Die Politik tut gut daran, das ästhetische Feld nicht aus den Augen zu verlieren. In den Texten eines Literaten, der Installation eines Künstlers oder der Inszenierungspraxis eines Regisseurs artikulieren sich oftmals Problemstellungen, noch bevor sie die Bühne des Parlamentarischen erreichen. Die Künste prozessieren in ihrer Formenvielfalt das vor, was einmal relevant werden könnte. Ebenso legen jugendliche Subkulturen, die visuellen Botschaften der Werbung oder die Narrativen des Sports politische Lesarten nahe. Ihre seismographische, zeitdiagnostische Funktion macht diese kulturellen Arenen als Analyseobjekte äußerst wertvoll. Die thematische Schnittstelle „Ästhetik & Politik“ zielt auf die wechselseitige Suche nach möglichen Verbindungspunkten, den ständigen Abgleich von unterschiedlichen Wahrnehmungsweisen. Gibt es so etwas wie „cultural politics“ als gemeinsames Drittes? Es wäre schön, daran zu glauben.
6. Februar 2013 -
Manche nennen in den „Meister der Lakonie und der Kargheit“: Gerbrand Bakker, der 1962 im niederländischen Wieringerwaad geborene Schriftsteller, der seit 2006 mit Titeln wie „Oben ist es still“ und „Im Juni“ ein breites Publikum begeistert und dafür bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, war mit seinem neuesten Roman, „Der Umweg“ Gast beim ersten „Literarischen Abend“ des Jahres 2013.
Veronika Petersmehr»
- 17. Januar 2013 - Tonmitschnitte der letzten Sitzungen des Zentralkomitees dokumentieren die verzweifelten Rettungsversuche, erbitterten Wortgefechte und tumultartigen Szenen vor dem Absturz der SED-Herrschaft im Herbst 1989. Das Theater 89 bringt diese nun auf die Bühne. Anschließend diskutieren der Mitherausgeber der Protokolle, Gerd-Rüdiger Stephan, das ehemalige ZK-Mitglied Helmut Müller und Jens Hüttmann von der Bundesstiftung Aufarbeitung über die Ereignisse. mehr»
- 17. Januar 2013 -
"Ihr Denken veränderte die Welt" - mit diesem Untertitel kommt der neuste Film von Margarete von Trotta dieser Tage in Deutschland in die Kinos. Die Hauptrolle in dem biographisch angelegten Werk spielt Barbara Sukowa. Eine Rezension von Marianne Zepp, Programmdirektorin unseres Israel-Büros.
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- 14. Dezember 2012 -
Die Inszenierung von „Odysseus.Krieg.Entzug“ eröffnete am 12. Dezember 2012 das Jahresprojekt "Krieg im Kopf". Das interdisziplinäre Stück schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft und Kunst: es verbindet die Rolle Odysseus als ersten Kriegsdienstverweigerer der klassischen Weltliteratur mit aktuellen Geschehnissen und Traumaforschung. mehr»
- 20. November 2012 -
Im Rahmen des 28. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin wurde am 16. November der Viral Video Award für die besten Webvideos des Jahres vergeben. Hier sind die Gewinner.
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- 17. Oktober 2012 -
Berlin: Hauptstadt der Gegensätze. Eine Nacht lang streiften die Autor/innen eines Workshops mit Schriftsteller Feridun Zaimoglu durch die Straßen, Clubs und Shopping-Malls der Stadt. Die gewonnenen Eindrücke wurden in Rekordzeit verdichtet, mit Musik versetzt und live auf der Bühne performt.
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- 16. Oktober 2012 -
Im Mittelpunkt des Vortrages von Prof. Hans Thies Lehmann stehen die Fragen nach der Transformation des Kunstbegriffs im Spiegel der Kunstpraktiken gegenwärtiger sozialer Bewegungen, Überlegungen zu einer Ästhetik des Risikos und Gedanken zu Differenzierungsmöglichkeiten einer Ästhetik des Widerstandes und des Aufstandes.
