ denunziert. Zu deutlich, zu ungeschminkt spiegelten sie die Wirklichkeit wider. Trotz der merkwürdigen Stille, der Resignation und Tristesse, die Land und Leute zu lähmen scheinen, zeugen die Aufnahmen dabei auch von Widerspruchsgeist und Selbstbewusstsein. Der Staat war auf seine Bürger angewiesen, sie wussten um ihre Macht und konnten sich auf ihre soziale Absicherung verlassen.

Die Ausstellung ist bis 11.09.2009 kostenfrei zu besichtigen

Veranstaltungsort: Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit, Herrmannstr. 34 b, 18055 Rostock

Veranstalter:  Bildungswerk Mecklenburg-Vorpommern der Heinrich-Böll-Stiftung

Kooperation: BStU, Außenstelle Rostock

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11. September - Berlin

Punx not dead – seit 1980 auch in Friedrichshain
Diskussion und anschließend Konzert der Band „Namenlos“

Die Galiläa-Kirche war seit 1978 ein Ort für unangepasste Jugendliche, später auch für Punks. Auf welche Formen der Ausgrenzung reagierten sie, welche Solidarität erfuhren sie? Was wollten Sie? Nach der Diskussion wird die Band „Namenlos“ spielen, deren Mitglieder 1983 wegen eines Auftritts zu Haftstrafen verurteilt wurden. Sie stellen Stücke aus ihrer neuen Platte „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“ vor.

Mit:
Gerhard Cyrus (ehem. Galiläa-Pfarrer)
Angela Kowalczyk (Punk, Autorin)
Micha Horschig (Punk, Musiker)

Moderation: Dirk Moldt (Historiker)

Veranstalterin: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Kooperation: Museum für Jugendwiderstand

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10. September - Zehdenick

Briefe durch die Mauer
Welf Schröter liest aus der Korrespondenz zwischen Ernst Bloch und Jürgen Teller

Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall veröffentlichten Jan Robert Bloch, Anne Frommann, Irene Scherer und Welf Schröter den verschlüsselten Briefwechsel zwischen dem Philosophen Ernst Bloch, der Architektin Karola Bloch, beide Tübingen, sowie dem Philosophen und Blochschüler Jürgen Teller und der Galeristin Johanna Teller, beide Leipzig. Unter den Decknamen „Marcion“, „Polonia“, „Major Tellheim“ und „Minna von Barnhelm“ sandten die Oppositionellen-Ost über Jahrzehnte heimliche Botschaften an die Oppositionellen-West und umgekehrt.

Aus mehr als zweihundert Briefen mit mehr als eintausend erklärenden Fußnoten entfalten sich die enttäuschten Hoffnungen zweier Generationen wie auch die Freude über den Sturz der SED. In den Kassibern werden viele Köpfe wieder lebendig: Hans Mayer, Volker Braun, Bertolt Brecht, Ernesto Cardenal, Eberhardt Klemm, Uwe Johnson, Walter Jens, Siegfried Unseld, Werner Tübke, HAP Grieshaber u.a.m.

Mit der Veröffentlichung des Briefwechsels in diesem Band entsteht zugleich ein Impuls für eine Erweiterung der Rezeption der Werke von Jürgen Teller, der in Leipzig als Assistent Blochs unter der Drangsalierung der DDR-Staatssicherheit zu leiden hatte, nachdem die Blochs 1961 die DDR kurz vor der Schließung der Mauer verlassen hatten.

„Es gibt viel zu tun mit dem vollendeten Werk, damit es nicht, fertig gemacht’ wird zum schnellen Gebrauch oder zur abgetanen Gestalt. Ich will dabei helfen. Der revolutionäre Geist Ernst Blochs wird sich durchsetzen, aber nur mit denen, die ihn begreifen und verwirklichen“ (Jürgen Teller).

Welf Schröter liest aus der erstmals fast vollständig vorliegenden und im Talheimer Verlag 2009 erschienenen Korrespondenz. Als ganz besonderen Gast dürfen wir zur Diskussion an diesem Abend Jan Robert Bloch in Zehdenick begrüßen

Veranstalterin:  Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

Kooperation:  Klosterscheune Zehdenick

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10. September - Berlin

“Too much future” – Punk in der DDR
Film und Diskussion

Punk war ein politisches Phänomen, jeder Punk ein „asoziales Element“, das seine Zukunft riskierte. Punks waren „nicht entzückt von den aufgedrängten, sozialen Errungenschaften und nicht bedingungslos dankbar für einen sicheren Kindergartenplatz, eine sichere Ausbildung, einen sicheren Arbeitsplatz, einen sicheren Frieden, und all das in sicheren Grenzen“. Und daher waren sie bald „sicher vor sich selbst - im Jugendwerkhof, im Gefängnis, in der Armee oder durch die Disziplinierung seitens der Stasi“ (aus der Ankündigung zum Film). Zuviel Zukunft sollte für sie heißen: keine Zukunft.

