Deckenlampe / Bullauge, Foto: Martin Bartholmy
Performance in Tokio. Foto: buck82. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
Einführung
Kunst als Seismograph
Die Politik tut gut daran, das ästhetische Feld nicht aus den Augen zu verlieren. In den Texten eines Literaten, der Installation eines Künstlers oder der Inszenierungspraxis eines Regisseurs artikulieren sich oftmals Problemstellungen, noch bevor sie die Bühne des Parlamentarischen erreichen. Die Künste prozessieren in ihrer Formenvielfalt das vor, was einmal relevant werden könnte. Ebenso legen jugendliche Subkulturen, die visuellen Botschaften der Werbung oder die Narrativen des Sports politische Lesarten nahe. Ihre seismographische, zeitdiagnostische Funktion macht diese kulturellen Arenen als Analyseobjekte äußerst wertvoll. Die thematische Schnittstelle „Ästhetik & Politik“ zielt auf die wechselseitige Suche nach möglichen Verbindungspunkten, den ständigen Abgleich von unterschiedlichen Wahrnehmungsweisen. Gibt es so etwas wie „cultural politics“ als gemeinsames Drittes? Es wäre schön, daran zu glauben.

Schriften zu Bildung und Kultur, Band 10

Konzeptgedanken zur Errichtung eines Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit

1. Februar 2012 - Wir leben in einer Zeit des umfassenden gesellschaftlichen Übergangs, in einer Zeit des "nicht mehr und noch nicht". An dieser Diagnose setzt die Notwendigkeit an, das Ästhetische in die Nachhaltigkeitsdebatte einzuführen. Sie basiert auf der Behauptung, dass künstlerische Strategien für die radikal offenen Kontexte, für den Umgang mit Leere am besten geeignet sind. mehr»

Kunstprojekt SurVivArt: Kunst für das Recht auf ein "Gutes Leben"

- 5. Januar 2012 - Für das Kunstprojekt SurVivArt hat die Heinrich-Böll-Stiftung Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt eingeladen, im eigenen Umfeld durch künstlerische Produktion und Kommunikation über das „gute Leben“ zu reflektieren. Am 5. Februar 2012 wird die Ausstellung mit ihren Arbeiten in Berlin eröffnet. mehr»

Politische Webvideos gewinnen beim Viral Video Award

- 22. November 2011 - Im Rahmen des 27. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin wurde der Viral Video Award für die besten viralen Videos des Jahres vergeben. Sowohl Jury wie auch Publikum entschieden sich für politische Filme. Markus Reuter mehr»

Ausstellung

Neue religiöse Bewegungen in Städten: The Urban Cultures of Global Prayers

- 1. November 2011 - Neue religiöse Bewegungen spielen in den Städten eine immer wichtigere Rolle. Sie verändern die urbane Topographie, treten als wirtschaftliche wie auch als politische Akteure auf und ersetzen nicht selten die Rolle des Staates – quer durch alle Weltregionen und Religionen. Die Ausstellung the Urban Cultures of Global Prayers ermöglicht einen differenzierten Blick auf diese Phänomene. mehr»
Heinrich Mann PEN-Club

90 Jahre Poets, Essayists, Novelists: Geschichte und Zukunft

- 16. September 2011 - Die Geschichte der deutschen Exilliteratur ist eng verknüpft mit der Geschichte der internationalen Schriftstellervereinigung "Poets, Essayists, Novelists". Jetzt feiert der deutsche Verein seinen neunzigsten Geburtstag. Ihre Erinnerung aufrechtzuerhalten besitzt besonders vor dem Hintergrund einer transnationalen neuen Weltliteratur unbedingte Aktualität. Wilfried F. Schoeller mehr»

Dokumentation

Kleist und Krieg

- 20. Mai 2011 - Zum 200. Todestag Heinrich von Kleists konfrontiert das interdisziplinäre Theaterprojekt NEUNMALKLEIST Biografie und Briefwechsel des Dichters mit einer Auswahl seiner literarischen Werke. Die Eröffnung der Reihe fand am 30. April in der Heinrich-Böll-Stiftung statt. mehr»
Mann mit grauen Haaren und Lederweste an Mikrofon vor Schild "Tschernobyl 25 - expeditionen"

Besuch in Tschernobyl: Eine Landpartie

- 26. April 2011 - Am 26. April 1986 kam es in dem Reaktor eines ukrainischen Kernkraftwerks zu dem bisher größten nuklearen Unfall der Menschheitsgeschichte. Zu der Zeit war Walter Mossmann ein Hauptakteur der westdeutschen Anti-Atomkraft-Bewegung. 23 Jahre später fährt er als Tschernobyl-Tourist durch die verstrahlte Zone.  Walter Mossmann mehr»
Mann mit grauen Haaren und Lederweste an Mikrofon vor Schild "Tschernobyl 25 - expeditionen"

