Kulturaustausch

Zwei Zuckerhüte, Foto: Martin Bartholmy
Zwei Lübecker Hütchen in New York.
Foto: Martin Bartholmy.

Einführung

Kultur ist keine Insel

Würden Kulturschaffende immer nur die Bedingungen ihres eigenen Handelns reflektieren, blieben sie unvermeidlich provinziell. Der Dialog mit Kollegen aus dem Ausland ist wichtig, um eingeübte Sichtweisen immer wieder zu spiegeln und gegebenenfalls zu verunsichern. Nur aus der elementaren Erfahrung der Differenz entstehen Impulse, Korrekturen, Neuschöpfungen. Doch dieser interkulturelle Austausch benötigt geeignete Foren und vor allem: Zeit.

Nicht nur das Böll-Haus in Langenbroich stärkt mit seinen Stipendien für ausländische Künstler dieses Ansinnen. Viele andere Projekte zielen auf den langfristigen Abgleich verschiedener Denk- und Handlungsmuster, um daraus Schlüsse für globale Transformationsprozesse zu ziehen. Dabei kann die Heinrich-Böll-Stiftung vor allem von der landeskundlichen Kompetenz und dem hohen Vernetzungsgrad ihrer Auslandsbüros profitieren.

Von der Heinrich-Böll-Stiftung gefördertes Buch erhält "English PEN Award" 2013

11. Dezember 2012 -

Die von unserem Beirut-Büro geförderte Anthologie „Writing Revolution: The Voices from Tunis to Damascus” ist  mit dem „English PEN Award for Outstanding Writing in Translation“ für das Jahr 2013 ausgezeichnet worden. Der Preis ehrt übersetze Literatur, die zu interkulturellem Verständnis beiträgt und die Meinungsfreiheit fördert.

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Hilal Sezgin und Veronika Peters

Der Literarische Abend

- Der Literarische Abend ist eine Veranstaltungsreihe der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin und dem Stadtgarten Köln.
Seit September 2011 präsentieren die Schriftstellerinnen Hilal Sezgin und Veronika Peters alle zwei Monate Autor/innen aus dem In- und Ausland, die aus ihren aktuellen Büchern lesen, vom Leben und Schreiben erzählen und davon, was sie sonst noch bewegt. mehr»

Reportagepreis 2012

Junge Journalist/innen für herausragende Reportagen ausgezeichnet

- 8. Oktober 2012 - Einblicke in soziales Elend, in den verzweifelten Kampf von Arbeitssklav/innen und in die Hoffnungen griechischer Krisen-Migrant/innen: Drei herausragende Reportagen sind am Samstagabend mit dem Reportagepreis ausgezeichnet worden, den wir erstmals zusammen mit dem Netzwerk JungeJournalisten.de und Süddeutsche.de verliehen haben. Jens Twiehaus mehr»
Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung

Rede

Judentum bedeutet Lernen - Die gesamte Jüdische Geschichte in einer Stunde

- David Solomon, präsentierte Ihnen gestern ein ausgesprochen ambitioniertes Unternehmen: den Versuch, 4000 Jahre jüdischer Geschichte in einer Nussschale zu bündeln: eine Geschichte von Spiritualität und Gelehrsamkeit, Verfolgung und Selbstbehauptung, von grässlichem Leid und großartigen kulturellen Leistungen. Ralf Fücks mehr»

Wider die Müdigkeit: Videodokumentation

- 10. Juli 2012 - Lesungen, Gespräche, Filme und Musik - unsere Gäste des Kulturfestivals "Wider die Müdigkeit" gaben uns einen Einblick, wie sie sich gegen politische Regime auflehnen. Eine Serie von acht Videos lassen das politische Event noch einmal Revue passieren. mehr»

Die Documenta in Kabul

- 22. Juni 2012 - Die 13. Ausgabe der Documenta hat erstmalig Afghanistan zum Thema. Deshalb öffnet jetzt in Kabul eine Ausstellung. Diskutiert wird nicht nur über afghanische Kunst und kulturellen Austausch, sondern auch über eine Instrumentalisierung der afghanischen Kunstszene durch die Geberländer.  Martin Gerner mehr»
Aus der Fotoausstellung - "Clandestine" – Fotografien von Christian Vium