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- 10. Oktober 2012 - Der rein beobachtende Blick genügt vielen Künstler/innen nicht mehr. Die neuen gesellschaftlichen Bewegungen suchen die Kunst als Mitdenker und Verstärker und zielen auf Veränderung. Einleitung zum Vortrag „Ästhetik des Aufstands?“ von Prof. Hans-Thies Lehmann im Rahmen des "Foreign Affairs"-Festivals. mehr»
- 13. September 2012 -
Erstmals in deutscher Sprache auf der Bühne gelesen: die Plädoyers der drei Aktivistinnen, Aussagen von Zeugen der Anklage und die Befragung durch die Richterin - verbunden mit Auszügen aus der „Antigone“ des Sophokles ergaben sie die Performance „Pussy Right“.
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- 27. April 2012 -
Wenn ein Usbeke, ein Paschtune und ein Tadschike zusammen Musik machen, ist das in Afghanistan schon eine Sensation. "Kabul Dreams" ist die erste Indierockband des Landes - zuletzt wagten sie sogar ein Straßenkonzert in der Hauptstadt.
Marian Brehmermehr»
- 22. März 2012 -
In den letzten zwanzig Jahren hat in der modernen Kunstszene im Nahen Osten ein Emanzipationsprozess begonnen, der eine neue junge und provokative Generation von Künstlern hervorgebracht hat, die nicht nur in der arabischen Welt ausstellen, sondern auch auf dem internationalen Parkett der Kunstwelt angekommen sind.
Alia Rayyan mehr»
- 29. Februar 2012 - Das Ziel dieser Initiative ist es, aktuelle ästhetische und kulturpolitische Diskurse zu vermitteln sowie Best-Practice-Modelle zu präsentieren, um den Dialog der Kulturpolitiker und –verantwortlichen „vor Ort“ mit neuen Impulsen und Möglichkeiten zu bereichern. Im Zentrum der Besuche und Diskussionen stehen Produktionen deutscher Stadttheater und zukunftsweisende alternative Institutionen und Initiativen. Unser besonderes Augenmerk gilt dem Kontext von Migration und Partizipation. zur Ausschreibung»
- 16. Februar 2012 - Was wir hier sehen, ist ein Mosaik sehr unterschiedlicher Perspektiven. Was sonst. Die Kunstwerke erzählen sehr unterschiedliche Geschichten: von der Suche nach dem „Guten Leben“, der Suche nach Balance, Glück und Zufriedenheit, von verantwortlichem und zugleich kreativem und spielerischem Umgang mit Ressourcen und neuen Formen des Konsums und des Miteinanders. Sie erzählen von der Kraft, mit dem der Künstler und Künstlerin mit ihrer Kunst beflügeln und zum „Guten Leben“ beitragen können. Barbara Unmüßigmehr»
- 1. Februar 2012 - Wir leben in einer Zeit des umfassenden gesellschaftlichen Übergangs, in einer Zeit des "nicht mehr und noch nicht". An dieser Diagnose setzt die Notwendigkeit an, das Ästhetische in die Nachhaltigkeitsdebatte einzuführen. Sie basiert auf der Behauptung, dass künstlerische Strategien für die radikal offenen Kontexte, für den Umgang mit Leere am besten geeignet sind. mehr»
- 2. Dezember 2011 -
Am 1. Dezember ist die deutsche Schriftstellerin Christa Wolf in Berlin verstorben. Auf der Matinee zum 80. Geburtstag Heinrich Bölls hielt sie im Dezember 1997 die Festrede. Wir erinnern aus Anlass ihres Todes an die Seelenverwandtschaft der beiden großen deutschen Autoren.
Christa Wolfmehr»
- 5. Januar 2012 - Für das Kunstprojekt SurVivArt hat die Heinrich-Böll-Stiftung Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt eingeladen, im eigenen Umfeld durch künstlerische Produktion und Kommunikation über das „gute Leben“ zu reflektieren. Am 5. Februar 2012 wurde die Ausstellung mit ihren Arbeiten in Berlin eröffnet. Sie sind noch bis zum 24. Februar zu sehen. mehr»
- 22. November 2011 -
Im Rahmen des 27. Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin wurde der Viral Video Award für die besten viralen Videos des Jahres vergeben. Sowohl Jury wie auch Publikum entschieden sich für politische Filme.