Mit: Henryk Gericke (Autor des Films)

Kosten: keine

Veranstalterin: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Kooperation: Archiv der Jugendkulturen e.V.

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9. September - Schloss Marquardt/ Brandenburg

Atlantis II - Das Versprechen der Demokratie. 20 Jahre 1989
Konferenz

Vor 20 Jahren fiel der eiserne Vorhang und es verschwand die innereuropäische Grenze. Die Demokratie versprach Europa ein neues Zeitalter, ein neues Zeitalter der Freiheit und der Gleichheit.

Die Tagung knüpft an die Veranstaltung "Europäische Kunst 20 Jahre nach dem Ende des Eisernen Vorhangs" am 9. Juli auf Schloss Marquardt an. KünstlerInnen und KuratorInnen, SchriftstellerInnen und JournalistInnen aus West- und Osteuropa haben sich in Gesprächen der Theorie, Realität und Zukunft von Kunst und Demokratie in Europa genähert. Auf der Tagung "Das Versprechen der Demokratie: 20 Jahre 1989" wird die Veränderung der Demokratie seit 1989 in Europa betrachtet. Zunächst werden  Prof. Colin Crouch und Prof. Dr. Claus Offe die Demokratie und ihre Zukunft beleuchten. In einem zweiten Part werden Prof. Gáspár Miklós Tamás und Dr. Kai-Olaf Lang über Gefahren für die Demokratie sprechen. Gerade in Zeiten der Krise läuft die Demokratie Gefahr, ausgehöhlt zu werden, die Menschen können anfälliger für Thesen sein, die Gleichheit und Freiheit untergraben. Die Auseinandersetzung mit den Wirklichkeiten und den Entwicklungen der Demokratie, ihren Möglichkeiten und ihren Herausforderungen stehen im Fokus der Veranstaltung. Was kann und muss Demokratie heute leisten? Welche Versprechen hat die Demokratie 1989 gegeben und welche Versprechen sind Realität geworden? Diese und andere Fragen werden im Zentrum der Tagung stehen, zu der wir Sie herzlich einladen möchten.

Noch bis zum 13.09.2009 auf Schloss Marquardt: XVI. Rohkunstbau „Atlantis – Hidden Histories – New Identities“ mit Künstlern und Künstlerinnen aus Deutschland und Osteuropa. Siehe hierzu den Artikel "Kunstgenuss in Badehose" auf Spiegel-online.

Die Ausstellung hat am 9. September außer der Reihe von 15.00-20.00 Uhr für Sie geöffnet! 

Mit:
Prof. Colin Crouch, Warwick Business School
Prof. Dr. Claus Offe, Hertie School of Governance
Professor Gáspár Miklós Tamás, Gastprofessor an der Central European University Budapest
Dr. sc. pol. Kai-Olaf Lang, Stiftung Wissenschaft und Politik, Forschungsgruppe EU-Integration

Veranstalterin: Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

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8. September - Rostock

„Mich wundert, dass ich fröhlich bin. Eine Deutschlandreise“
Lesung und Gespräch mit Christoph Dieckmann

Der ZEIT-Autor Christoph Dieckmann nimmt den Leser mit auf eine lebenspralle Exkursion durch Ost und West, von Wittenberg nach Bayreuth, von Halberstadt nach Helgoland und weiter, bis Amerika. Ob er sich an Marion Gräfin Dönhoff und Klaus Renft erinnert, Inge Viett und Jan Philipp Reemtsma begegnet, John Fogerty und Wolfgang Lötzsch trifft – Dieckmann erzählt Gegenwart mit Wurzeln. Er redet mit Uwe Tellkamp und Martin Walser, er besucht die Lebensorte von Wilhelm Busch und die des Sterbens von Rosa Luxemburg. Sein Erinnern ist geprägt durch die Mahnung der "Kindheitsmuster" von Christa Wolf: "Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen. Wir trennen es von uns ab und stellen uns fremd." Dieses Geschichtsbuch aus Geschichten lässt spüren, wie wir wurden, was wir sind. Christoph Dieckmanns "Deutschlandreise" ist ein Dokument der deutschen Einheit fernab aller Jubiläums-Prosa und Parolen.