Zwischen(t)räume – Transkontinentale Migration nach den Umbrüchen in Nordafrika

- Die Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltete am 24. Mai 2012 ein ganztägiges Forum, das sich dem Thema Migration widmete. Die beteiligten Künstler/innen, Aktivist/innen und Wissenschaftler/innen aus Nord- und Subsahara-Afrika sowie Europa setzten Akzente, indem sie ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Ideen während und nach den Umbrüchen sichtbar und hörbar machten. Zur Veranstaltungsdokumentation»

Grußwort

Wider die Müdigkeit - Kulturelle Interventionen in der Heinrich-Böll-Stiftung

- 1. Juni 2012 - Auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin und der Literaturhäuser in Köln und Freiburg treffen wir an diesem Wochenende Literaten, Wissenschaftlerinnen, Musiker, Malerinnen, Journalisten und Kuratoren aus dem Arabischen Raum und aus der östlichen Hälfte Europas. In einer bunten Mischung von Formaten - Lesungen und Gespräche, Filme und Konzerte - berichten sie über ihren Widerstand gegen politische und kulturelle Unterdrückung. Ralf Fücks mehr»

Klassenfahrt mit Kulturpolitikern

- 18. Mai 2012 - "Politik trifft Theater - Forum Kulturpolitik", so war die Initiative der Heinrich-Böll Stiftung und der Berliner Festspiele überschrieben. Diese beschäftigte sich im Kontext des Theatertreffens mit Fragen der Kulturpolitik, der Stadtentwicklung, der Fördersysteme und nicht zuletzt mit Best-practice Modellen aus der Berliner Kulturlandschaft. Von diesem sonntäglichen Spaziergang durch die freie Szene berichtet Karl Wolfgang Flender in Form einer Reportage für den theatertreffen-blog, einem Programm für junge Journalisten beim Theatertreffen.  Karl Wolfgang Flender mehr»

Kulturfestival

Wider die Müdigkeit - Kulturelle Interventionen und literarische Aufwachräume

- „Müdigkeitsgesellschaft“ nennt der Karlsruher Philosoph Byung-Chul Han die westeuropäischen Zivilisationen. Unter dem Motto „Wider die Müdigkeit!“ öffneten wir unsere Räume am 02./03.Juni zum Aufwachen und für Gespräche. In Lesungen und Gesprächen, Filmen und mit Musik fragten unsere internationalen Gäste aus dem arabischen Raum und Mittel- und Osteuropa nach den Wechselwirkungen zwischen Kunst und Politik. mehr»

Interview

Michail Schischkin: "Ich gebe ihr ihr Leben zurück"

- 19. April 2012 - Der russische Schriftsteller Michail Schischkin lebt in der Schweiz, wo er unter anderem als Lehrer und Dolmetscher arbeitet. Seine Romane erscheinen im fünf-Jahres-Takt und werden stets reichlich mit Preisen bedacht. 2011 erschien endlich auch eine deutsche Übersetzung des Romans „Venushaar“. Am 27. März 2012 war er zu Gast beim Literarischen Abend der Heinrich-Böll-Stiftung. mehr»

Rede

Zur Eröffnung der sechsten deutsch-israelischen Literaturtage

- 25. April 2012 - Das Strickmuster der deutsch-israelischen Literaturtage ist simpel: Lade interessante Autorinnen und Autoren aus beiden Ländern ein, kombiniere sie zu Paaren, die sich etwas zu sagen haben, ergänze sie um einige politische Intellektuelle und finde kluge Moderatorinnen, die es verstehen, ein Gespräch in Gang zu bringen und spannende Fragen  zu stellen. Das Ganze findet dann abwechselnd in Tel Aviv und in Berlin statt. In der Praxis ist das natürlich nicht ganz so einfach... Ralf Fücks mehr»

Podcast

"Containergespräche" auf dem PAZZ Festival for Performing Arts am Staatstheater Oldenburg

- 12. April 2012 - Die dritte Ausgabe des PAZZ-Festivals zeigt 2012 zum ersten Mal zahlreiche Eigen- und Koproduktionen des Staatstheaters Oldenburg mit deutschen und internationalen KünstlerInnen. Die "Containergespräche" eröffnen einen Raum für ästhetische und theaterpolitische Diskussionen und professionellen Austausch. Ab dem Start am 20. April präsentieren wir an dieser Stelle täglich einen Audio- und Videopodcast, der über die Gespräche und die jeweiligen Aufführungen berichtet. mehr»