Markus Reutermehr»
- 1. November 2011 -
Neue religiöse Bewegungen spielen in den Städten eine immer wichtigere Rolle. Sie verändern die urbane Topographie, treten als wirtschaftliche wie auch als politische Akteure auf und ersetzen nicht selten die Rolle des Staates – quer durch alle Weltregionen und Religionen. Die Ausstellung the Urban Cultures of Global Prayers ermöglicht einen differenzierten Blick auf diese Phänomene.
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- 16. September 2011 -
Die Geschichte der deutschen Exilliteratur ist eng verknüpft mit der Geschichte der internationalen Schriftstellervereinigung "Poets, Essayists, Novelists". Jetzt feiert der deutsche Verein seinen neunzigsten Geburtstag. Ihre Erinnerung aufrechtzuerhalten besitzt besonders vor dem Hintergrund einer transnationalen neuen Weltliteratur unbedingte Aktualität.
Wilfried F. Schoellermehr»
- 14. Juli 2011 -
Das internationale Kunstprojekt „SurVivArt“ beschäftigt sich mit der Frage, wie im Globalen Süden nachhaltig und partizipativ ein „Gutes Leben“ erreicht werden kann. Die Herangehensweisen könnten unterschiedlicher kaum sein.
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- 23. Juni 2011 -
Hans Falladas Roman „Jeder stirbt für sich allein“ handelt von einem Ehepaar im Widerstand gegen die Nazis. Die kürzlich erschienene hebräische Übersetzung des Klassikers ist in Israel ein großes Thema. Wie nehmen die Isrealis das Werk wahr?
Yossi Yonahmehr»
- 20. Mai 2011 - Zum 200. Todestag Heinrich von Kleists konfrontiert das interdisziplinäre Theaterprojekt NEUNMALKLEIST Biografie und Briefwechsel des Dichters mit einer Auswahl seiner literarischen Werke. Die Eröffnung der Reihe fand am 30. April in der Heinrich-Böll-Stiftung statt. mehr»
- 26. April 2011 - Die ukrainische Stadt Prypjat existierte von allen untergegangenen Städten am kürzesten, nur sechzehn Jahre. Der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch hat die verstrahlte Stadt besucht. Juri Andruchowytschmehr»
- 26. April 2011 -
Am 26. April 1986 kam es in dem Reaktor eines ukrainischen Kernkraftwerks zu dem bisher größten nuklearen Unfall der Menschheitsgeschichte. Zu der Zeit war Walter Mossmann ein Hauptakteur der westdeutschen Anti-Atomkraft-Bewegung. 23 Jahre später fährt er als Tschernobyl-Tourist durch die verstrahlte Zone.
Walter Mossmannmehr»
- 26. April 2011 -
Als wir das Projekt "Tschernobyl 25 - expeditionen" konzipierten, lag die neuerliche Katastrophe in Fukushima noch weit entfernt. Walter Mossmann, einer der Mitinitiatoren des Projekts und neben Eva Morat Kurator der Ausstellung „Die Straße der Enthusiasten“ zur Eröffnung der Ausstellung.
Walter Mossmannmehr»
- 9. März 2011 -
An der Ausstellung "Die Straße der Enthusiasten" wirken neun Künstler/innen mit. Eine Vorstellung der verschiedenen Menschen und Lebensläufe.
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- 9. März 2011 -
Die Ausstellung "Die Straße der Enthusiasten" hat ihren Namen von einer Straße der für das AKW gebauten und durch den GAU verstrahlten Stadt Prypjat. Eine Präsentation der drei Teile der Ausstellung.
