Zwei Zuckerhüte, Foto: Martin Bartholmy
Zwei Lübecker Hütchen in New York.
Foto: Martin Bartholmy.
Einführung
Kultur ist keine Insel
Würden Kulturschaffende immer nur die Bedingungen ihres eigenen Handelns reflektieren, blieben sie unvermeidlich provinziell. Der Dialog mit Kollegen aus dem Ausland ist wichtig, um eingeübte Sichtweisen immer wieder zu spiegeln und gegebenenfalls zu verunsichern. Nur aus der elementaren Erfahrung der Differenz entstehen Impulse, Korrekturen, Neuschöpfungen. Doch dieser interkulturelle Austausch benötigt geeignete Foren und vor allem: Zeit.

Nicht nur das Böll-Haus in Langenbroich stärkt mit seinen Stipendien für ausländische Künstler dieses Ansinnen. Viele andere Projekte zielen auf den langfristigen Abgleich verschiedener Denk- und Handlungsmuster, um daraus Schlüsse für globale Transformationsprozesse zu ziehen. Dabei kann die Heinrich-Böll-Stiftung vor allem von der landeskundlichen Kompetenz und dem hohen Vernetzungsgrad ihrer Auslandsbüros profitieren.
Hilal Sezgin und Veronika Peters

Der Literarische Abend

- Der Literarische Abend ist eine Veranstaltungsreihe der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin und dem Stadtgarten Köln.
Seit September 2011 präsentieren die Schriftstellerinnen Hilal Sezgin und Veronika Peters alle zwei Monate Autor/innen aus dem In- und Ausland, die aus ihren aktuellen Büchern lesen, vom Leben und Schreiben erzählen und davon, was sie sonst noch bewegt. mehr»

Interview

Roman "Zone": Eine Irrfahrt durch die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts

- 16. November 2011 - Mit seinem Roman „Zone“ hat der junge Franzose Mathias Énard das Kriegsepos unserer Tage geschrieben, eine atemlose Reise durch Europa und den Mittelmeerraum. Im Interview erklärt er: "Ich musste die dunkle, die gewalttätige Seite beleuchten, damit es das Buch werden konnte, dass ich schreiben wollte." Veronika Peters und Hilal Sezgin mehr»

Rede

Judentum: Was Sie schon immer wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten

- 19. September 2011 - Die Veranstaltung bildet den Abschluss der dreiteiligen Reihe "Was Sie schon immer über Judentum wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten". Sie wurde im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Berlin in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt. Ralf Fücks mehr»

Rede

Poets, Essayists, Novelists: 90 Jahre internationale Schriftstellervereinigung

- 6. September 2011 - Die internationale Schriftstellervereinigung "Poets, Essayists, Novelists" feiert ihr 90-jähriges Bestehen. Für die Heinrich-Böll-Stiftung ist es die selbstverständlichste Sache der Welt, dass dieses Ereignis in unserem Stiftungshaus stattfindet. Die Eröffnungsrede der noch bis Ende September zu besichtigenden Ausstellung. Ralf Fücks mehr»

Wir trauern um Juliano Mer-Khamis

- 6. April 2011 - Am 4. April wurde der Schauspieler, Theater- und Filmemacher Juliano Mer-Khamis vor seinem Theater im Westjordanland von einem maskierten Täter erschossen. Wir trauern um einen großen Aktivisten und Künstler. Joachim Paul mehr»

Friedensfilmpreis 2011 für "Morgen wird alles besser"

- 19. Februar 2011 - Der 26. Friedensfilmpreis der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2011 geht an "Jutro Bedzie Lepiej" / "Morgen wird alles besser". Der Film handelt von drei Brüdern, russischen Straßenkindern, die die Hoffnung auf ein besseres Leben nicht aufgeben. Irgendwo in einer anderen Welt leuchtet die Hoffnung. mehr»