Veranstaltungsort: Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit, Herrmannstr. 34 b, Rostock

Veranstalter:  Bildungswerk Mecklenburg-Vorpommern der Heinrich-Böll-Stiftung

4. September - Berlin

Blues-Messen in Ostberlin
Diskussion und Blues-Messe mit Holys Blues-Band

Bluesmessen waren ungewöhnliche Gottesdienste mit Bluesmusik. Von 1979-1986 zogen sie Tausende alternative Jugendliche an. Zur ersten Bluesmesse kamen 250 Jugendliche, später bis zu 7000 Teilnehmende. Dem Staat waren diese Messen zu politisch, er versuchte, die Veranstalter über die Kirchenleitung zu disziplinieren. So hatten die Organisatoren der Bluesmessen nicht nur mit staatlichen Störmanövern, sondern auch mit innerkirchlichen Auseinandersetzungen zu kämpfen.

Mit:
Dirk Moldt, Autor einer Studie über die Bluesmessen 1979-1986
Rudi Pahnke, Theologe und Organisator
Günther Holwas, Bluesmusiker

Veranstalterin: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Kooperation: Galiläa-Samariter-Kirchengemeinde

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3. bis 9. September - Berlin

Geschichtswerkstatt: Geschichte(n) - Mythen - Bilder
Die DDR - Eine Spurensuche

20 Jahre nach dem Ende der DDR gibt es sehr unterschiedliche Rückblicke und Erinnerungen an diesen Staat: für die einen war er nur eine unmenschliche Diktatur und ein Unrechtsstaat, für die anderen ein Sozialstaat, der Arbeit, billige Wohnungen und Lebensmittel garantierte. Für viele war die DDR irgendwo dazwischen. Auch heute werden ganz unterschiedliche Sichtweisen zu denjenigen getragen, die die DDR selber nicht miterlebten.

26 Jugendliche aus Brandenburg und Nordrhein-Westfalen – erhalten hier Gelegenheit, sich in diesem Projekt intensiver mit der Geschichte der DDR zu beschäftigen.

Vor Ort, in Berlin, besuchen wir historische Orte, interviewen verschiedene Zeitzeugen, diskutieren Texte, schauen Filme an und erarbeiten Produkte. Mit Hilfe eines „Zeitstrahls" sollen zentrale Aspekte der Geschichte der DDR veranschaulicht werden. Die Ergebnisse wollen wir medial (auf DVD) verarbeiten, so dass andere (Jugendliche) auch etwas davon haben können.

Unsere Fragestellungen: Was kann man von dem damaligen Leben lernen? Welche Erinnerungen bleiben bei den Menschen, welche verblassen und warum? Welche Werte wurden in der DDR vermittelt und welche fehlten? Was bedeutet die DDR zur Herausbildung eines kritischen Bewusstseins heute und was für das Denken in Utopien?

Veranstalterin: Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

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1. September - Berlin

Alltag und Repression in der DDR
Abendveranstaltung

Der Vortrag setzt sich kritisch sowohl mit der Totalitarismustheorie als auch mit der Verharmlosung der DDR auseinander. Die Rede von den „zwei deutschen Diktaturen“ empört viele Ostdeutsche, die sich auf „soziale Sicherheit“ berufen, aber der Sozialstaat in der DDR hatte viele repressive Momente: Es gab ein Recht auf Arbeit, aber auch ein Asozialengesetz. Es gab ein Recht auf Wohnen, aber auch eine schwerfällige staatliche Wohnraumlenkung mit dem Modell der Kleinfamilie als Lebensform und einen Verfall der Altbausubstanz. Weder die alleinige Herausstellung der Repression noch der Alltäglichkeit ist angebracht.

Mit:
Anne Seeck

Veranstalterin: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Kooperation: Kreuzberg Museum

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10. bis 13. August - Berlin

Das Berlin der Anderen: Auf den Spuren der DDR
Bildungsurlaub

Menschlicher und politischer Alltag in Berlin in Zeiten der DDR. Was hieß das? Ein Besuch bei Marianne Birthler, der Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen, eine Führung durch das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen und ein politischer Stadtrundgang mit dem Titel „Berlin, die Hauptstadt der DDR“ sind beeindruckend. Eine Idee vom ganz normalen Lebensgefühl werdet ihr durch berühmte Filme, Geschichten und Blicke hinter die „Wohnzimmerfenster“ bekommen. Ein Besuch im Reichtag und beim jungen grünen  Bundestagsabgeordneten Kai Gehring zeigen, wie sich Politik, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, gewandelt hat.

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10. Juli 2009 - Greifswald

Die Unmöglichkeit von Heimat: Uwe Johnsons Grenzgänge
Vortrag - Gespräch - Film

Das Jahr 1959 war ein Goldenes Jahr der deutschen Nachkriegsliteratur. Neben „Die Blechtrommel“ von Günter Grass und „Billard um halbzehn“ von Heinrich Böll erschien auch Johnsons Debütroman „Mutmaßungen über Jakob“. Alle drei Romane wurden von der Kritik als formale und inhaltliche Höhepunkte gefeiert, mit denen der „neuen“ deutschen Literatur der Anschluss an die Weltliteratur gelungen sei. 50 Jahre nach Erscheinen möchten wir die drei großen Schriftsteller und ihre zentralen Werke noch einmal ins Blickfeld rücken. Der Auftakt wird dabei Uwe Johnson vorbehalten sein, der am 20. Juli in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden wäre.