25.-29. April 2012

Deutsch-israelische Literaturtage 2012

- Seit 2005 laden das Goethe-Institut und die Heinrich-Böll-Stiftung Autorinnen und Autoren zu den deutsch-israelischen Literaturtagen abwechselnd nach Berlin und Tel Aviv ein. Unter dem Titel «beziehungsweise(n)» sprechen sie bei den vierten Literaturtagen in Berlin über Bindungen unterschiedlichster Art: Welche Beziehungsweisen und Familienbilder finden sie in den Literaturen vor? Was sagt der Mikrokosmos Familie über beide Gesellschaften aus? Auf welche Bindungen kommt es in Zeiten wie diesen an?  mehr»
Bild: Lajos Sárkány in dem Film "Csak a szél | Just The Wind", HUN/DEU/FRA 2012, Regie: Bence Fliegauf, Quelle: berlinale.de

Friedensfilmpreis

Preisträger 2012: „Csak a szél - Just the Wind“ (HU/ D/ FR/ 2012)

- Am Sonntag, den 19. Februar 2012 wurde der Friedensfilmpreis der Internationalen Filmfestspiele Berlin zum 27. Mal vergeben. Die Jury des Friedensfilm-Preises 2012 zeichnete „Csak a szél - Just the Wind“ des ungarischen Regisseurs Bence Fliegauf aus. Dem Regisseur gelingt es in dem Film, die von Mythos und Ressentiment besetzten Bilder von Roma zu unterwandern, und seine Figuren in all ihrer Gebrochenheit und Individualität zu zeigen, so die Jury. mehr»

Rede

Fremde Freunde: Driften Israel und Deutschland auseinander?

- 16. Februar 2012 - Es geht darum, genauer zu verstehen, wie sich die israelische Gesellschaft und Politik im Kontrast zur deutschen entwickelt. Ich sage „im Kontrast“, weil mein Eindruck aus vielen Jahren teilnehmender Beobachtung ist, dass sich unsere Gesellschaften und unsere politische Kultur nicht aufeinander zu, sondern voneinander weg bewegen. Das ist jedenfalls die Ausgangsthese dieser Konferenz, die sich auch im Titel niedergeschlagen hat: Fremde Freunde.  mehr»

Interview

Roman "Zone": Eine Irrfahrt durch die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts

- 16. November 2011 - Mit seinem Roman „Zone“ hat der junge Franzose Mathias Énard das Kriegsepos unserer Tage geschrieben, eine atemlose Reise durch Europa und den Mittelmeerraum. Im Interview erklärt er: "Ich musste die dunkle, die gewalttätige Seite beleuchten, damit es das Buch werden konnte, dass ich schreiben wollte." Veronika Peters und Hilal Sezgin mehr»

Rede

Judentum: Was Sie schon immer wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten

- 19. September 2011 - Die Veranstaltung bildet den Abschluss der dreiteiligen Reihe "Was Sie schon immer über Judentum wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten". Sie wurde im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Berlin in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt. Ralf Fücks mehr»

Rede

Poets, Essayists, Novelists: 90 Jahre internationale Schriftstellervereinigung

- 6. September 2011 - Die internationale Schriftstellervereinigung "Poets, Essayists, Novelists" feiert ihr 90-jähriges Bestehen. Für die Heinrich-Böll-Stiftung ist es die selbstverständlichste Sache der Welt, dass dieses Ereignis in unserem Stiftungshaus stattfindet. Die Eröffnungsrede der noch bis Ende September zu besichtigenden Ausstellung. Ralf Fücks mehr»

Wir trauern um Juliano Mer-Khamis

- 6. April 2011 - Am 4. April wurde der Schauspieler, Theater- und Filmemacher Juliano Mer-Khamis vor seinem Theater im Westjordanland von einem maskierten Täter erschossen. Wir trauern um einen großen Aktivisten und Künstler. Joachim Paul mehr»

Friedensfilmpreis 2011 für "Morgen wird alles besser"

