Foto: © Mieste Hotopp-Riecke
Seit der Gründung mauserte sich die Initiative zur Institution
Spaziergänge durch das arabische oder tatarische Berlin werden genauso angeboten wie die Organisation von Themenabenden, Wochenseminaren oder Bildungsreisen aus der Türkei nach Deutschland und umgekehrt. Letztere werden gestaffelt in vier Säulen, welche jeweils aus Besuchen und Diskussionen bei politischen Parteien, Universitäten, bei NGOs und gesellschaftlich aktiven Künstlern bestehen.
Dass das Konzept aufgeht, zeigte der enorme Erfolg des letzten Seminars 2008: Das Konzert im Rahmen des Seminars (mit Ferhat Tunç, Hans-Eckardt Wenzel und Konstantin Wecker) war gut besucht; die darauf folgende Podiumsdiskussion mit Cem Özdemir, Ferhat Tunç, Udo Steinbach und Cem Dalaman war ausgebucht.
Diskussionen mit Wissenschaftlern privater und staatlicher Universitäten, mit AktivistInnen der Lesben- und Schwulenbewegung oder etablierten Politikerinnen wie Claudia Roth und Seyran Ateş auf dem Fundament von vorangehenden Blöcken etwa zu Ethnizität oder Parteienlandschaft in der Türkei sind beliebte Elemente der Seminare.
Dabei verstehen sich die beiden Zweiheimischen nicht nur als Dienstleister der Verständigung, sondern forschen und lernen durch die Begegnungen selbst dazu, beide promovieren zu relevanten Themen in den Fächern Politologie und Turkologie. Ein weiterer Effekt ihrer breit gefächerten Aktivitäten an Spree und Bosporus ist die Vermittlung alternativer Politikansätze und interdisziplinärer Impulse: Die in der Türkei wenig bekannten Stiftungen wie die Heinrich-Böll-Stiftung oder in Deutschland kaum wahrgenommene Projekte wie die „Özgür Üniversitesi“ [Freie Universität] werden publik durch Multiplikatoren, - Teilnehmerinnen der Zweiheimisch-Studienreisen.
Internet: Blog Zweiheimisch



