Publikationen

17. März 2009

Vaterlandslose Gesellen oder Revolutionäre?

Nach dem 9. November 1989, dem Tag der Maueröffnung, meldeten sich täglich bis zu 3000 Deutsche aus der DDR bei den Behörden in der Bundesrepublik und baten um Aufnahme. Die Flüchtlinge beeinflussten damit den Revolutionsprozess in der DDR vom Herbst 1989 erheblich: eine Veränderung der DDR, die Suche nach einem "dritten Weg" wurde zunehmend obsolet. Der Fluchtwelle von 1989/90 war die Ausreisebewegung vorausgegangen. Mehr als 100 000 DDR-Bürger hatten bis dahin einen Ausreiseantrag gestellt und waren deswegen Repressionen des Staates ausgesetzt. Solidarität und die Suche nach einer gemeinsamen Verteidigung gegen dieses Unrecht ließen zahlreiche Oppositionsgruppen entstehen, die sich wie andere Oppositionelle unter dem Dach der Kirche trafen.
 
Die Beiträge im vorliegenden Tagungsband beschäftigen sich mit den Forderungen der Ausreiseantragssteller, ihren politischen Konsequenzen sowie mit den Verfolgungsmaßnahmen der Staatssicherheit. Parallel dazu wird die Rolle anderer Oppositionsgruppen in den 1980er Jahren und während des Umbruchs 1989/90 analysiert.
 
» Inhaltsverzeichnis

Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt (Hrsg.):
Vaterlandslose Gesellen oder Revolutionäre?
Das Verhältnis von Ausreisebewegung und Oppositionsgruppen in der DDR der 1980er Jahre.
Halle (Saale); 1. Auflage 2009
ISBN 978-3-941061-04-0
Broschüre: 70 Seiten

Die Publikation ist bei der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt erhältlich.
Preis: Versandkosten.
 
Bestelladresse:
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 36
Tel. 0345-202 39 27
E-mail: info@boell-sachsen-anhalt.de  Internet: http://www.boell-sachsen-anhalt.de

Cover: Grünes Gedächtnis 2009

Grünes Gedächtnis 2009

Zum zwanzigsten Mal jährt sich 2009 der Aufbruch der ostdeutschen Bürgerbewegungen, der im November 1989 zur politischen Revolution in der DDR und binnen eines Jahres zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten führte. Viele interessante Details und Zusammenhänge aus der Anfangszeit dieser historischen Wende sind nicht bekannt oder bereits vergessen. Das Archiv Grünes Gedächtnis versucht in seinem neuen Jahrbuch einige Protagonisten von damals in Erinnerung zu rufen und ihr mutiges Handeln zu beleuchten. Irena Kukutz stellt in ihrem Beitrag die Umstände der Entstehung des Neuen Forums im Herbst 1989 dar, an der sie persönlich beteiligt war. Ebenso berichtet Elisabeth Weber über ihre persönlichen Erfahrungen bei der sich anbahnenden Zusammenarbeit von Bürgerbewegungen (Ost) und Grünen (West). Ihr Text basiert auf einem unveröffentlicht gebliebenen Bericht, den sie an der Jahreswende 1989/1990 geschrieben hat. Anne Ulrich, die bereits zahlreiche Forschungen zum Unabhängigen Frauenverband vorgelegt hat, zieht in ihrem Beitrag eine Bilanz der Erfahrungen dieses Verbandes.

Des Weiteren finden sich u.a. noch folgende Beiträge in diesem Jahrbuch 2009: „Der Archivbestand Gerhard Bächer und Grüne Partei in der DDR“, „Die Gründung der Grü-nen Partei in der DDR“, „Das Zeitzeuginnengespräch: Christa Nickels zu den grünen Anfängen im Kreis Heinsberg, zur Rotation und zum Feminat“.
 
Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.):
Grünes Gedächtnis 2009
Berlin, Februar 2009, 96 Seiten, zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-927760-98-1

Download:
Die Vollversion können Sie sich von dieser Seite herunterladen (pdf, 2 MB, 100 Seiten)

Das Jahrbuch ist im Archiv Grünes Gedächtnis sowie bei der Heinrich-Böll-Stiftung erhältlich.

Bestelladresse:
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin
Tel. 030-285340/ Fax: 030-28534109
E-mail: info@boell.de Internet: http://www.boell.de/

Rudolf Bahro – Glaube an das Veränderbare

Eine Biographie.
Rudolf Bahro ist ein Philosoph, der aus der Enge der DDR heraus radikal systemkritisch sowie global und ökologisch gedacht hat. Bekannt wurde er 1977 durch sein Buch "Die Alternative", eine Abrechnung mit dem System der "organisierten Verantwortungslosigkeit" im "realexistierenden Sozialismus", für die er ins Gefängnis nach Bautzen kam.
Nach seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik entwickelte sich Bahro zu einem Vordenker der Öko- und Friedensbewegung sowie zum fundamentalen Kritiker einer Arbeits- und Lebensweise, die nach seiner Auffassung die Menschheit immer schneller an den Rand des Abgrunds führt.
Die Biographie zeigt Rudolf Bahro nicht nur als politischen Akteur und als Wissenschaftler, sondern beleuchtet auch seine Lebensweise und seine vielfältigen, oft konfliktreichen persönlichen Beziehungen.

656 Seiten, 30 Abbildungen, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 3-86153-270-0
29.90 EUR

Der Bündnis-Fall

Politische Perspektiven 10 Jahre nach Gründung des Bündnis 90
Am 21. September 1991 wurde das Bündnis 90, das sich 1993 mit den Grünen zu Bündnis 90/ Die Grünen zusammenschloss, aus drei DDR-Bürgerbewegungen als Partei gegründet. Der zehnte Jahrestag dieser Gründung ist Anlass für einen Rückblick, der von melancholischen bis bitteren Tönen geprägt ist.

251 Seiten,
ISBN 3-86108-796-0
12.50 EUR



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Bundesweite Projekte und Initiativen
http://www.mauerfall09.de Video: Was ist für dich Demokratie? 19./20. März 2009 Internationale Konferenz: 1989 - Europa im Aufbruch Super 700 – die siebenköpfige Band aus Berlin will sich nicht in Schubladen stecken lassen. Frontfrau Ibadet Ramadani spricht über Identität, Europa und ihre Musik. Dazu gibt es Musikausschnitte von Super 700.