Johnsons erster Roman „Mutmaßungen über Jakob“ erregte Aufsehen in beiden Teilen Deutschlands. Geschildert wird darin die Geschichte eines doppelten Grenzgängers, der wie viele seiner deutschen Zeitgenossen vor der Problematik einer zweigeteilten Heimat steht. Mehr gedrängt als freiwillig übersiedelte auch Johnson 1959 nach Berlin-West, wenig später in die USA. Dort beginnt er mit seinem monumentalen Opus magnum „Jahrestage“, der fiktiven Geschichte der Gesine Cresspahl, die seit den 60er Jahren in New York lebt und sich an ihre Kindheit und Jugend in Mecklenburg erinnert.
 
Mit:
Prof. Dr. Norbert Mecklenburg, Universität Köln
Saskia Walker, Filmemacherin Berlin
Ulrich Peltzer, Autor "„Byrant Park“, „Teil der Lösung“

Moderation: Daniel Schreiber

Im Anschluss an die Diskussion laden wir zur Vorführung des 70-minütigen Filmes „Uwe Johnson sieht fern“ von Saskia Walker ein.

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9. Juli - Marquardt/ Brandenburg

Atlantis – Hidden Histories – New Identities.
Europäische Kunst - 20 Jahre nach dem Ende des eisernen Vorhangs

Kunst & Gespräche auf Schloss Marquardt

Als vor 20 Jahren die innereuropäische Grenze verschwand, kamen zwei Welten zueinander, deren Unterschiede bis heute sichtbar sind und deren Mentalitäten weiter leben. Die künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Wirklichkeiten, ihre Möglichkeiten und ihre Veränderungen, ihre Herausforderungen stehen im Zentrum der Veranstaltung. Was bedeutet die Trennung ost- und westeuropäischer Kunst über Jahrzehnte für ihre gesellschaftliche Wahrnehmung und ihren Einfluss? Was war und ist die Rolle von Kunst in Osteuropa und ihr Verhältnis zur Politik vor und nach Fall des eisernen Vorhangs? Welche Möglichkeiten bieten sich der Kunst, demokratische Entwicklung zu befördern? KünstlerInnen und KuratorInnen, JournalistInnen und SchriftstellerInnen werden sich in Gesprächen der Theorie und Wirklichkeit von Demokratie und ihrer Zukunft in Europa nähern.

Mit:
Cornelia Schleime, Künstlerin, Deutschland
György Dalos, Schriftsteller und Historiker, Ungarn
Boris Buden, freier Journalist und Publizist
Iara Boubnova, Kuratorin und Kunstkritikerin, Institute for Contemporary Art Sofia, Bulgarien
Juraj Carny, Galerist, Kurator und Kunstkritiker, Space projects | Residency lab | store, Slowakische Republik
Robert Barta, Künstler, Tschechien/Deutschland

Am 11. Juli 2009 wird zudem auf Schloss Marquardt der XVI. Rohkunstbau zum Thema Atlantis eröffnet, an dem Künstler und Künstlerinnen aus Deutschland und Osteuropa teilnehmen. Zur Atlantis-Ausstellung, die vom 12.7.-13.9. gezeigt wird, siehe hier den Artikel "Kunstgenuss in Badehose" auf Spiegel-online.

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8. Juli - Berlin

Gespräch: Helden wie wir - Bewegte Männer aus Ost und West im Gespräch über unterschiedliche und gemeinsame Erfahrungen

Straßenkämpfer, Hippies und Esoteriker im Westen – Arbeiter, Bauern und Genossen im Osten. Helden wie aus dem Titel gebenden Roman beweisen schließlich Standhaftigkeit und beenden qua Manneskraft die Trennung von West und Ost. Und dann? Mochten sich die Hippies und Bauern, die Esoteriker und Genossen? Erinnerungen, Erfahrungen und Anekdoten von bewegten, forschenden, protestierenden, fragenden und schreibenden Männern.

Konstruktionen von Männlichkeiten in literarischen Diskursen und politischen Praxen werden aufs Korn genommen, Männlichkeiten (identitäts-)kritisch reflektiert.