Israelische Filmtage

Israel im Orient – Orient in Israel

- Orientalisches Erbe der jüdischen Diaspora
Das viertägige israelische Filmfestival untersucht und diskutiert, wie sich der Orient heute im alltäglichen Leben der israelischen Bevölkerung widerspiegelt. Es werden Dokumentar- und Spielfilme, Boureka- und Gegenwartsfilme gezeigt. mehr»

Joumana Haddad - Wie sie Scheherazade tötete

- 16. November 2010 - Die Journalistin und Lyrikerin Joumana Haddad versucht mit ihrer provokanten Streitschrift „Wie ich Scheherazade tötete“ den Spagat: zwischen harter Kritik an den Arabern mit all ihren Tabus und selbst auferlegten Fesseln einerseits – und an der westlichen Welt mit ihren stereotypen Vorstellungen von der unterdrückten arabischen Frau auf der anderen Seite.  Klaus Heymach mehr»
Foto der Diskussionsteilnehmer. V. l. n. r.: Gunter Gebauer, Christoph Biermann, Jan Engelmann.

Spielstand #13: Der Zufall spielt immer mit

- 16. Juni 2010 - Fußball ist ein globales Spiel und beim Reden darüber tauchen immer wieder kulturelle Tiefenschichten und überraschende Querverbindungen auf. So auch bei der Veranstaltung „Mittelmaß und Wahn – Zur Ästhetik des modernen Fußballs“, die kurz vor WM-Beginn in der Heinrich-Böll-Stiftung stattfand. Von Timon Mürer mehr»
vier Menschen auf dem Podium

Wie türkische Frauen ticken

- 1. Juli 2010 -  Eines kommt beim Thema Migration und Integration in Deutschland immer und ernsthaft zu kurz: der Humor. Anlass genug, sich den kulturellen Klischees und Migrationsfallen einen Abend lang mit der türkisch-deutschen Filmkomödie „Evet, ich will“ zu nähern - durch Lachen statt wie sonst hier zu Lande mit Sorgenmiene und Problembewusstsein. Von Corina Weber mehr»
Das Podium auf dem Symposium

Symposium: "Es gibt eine gewisse idealistische Freiheit, die toleriert wird"

- 23. Oktober 2009 - Wie reagiert die Kunst auf vermeintliche Zäsuren? Welche gesellschaftliche Rolle kann sie angesichts ihrer Marktlogik noch spielen? Und ist die „Avangarde als Lebenskonzept tatsächlich überholt? Das eintägige Symposium zum Ende der Ausstellung "nochnichtmehr" stellte die in der Ausstellung aufgeworfenen Fragen zur Diskussion. Von Karin Lenski mehr»

Interview

Filmmakers Against Racism

- 11. Februar 2009 - Die Berlinale zeigte diese Woche vier Filme des südafrikanischen Projektes "Filmmakers Against Racism", das von der Heinrich-Böll-Stiftung gefördert wird. Produzent Don Edkins, dessen "Taxi to the Dark Side" 2008 einen Oscar erhielt, spricht im Interview über die Initiative und Fremdenfeindlichkeit in Südafrika. Von Johannes Kode mehr»

Video

Zum ersten Mal in Berlin:

- Die Heinrich-Böll-Stiftung begleitet den israelischen Filmemacher Uri Bar-On ("52/50") per Handkamera auf seiner Entdeckungsreise durch Berlin. mehr»

Heinrich Böll und Lew Kopelew

- 3. Januar 2008 - Lew Kopelew war für Heinrich Böll der engste Freund in der Sowjetunion. Elsbeth Zylla, Germanistin und Referentin in der Heinrich-Böll-Stiftung, erarbeitet die Herausgabe des Briefwechsels, der 2011 veröffentlicht werden soll. mehr»
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Blog "Was ist der deutsche Traum?" Wissen, was wirkt! Die Campustour 2010 der Heinrich-Böll-Stiftung