- 19. Februar 2011 - Der 26. Friedensfilmpreis der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2011 geht an "Jutro Bedzie Lepiej" / "Morgen wird alles besser". Der Film handelt von drei Brüdern, russischen Straßenkindern, die die Hoffnung auf ein besseres Leben nicht aufgeben. Irgendwo in einer anderen Welt leuchtet die Hoffnung. mehr»

Israelische Filmtage

Israel im Orient – Orient in Israel

- Orientalisches Erbe der jüdischen Diaspora
Das viertägige israelische Filmfestival untersucht und diskutiert, wie sich der Orient heute im alltäglichen Leben der israelischen Bevölkerung widerspiegelt. Es werden Dokumentar- und Spielfilme, Boureka- und Gegenwartsfilme gezeigt. mehr»

Joumana Haddad - Wie sie Scheherazade tötete

- 16. November 2010 - Die Journalistin und Lyrikerin Joumana Haddad versucht mit ihrer provokanten Streitschrift „Wie ich Scheherazade tötete“ den Spagat: zwischen harter Kritik an den Arabern mit all ihren Tabus und selbst auferlegten Fesseln einerseits – und an der westlichen Welt mit ihren stereotypen Vorstellungen von der unterdrückten arabischen Frau auf der anderen Seite.  Klaus Heymach mehr»
Foto der Diskussionsteilnehmer. V. l. n. r.: Gunter Gebauer, Christoph Biermann, Jan Engelmann.

Spielstand #13: Der Zufall spielt immer mit

- 16. Juni 2010 - Fußball ist ein globales Spiel und beim Reden darüber tauchen immer wieder kulturelle Tiefenschichten und überraschende Querverbindungen auf. So auch bei der Veranstaltung „Mittelmaß und Wahn – Zur Ästhetik des modernen Fußballs“, die kurz vor WM-Beginn in der Heinrich-Böll-Stiftung stattfand. Von Timon Mürer mehr»
vier Menschen auf dem Podium

Wie türkische Frauen ticken

- 1. Juli 2010 -  Eines kommt beim Thema Migration und Integration in Deutschland immer und ernsthaft zu kurz: der Humor. Anlass genug, sich den kulturellen Klischees und Migrationsfallen einen Abend lang mit der türkisch-deutschen Filmkomödie „Evet, ich will“ zu nähern - durch Lachen statt wie sonst hier zu Lande mit Sorgenmiene und Problembewusstsein. Von Corina Weber mehr»
Das Podium auf dem Symposium

Symposium: "Es gibt eine gewisse idealistische Freiheit, die toleriert wird"

- 23. Oktober 2009 - Wie reagiert die Kunst auf vermeintliche Zäsuren? Welche gesellschaftliche Rolle kann sie angesichts ihrer Marktlogik noch spielen? Und ist die „Avangarde als Lebenskonzept tatsächlich überholt? Das eintägige Symposium zum Ende der Ausstellung "nochnichtmehr" stellte die in der Ausstellung aufgeworfenen Fragen zur Diskussion. Von Karin Lenski mehr»

Interview

Filmmakers Against Racism

- 11. Februar 2009 - Die Berlinale zeigte diese Woche vier Filme des südafrikanischen Projektes "Filmmakers Against Racism", das von der Heinrich-Böll-Stiftung gefördert wird. Produzent Don Edkins, dessen "Taxi to the Dark Side" 2008 einen Oscar erhielt, spricht im Interview über die Initiative und Fremdenfeindlichkeit in Südafrika. Von Johannes Kode mehr»

Video

Zum ersten Mal in Berlin:

- Die Heinrich-Böll-Stiftung begleitet den israelischen Filmemacher Uri Bar-On ("52/50") per Handkamera auf seiner Entdeckungsreise durch Berlin. mehr»

Heinrich Böll und Lew Kopelew

- 3. Januar 2008 - Lew Kopelew war für Heinrich Böll der engste Freund in der Sowjetunion. Elsbeth Zylla, Germanistin und Referentin in der Heinrich-Böll-Stiftung, erarbeitet die Herausgabe des Briefwechsels, der 2011 veröffentlicht werden soll. mehr»
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Wissen, was wirkt! Die Campustour 2010 der Heinrich-Böll-Stiftung