Mit:
Max Melbo (ehemals Volker Elis Pilgrim), Autor
Christian Schenk, Ex-MdB, Autor
Prof. Dr. Stephan Höyng, Kath. Hochschule f. Sozialwesen, Berlin
Felix Ensslin, Theaterautor und Regisseur
Marcus Brühl, Autor (angefragt)

Moderation:
Sven Glawion, Germanist und Gender-Wissenschaftler

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7. Juli - Berlin

Diskussion: Emanzipatives Schreiben in Ost und West

Anlässlich des 80. Geburtstages von Christa Wolf werden Autorinnen, Biografinnen und Literaturwissenschaftlerinnen aus Ost und West über ihr Verständnis von feministischer bzw. emanzipativer Literatur in Ost und West diskutieren.

Wie wurden die Geschlechterverhältnisse literarisch verarbeitet? Inwiefern spiegelt die Literatur die vermeintliche Emanzipation der Frauen im Osten im Gegensatz zum «Faschismus zwischen den Geschlechtern» (Ingeborg Bachmann) im Westen wider? Und was kann die Literatur in Bezug auf die gegenwärtigen Debatten rund um den «jungen Feminismus» bewirken – bzw. welcher Paradigmenwechsel lässt sich in Bezug auf das Schreiben junger Frauen nachvollziehen?

Mit:
Dr. Sonja Hilzinger, Autorin, Lektorin
Jana Hensel, Autorin von «Zonenkinder»
Dr. Frauke Meyer-Gosau, Redakteurin «Literaturen»
Dr. Monika Melchert, Leiterin der Anna Seghers Gedenkstätte

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7. Juli - Berlin

Lesung: Queere Liebe zwischen Ost und West 

"Deutsch-deutsche Beziehungen"

Wie sieht es aus mit der Liebe zwischen Ost und West, 20 Jahre nach dem Mauerfall? Haben sich die Menschen in Liebesbeziehungen angenähert? Haben sich Ost-West-Liebesbeziehungen verändert? Werden sie heute anders wahrgenommen als vor 10, 15 oder 20 Jahren? Simone Schmollack ist diesen Fragen nachgegangen und stellte fest, dass Liebe Brücken baut.

Mit:
Simone Schmollack, Autorin

Moderation:
Johanna Bussemer

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6. Juli - Berlin

Diskussionsrunde: Frauenpolitisches Gespräch - 1989-2009

20 Jahre nach dem Mauerfall soll über die unterschiedlichen Einheitserfahrungen und Eindrücken von Frauen gesprochen werden.

Unterschiedlicher hätten die Voraussetzungen kaum sein können. Einerseits Alt-BRD Frauen, die eine sowohl theoretisch-akademische, als auch institutionell-politisch hoch differenzierte Szene geschaffen hatten, deren politische Mobilisierung zum Zeitpunkt der Wende aber praktisch brach lag. Andererseits Noch-DDR Frauen, die bis zu diesem Zeitpunkt kaum übergreifende Verbindungen geschaffen hatten, ohne große politische Wirkungsmacht, ohne Politik-Praxis-Test, dafür aber mit einer spezifischen Repressions- und Risikoerfahrung und dem Gefühl des Neuanfangs.

Wer war eigentlich wie emanzipiert?
Von welchem Emanzipationsverständnis und den sich daraus ergebenen wechselseitigen Vorwürfen gehen wir aus?

Mit:
Prof. Dr. Hildegard Maria Nickel, HU Berlin
Prof. Dr. Tina Thürmer-Rohr, emer. Professorin für feministische Theorie, TU Berlin,
Marianne Birthler, Mitgründerin von Bündnis 90, heute Bundesbeauftragte für die Unterlagen des  Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR
Carola von Braun, ehem. MdA (FDP) Mitgründerin der Überparteilichen Frauenintiatitive Berlin (ÜpFI), heute deren Vorsitzende

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3. bis 12. Juli Radbildungsurlaub Helmstedt-Werberlin

GrenzGänge XV - Fahrrad-Bildungsurlaub von West nach Ost

Ergrünte Zonengrenze, Grenzübergang Marienborn, Mauer­reste, KZ-Sachsenhausen, jüdisches Museum, Grenzfluss Oder, blühende Landschaften, bröckelnde Industrieruinen, Oderbruch-Nationalpark – deutsche Geschichte wird auf reizvollen Wegen erfahren.

DDR-Bürgerrechtsbewegte und deren “Nachwüchse” sind Wege­begleiterInnen und GeschichtsführerInnen. Unterwegs treffen in der Gruppe persönliche Erlebnisse mit deutschen Grenzen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zusammen. 350 TeilnehmerInnen haben GrenzGänge selbst erfahren – und oft mit Schulklassen, Vereinen, Fraktionen nachgefahren. Die Wege der Begegnung werden oft nach Polen, Litauen, Russland... fortgesetzt.