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Der Friedensfilmpreis wird jedes Jahr verliehen. Er ist mit 5000 Euro dotiert. Der Preis geht an einen Film, der die ästhetischen Mittel des Films in besonderer Weise in den Dienst des friedlichen Miteinanders und des sozialen Engagements stellt.
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- 3. Mai 2010 - Am 27.-30. Mai 2010 veranstaltete die Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Goethe-Institut die dritten deutsch-israelischen Literaturtage. Das Motto in diesem Jahr ist "Heimat im Heute". mehr»
- 21. Februar 2010 - Als Erzähler, Lyriker und Übersetzer gehörte er zu den wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Gleichzeitig blieb nur Wenigen bekannt, dass seine große Liebe immer dem Kino galt. Von Claus Lösermehr»
- 10. Februar 2010 - Schöner kann man es kaum sagen: „Der Friedensfilmpreis ist die beste Anerkennung, die man kriegen kann“, erklärt Oscar-Preisträger Pepe Danquart. Der einzige Friedenspreis auf einem A-Festival ist in seinem 25. Jahr fester Bestandteil der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Das war nicht immer so. Ein Rückblick von Boris Buchholzmehr»
- Bis 10. Oktober versammelten Künstlerinnen und Künstler wie Nevin Aladag, Lucia Dellefant, Ralf Homann, Martin Kaltwasser, Andreas Mayer-Brennenstuhl, Yoko Ono, Elodie Pong, Oliver Ressler, Johannes Stüttgen, Albrecht Wild, Georg Winter und Hans Winkler ihre unterschiedlichen Positionen. Kunst, die nicht nur in einem geschlossenen Showroom funktioniert, sondern nach außen verweist. mehr»
- 11. August 2009 - Die Verlegerin Urvashi Butalia ist eine Pionierin feministischer Literatur, weiblicher Oral History und Chronistin der Frauenbewegung in Indien. Ein Porträt. Von Sven Hansenmehr»
- 30. April 2009 - Hat die Krise die Kunst erreicht? Wie denken private und öffentliche Kunstvermittler über die Zukunft ihrer Institutionen? Der Spielstand #11 debattierte zu Kunstmarkt und Ausstellungspolitik und zeigte, dass die Lagebeurteilungen weitaus nüchterner ausfallen als der genüssliche Katastrophismus in den Medien. Von Karin Lenskimehr»
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- 3. März 2009 - Filme für lau, Musikstücke ohne Entgelt: Befinden wir uns angesichts Tauschbörsen und Gratiskultur im Internet längst jenseits von Regeln? Spielstand #10 widmete sich der schwierigen Debatte über die Abstimmung von zeitgenössischer kultureller Produktion und zeitgemäßer politischer Urheberrechtsevolution. mehr»
- Mit Kunst, Analysen, Aktionen und Erzählungen hat die Heinrich-Böll-Stiftung, als Gastgeber des Salons "Critical Consumer Practice", die ökologischen Folgen des Konsums sichtbar gemacht. Dem Mythos der individuellen Konsumfreiheit hat sie Vorschläge und Werkzeuge zugunsten der Nachhaltigkeit entgegengesetzt. mehr»
- 8. Dezember 2008 - Im Archiv treffen sich Gesellschaft, Kultur und Kunst. Es wird gesagt, wir befänden uns heute in einem regelrechten „Archivfieber“, in einer Zeit, die sich auf die Vergangenheit ausrichtet. Archive sind jedoch nicht nur Orte der Aufbewahrung, sie sind auch Orte der Produktion. mehr»
- 7. Oktober 2008 - Spielstand #8 fragte nach Autorschaft in kooperativen Zusammenhängen. Vier Künstlergruppen präsentierten ihre Arbeit sowie ihre Vorstellungen darüber, ob die einzelne Künstlerposition in der Gruppenarbeit gestärkt wird oder eher verschwindet. Mit: Konsortium (Sebastian Freytag), FiloArt (Anonymus), Global Alien (Lizza May David) und Salon des Belles Utopistes (Andrea Knobloch, Silke Riechert). mehr»
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