Eröffnungsrede: Die Straße der Enthusiasten

- 26. April 2011 - Als wir das Projekt "Tschernobyl 25 - expeditionen" konzipierten, lag die neuerliche Katastrophe in Fukushima noch weit entfernt. Walter Mossmann, einer der Mitinitiatoren des Projekts und neben Eva Morat Kurator der Ausstellung „Die Straße der Enthusiasten“ zur Eröffnung der Ausstellung. Walter Mossmann mehr»
Bilder-Galerie und Betrachter

Die Straße der Enthusiasten: Werke

- 9. März 2011 - Die Ausstellung "Die Straße der Enthusiasten" hat ihren Namen von einer Straße der für das AKW gebauten und durch den GAU verstrahlten Stadt Prypjat. Eine Präsentation der drei Teile der Ausstellung. mehr»

Friedensfilmpreis der Berlinale

- Der Friedensfilmpreis wird jedes Jahr verliehen. Er ist mit 5000 Euro dotiert. Der Preis geht an einen Film, der die ästhetischen Mittel des Films in besonderer Weise in den Dienst des friedlichen Miteinanders und des sozialen Engagements stellt. mehr»

Mit Kraft und Brisanz: Der Friedensfilmpreis wird 25

- 10. Februar 2010 - Schöner kann man es kaum sagen: „Der Friedensfilmpreis ist die beste Anerkennung, die man kriegen kann“, erklärt Oscar-Preisträger Pepe Danquart. Der einzige Friedenspreis auf einem A-Festival ist in seinem 25. Jahr fester Bestandteil der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Das war nicht immer so. Ein Rückblick von Boris Buchholz mehr»

Ausstellung und Symposium: "nochnichtmehr - Handeln im unmarkierten Raum"

- Bis 10. Oktober versammelten Künstlerinnen und Künstler wie Nevin Aladag, Lucia Dellefant, Ralf Homann, Martin Kaltwasser, Andreas Mayer-Brennenstuhl, Yoko Ono, Elodie Pong, Oliver Ressler, Johannes Stüttgen, Albrecht Wild, Georg Winter und Hans Winkler ihre unterschiedlichen Positionen. Kunst, die nicht nur in einem geschlossenen Showroom funktioniert, sondern nach außen verweist. mehr»
Portrait: Urvashi Butalia

Die Indiens Frauen eine Stimme gibt

- 11. August 2009 - Die Verlegerin Urvashi Butalia ist eine Pionierin feministischer Literatur, weiblicher Oral History und Chronistin der Frauenbewegung in Indien. Ein Porträt. Von Sven Hansen mehr»

Dokumentation

„Die Kirsche auf dem Eisbecher“

- 30. April 2009 - Hat die Krise die Kunst erreicht? Wie denken private und öffentliche Kunstvermittler über die Zukunft ihrer Institutionen? Der Spielstand #11 debattierte zu Kunstmarkt und Ausstellungspolitik und zeigte, dass die Lagebeurteilungen weitaus nüchterner ausfallen als der genüssliche Katastrophismus in den Medien. Von Karin Lenski mehr»
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Dokumentation

Spielstand #10: „Die Nutzer sind verdorben“

- 3. März 2009 - Filme für lau, Musikstücke ohne Entgelt: Befinden wir uns angesichts Tauschbörsen und Gratiskultur im Internet längst jenseits von Regeln? Spielstand #10 widmete sich der schwierigen Debatte über die Abstimmung von zeitgenössischer kultureller Produktion und zeitgemäßer politischer Urheberrechtsevolution. mehr»

Salon

Critical Consumer Practice

- Mit Kunst, Analysen, Aktionen und Erzählungen hat die Heinrich-Böll-Stiftung, als Gastgeber des Salons "Critical Consumer Practice", die ökologischen Folgen des Konsums sichtbar gemacht. Dem Mythos der individuellen Konsumfreiheit hat sie Vorschläge und Werkzeuge zugunsten der Nachhaltigkeit entgegengesetzt. mehr»

Dokumentation

Spielstand #9: Dem Archiv verschrieben – zur Politik des Sammelns

- 8. Dezember 2008 - Im Archiv treffen sich Gesellschaft, Kultur und Kunst. Es wird gesagt, wir befänden uns heute in einem regelrechten „Archivfieber“, in einer Zeit, die sich auf die Vergangenheit ausrichtet. Archive sind jedoch nicht nur Orte der Aufbewahrung, sie sind auch Orte der Produktion. mehr»

Dokumentation

Spielstand #8: Teams & Subjects

- 7. Oktober 2008 - Spielstand #8 fragte nach Autorschaft in kooperativen Zusammenhängen. Vier Künstlergruppen präsentierten ihre Arbeit sowie ihre Vorstellungen darüber, ob die einzelne Künstlerposition in der Gruppenarbeit gestärkt wird oder eher verschwindet. Mit: Konsortium (Sebastian Freytag), FiloArt (Anonymus), Global Alien (Lizza May David) und Salon des Belles Utopistes (Andrea Knobloch, Silke Riechert). mehr»
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Blog "Was ist der deutsche Traum?" Wissen, was wirkt! Die Campustour 2010 der Heinrich-Böll-Stiftung