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4. Juni 2009 - Berlin

Gerhard Bächer und sein Engagement in der Grünen Partei der DDR

Gerhard Bächer gehörte der Initiativgruppe zur Gründung der Grünen Partei der DDR an und war vom Anfang bis zum Ende Leiter der Pressestelle der Partei. Er berichtet über die Ereignisse im Sommer und Herbst des Jahres 1989, die zur Gründung einer eigenständigen Grünen Partei im Spektrum der Bürgerbewegungen führten, den Aufbau und die Entwicklung der Grünen Partei bis zu ihrem Zusammenschluss mit den westdeutschen Grünen im Dezember 1990.

Mit: Gerhard Bächer

Moderation: Christoph Becker-Schaum, Archiv Grünes Gedächtnis

Diskussion mit anschließendem Empfang und Führung durch das Archivmagazin.

Infos: Christoph Becker-Schaum, Tel: 030/28534-260 oder 265

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29. Mai bis 2. Juli 2009 - Berlin

Eingebrannte Bilder. Eine Ausstellung mit Werken von Ernst Volland

Vernissage:
"Eingebrannte Bilder" von Ernst Volland
Freitag, 29. Mai 2009, (18.00 Uhr)
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8

Es sprechen:
Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich Böll Stiftung
Prof. Bernd Hüppauf, New York University

Podiumsdiskussion:
Eingebrannte Bilder 
Virtualität und öffentlicher Diskurs
Samstag, 30. Mai 2009 (18.00)
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8

Es diskutieren:
Prof. Monika Flacke, Deutsches Historisches Museum
Bernd Hüppauf, New York University
Prof. Heinz Bude, Universität Kassel

» Dossier: Eingebrannte Bilder“ von Ernst Volland

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19. Mai 2009 - Berlin

"Die gefährdete Republik"
Von Bonn nach Berlin. 1949 – 1989 – 2009

Mit:

Albrecht von Lucke, Journalist und Buchautor
Tissy Bruns, Journalistin, Der Tagesspiegel
Dr. Gunter Hofmann, Journalist, Die Zeit

Moderation:
Marianne Zepp, Referentin, Demokratie und Zeitgeschichte, Heinrich-Böll-Stiftung

Informationen:
Eike Botta
Fon: 030 - 285 34 235
E-Mail: zeitgeschichte@boell.de

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15. Mai 2009 - Rostock

Geschichtsbilder – Deutungen der DDR-Geschichte vor und nach 1989/90
Tagung

Sechzig Jahre nach Gründung der beiden deutschen Staaten und zwanzig Jahre nach der turbulenten Wendezeit, die zum Ende der Teilung wie des Kalten Krieges führte, verblasst zunehmend die Erinnerung an die Geschichte der DDR. Während sie im Schulunterricht eine immer geringere Rolle spielt und ihre Darstellung im visuell-emotionalen Medium Fernsehen zwischen Extremen einer verklärenden Alltagsnostalgie und dramatisierenden Stasi-Fixiertheit schwankt, streiten die Zeithistoriker darüber, ob es überhaupt eine Zukunft für die DDR als Gegenstand der Geschichtsschreibung gibt oder sie auf eine Fußnote zusammenschrumpft. Die Tagung „Geschichtsbilder“ erörtert den Deutungswandel der DDR-Geschichte vor und nach 1989/90 und wirft die weiterhin kontroverse Frage auf: Was war die DDR, was bleibt von ihr?
Eine Anerkennung als Fortbildung für Lehrende wird beantragt.

Veranstalter:  Bildungswerk Mecklenburg-Vorpommern der Heinrich-Böll-Stiftung

Kooperation: Historischen Institut der Universität Rostock

Veranstaltungsort: Internationales Begegnungszentrum Rostock e.V., Bergstraße 7a

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10. Mai 2009 - Berlin

Gäste kommen und gehen. Oder der Verkauf der Landeskinder
Szenische Lesung eine Stückes von Jürgen Fuchs
Lesung

Deutschland in den 80er Jahren. Ein ehemaliger Häftling, von der DDR verkauft, kommt in West-Berlin an. Er sitzt in einem Café, beobachtet, wartet, erinnert sich und trifft auf andere Zeitgenossen - ein so eindringliches wie faszinierendes Drama der Stimmen, Wahrnehmungen und Ansichten, "eine literarische Collage, die benennt, was in deutsch-deutschen Grenzziehungen vernebelt wird" (Wolf Biermann).

Anlässlich des 10. Todestages von Jürgen Fuchs, der wegen seines Schreibens und Denkens in Hohen schönhausen inhaftiert war und 1977 zur Ausreise aus der DDR gezwungen wurde, lesen Schauspieler des Deutschen Theaters in Kooperation mit der Robert-Havemann-Gesellschaft sein Stück "Gäste kommen und gehen oder Der Verkauf der Landeskinder".

