Algerien – Ein zukünftiger Lieferant von Wüstenstrom für Europa?

Studie

Algerien – Ein zukünftiger Lieferant von Wüstenstrom für Europa?

» Die vollständige Studie in englischer Sprache können Sie sich hier herunterladen (PDF, 959 KB, 46 Seiten)

In der aktuellen Fachdiskussion über die mögliche Rolle erneuerbarer Energien in der langfristigen europäischen Energieversorgung sehen Konzepte wie "Desertec" oder der Mediterrane Solarplan vor, den europäischen Energiebedarf teilweise mit "grüner" Elektrizität aus Nordafrika zu versorgen. In Nordafrika, das über hohe Potenziale für erneuerbare Energien verfügt, sollen in großem Maße solarthermische Kraftwerke sowie Photovoltaik- und Windkraftanlagen errichtet werden, um einen Teil der dort erzeugten Energie in die europäischen Bedarfszentren zu transportieren.

Bei genauerer Betrachtung ist jedoch festzustellen, dass die geplanten Projekte zu großen Teilen auf allein technologieorientierten Studien basieren, die eine vornehmlich europäische Sichtweise widerspiegeln. Detaillierte Länderstudien liegen bisher hingegen kaum vor. Die von der Heinrich-Böll-Stiftung initiierte Studie versucht am Beispiel Algeriens, einem aufgrund seiner Größe und energiepolitischen Bedeutung zentralen Player in Nordafrika, diese Lücke zu schließen. Die Arbeit befasst sich insbesondere mit folgenden Forschungsfragen:

1. Wie ist die Sichtweise europäischer Vertreter der Exportszenarien für Strom aus erneuerbaren Energien auf Algerien?

2. Was sind die zentralen technologischen Optionen Algeriens zur Produktion und zum interkontinentalen Transport "grünen" Stroms?

3. Wie stellen sich die aktuelle institutionelle Landschaft sowie die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen zum Stromexport in Algerien dar?

4. Welche Position vertreten zentrale algerische Akteure zum Export "grünen" Stroms nach Europa?

5. Inwieweit deckt sich der Export von Strom aus erneuerbaren Energien mit den allgemeinen Entwicklungszielen Algeriens?

Die Studie wurde am 23. August 2010 im Rahmen eines Fachgesprächs von Vertreter/innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Forschung und Wirtschaft unter Teilnahme des algerischen Botschafters Herrn Madjid Bouguerra vorgestellt und diskutiert.

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Algeria – A Future Supplier of Electricity from Renewable Energies for Europe?
Algeria’s Perspective and Current European Approaches

»Download the entire study as PDF (959 KB, 46 pages)

Auftraggeber/Förderer:
Heinrich-Böll-Stiftung

Projektpartner: 
Centre de Recherche en Economie Appliquée pour le Développement (CREAD)
http://www.cread-dz.com/
 
Dennis Kumetat
London School of Economics and Political Science
personal.lse.ac.uk/kumetat/
 
Bernhard Brand
Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln (EWI)
http://www.ewi.uni-koeln.de/

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