Eintritt: 5 €
Kasse: 030 284 41-225

Fachkontakt:
Michael Stognienko
E-Mail: stognienko@boell.de

Ort:
Deutsches Theater, DT-Box
Schumannstr. 13 A
10117 Berlin

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9. Mai 2009 - Berlin

Jürgen Fuchs - Schriftsteller und Bürgerrechtler
Gedenkveranstaltung anläßlich des 10. Todestages von Jürgen Fuchs

Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit, eröffnet die Tagung bei der Jürgen Fuchs auf verschiedenen Podien als Bürgerrechtler, als Schriftsteller und als Aufklärer gewürdigt wird. Abends schließen sich Konzerte von Wolf Biermann und Mikolás Chadima und der MCH-Band aus Prag an.

Mit u.a.:
Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit
Lukas Beckmann, Bündnis 90/Grüne
Esther Dischereit, Autorin
Wolfgang Templin, Publizist
Uwe Lehmann-Brauns, Vizepräsident des Berliner Abgeordnetenhauses

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung

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29. April 2009 - Frankfurt am Main

Vierter Grüner Salon:
Bündnis 90 / Die Grünen seit der Wende

Kaum zu glauben, aber wahr: Zwanzig Jahre sind in diesem Jahr seit dem Fall der Mauer vergangen! Jahre, in denen sich die Welt zum Teil dramatisch verändert hat, in denen wir aber auch Entwicklungen registrieren mussten, die in Richtung der Wiederherstellung des Status quo ante tendieren, wenn wir beispielsweise den Blick auf die Russländische Föderation richten, wo der Kreml erneut die maßgebliche Instanz für die Geschicke des Landes geworden ist.

Das Jubiläumsjahr wird Anlass sein für zahlreiche Veranstaltungen zum Topos „1989“, in denen seine Bedeutung für uns, für Europa und für die Welt in allen erdenklichen
Richtungen und Facetten zum Thema gemacht werden wird.

Wir wollen mit unserem vierten grünen Salon einen anderen Weg beschreiten. Genauer gesagt, wollen wir die Parteientwicklung von Bündnis 90/ Die Grünen seit der Wende näher betrachten. Dazu gehört auch, die Frage nach der innerparteilichen Einheit zu stellen: Was eint, was trennt Ost- und West-Grüne? Und darüber hinaus gilt es, den Blick in die Zukunft zu richten: Was bedeutet 1989 für jüngere Grüne und ihr Verständnis von Politik und Gesellschaft? Welche Lehren, welche Konsequenzen verbinden Grüne mit „1989“?

Der grüne Salon der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen ist als Ort gedacht, an dem aktuelle und politisch brisante Themen mit verschiedenen Gästen gemeinsam diskutiert werden können.


Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung Hessen e.V.

Veranstaltungsort: Cafe im Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44, Frankfurt am Main


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Prof. Dr. Gesine Schwan
Foto: Winfried Mausolf

26. April 2009 - Frankfurt/Main

Einigkeit und Recht und Freiheit
Rede und Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Gesine Schwan

Diskussion mit:
Prof. Dr. Gesine Schwan,
Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin 2009
Prof. Dr. Ulrich K. Preuß, Verfassungsrechtler, Hertie School of Governance, Berlin
Prof. Dr. Richard Schröder, Theologe, Humboldt Universität zu Berlin

Moderation:
Ralf Fücks,
Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.


Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis zum 21. April per Mail unter paulskirche@boell.de oder mit beiliegendem Flyer
per Post oder per Fax 030/285 34-109 an.

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung Berlin in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen.

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23. April 2009 - Berlin

Die Dynamik der Bürgerbewegung
Werner Schulz berichtet über seine Erfahrungen aus dem Sommer 1989
Abendveranstaltung, Diskussion mit ZeitzeugInnen

Diskussion mit anschließendem Empfang und Führung durch das Archivmagazin.

Mit: Werner Schulz, ehemaliges Mitglied der Volkskammer und des Bundestages, kandidiert für Bündnis 90/ Die Grünen im Europäischen Parlament

Moderation:
Vera Lorenz, Heinrich-Böll-Stiftung

Veranstaltungsort:
Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich-Böll-Stiftung

Veranstalter: Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich-Böll-Stiftung

Infos:
Anne Vechtel
Tel: 030/28534-260 oder 262

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21. April 2009 – Berlin

"Die Grenze – Fotodokumente von damals und heute"
Ausstellungseröffnung, Gespräch und Film

Mit:
Jürgen Ritter, Fotograf, Barum/Niedersachsen
Michael Cramer, Europaabgeordneter, Bündnis 90/ Die Grünen, Berlin

In der Ausstellungseröffnung der Fotoausstellung des mit dem Einheitspreis 2007 ausgezeichneten Fotographen Jürgen Ritter werden einhundert Fotos von der ehemaligen innerdeutschen Grenze, dem Fall der Mauer und der heutigen Situation gezeigt. Der Gegensatz zwischen den Bildern der aktuellen Situation und den Grenzbildern bilden den besonderen Reiz der Ausstellung.

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung

Fachkontakt:
Michael Stognienko
Projektmanager
Fon: 030-28534-241
E-Mail: stognienko@boell.de

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21. April 2009 - Berlin

Aus dem wunderbaren Jahr der Anarchie
Lesung von Texten - mutigen, ungehorsamen und komischen - aus dem Wendejahr 1989/90

Lesung

Mit: verschiedene AutorInnen und SchauspielerInnen

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

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14. April 2009 - Berlin

Facetten der Dissidenz in der DDR
Auch in der DDR gab es ‚Gammler' (später ‚Blueser' genannt) oder Punks.

Podiumsdiskussion

Mit: Claudia Petzold-Kaiser (Bohèmeforscherin), Dirk Moldt (Aktivist in der kirchl. Offenen Arbeit), Dirk Teschner (telegraph)

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

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24. März 2009 - Berlin

Aufbrüche 1968 in West und Ost -
sehr verschieden, untergründig miteinander verbunden?
Abendveranstaltung

Mit: Ulrich Enzensberger, Ute Kätzel, Stefan Wolle

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

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19. und 20. März 2009 - Berlin:

20 Jahre 1989 - Europa im Aufbruch
Demokratie und Marktwirtschaft: Ideale von gestern?
Internationale Konferenz der Veranstaltungsreihe 1989 - Europa im Aufbruch

Mit:
Renate Künast, MdB, Bündnis 90/Die Grünen; Adam Krzeminski, Redakteur der Zeitschrift "Polityka", Warschau; Péter Ákos Bod, Professor für Wirtschaftspolitik, Corvinus University of Budapest; Rebecca Harms, MdEP, Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz; Philippe Nemo, Professor für Wirtschaftsphilosophie, ESCP-EAP; Werner Schulz, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Medienpartner: Freitag und Internationale Politik

Information:
Bastian Hermisson
Referent EU/Nordamerika
head of department EU/North America
E-Mail: hermisson@boell.de
Telefon: +49-30-285 34 380

This event description is also available in English.

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17. März 2009 - Berlin:

Frauen in der Politik. Acht Senatorinnen 20 Jahre nach dem "Hexenfrühstück"

Am 17. März 1989 trat der erste sog. rot-grüne Senat der Stadt Berlin unter Walter Momper sein Amt an. Nicht davor und nicht danach war eine so große Zahl Frauen an politischen Schlüsselstellen in der Stadt tätig.
 
Wir bringen sie alle zusammen, zwanzig Jahre danach, an historischer Stelle, dem damaligen Rathaus von West-Berlin. Und wir stellen die Machtfrage: Wie viel davon hatten sie in ihren Ressorts? Was können sie uns als Zeitzeuginnen einer bewegten Zeit der jüngsten deutschen Geschichte berichten? Was bringen sie uns näher zum Thema politische und Frauenvernetzung?
 
Teilnehmerinnen auf dem Podium:

Ingrid Stahmer (Bürgermeisterin und Frauen, Jugend und Familie), Michaele Schreyer (Stadtentwicklung und Umweltschutz), Jutta Limbach (Justiz), Anne Klein (Frauen, Jugend und Familie), Sybille Volkholz (Schulwesen, Berufsbildung und Sport), Anke Martiny (Kulturelle Angelegenheiten), Dr. Heide Pfarr (Bundesangelegenheiten und Schulwesen, Berufsbildung und Sport), Barbara Riedmüller-Seel (Wissenschaft und Forschung),. 

Nach einer Diskussion unter den Gästen und mit dem Publikum wird es im Anschluss auch Gelegenheit zum Austausch bei einem kleinen Imbiss geben.

Veranstaltungsort: Rathaus Schöneberg, Willy-Brandt-Saal  

Anmeldung per E-Mail unter: frauen@bildungswerk-boell.de

Kooperation: August-Bebel-Institut

Veranstalter:  Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung 

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Bundesweite Projekte und Initiativen
http://www.mauerfall09.de Video: Was ist für dich Demokratie? 19./20. März 2009 Internationale Konferenz: 1989 - Europa im Aufbruch Super 700 – die siebenköpfige Band aus Berlin will sich nicht in Schubladen stecken lassen. Frontfrau Ibadet Ramadani spricht über Identität, Europa und ihre Musik. Dazu gibt es Musikausschnitte von Super 700.