Iran zwischen Aufbruch und Stillstand: Zwischenbilanz und Ausblick nach einem Jahr unter Präsident Hassan Rohani

Podiumsdiskussion

Montag, 08. September 2014, 19.30 Uhr - 21.30 Uhr

Katholische Akademie in Berlin, Hannoversche Str. 5,
10115 Berlin   

Mit:

  • Bahman Nirumand (Autor und Journalist)
  • Adnan Tabatabai (Politischer Analyst und Wissenschaftler)
  • Parastou Forouhar (Künstlerin)
  • Thomas Schneider* (Auswärtiges Amt)

* angefragt

Am 3. August 2013 trat der als gemäßigt moderat geltende Hassan Rohani sein Amt als neuer Präsident des Iran an. Hiermit wurde ein Wandel in der iranischen Politik eingeleitet. Nach acht polarisierenden Jahren unter seinem Vorgänger Ahmadinedschad, erhoffte sich sowohl die iranische Bevölkerung als auch die internationale Gemeinschaft einen politischen Neuanfang von Präsident Rohani. Dies betrifft vor allem den Nuklearkonflikt und die damit verbundenen internationalen Sanktionen, die Öffnung des Landes nach außen und die Belebung der heimischen Wirtschaft - genauso wie die Umsetzung von innenpolitischen Reformen in den Bereichen Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit.  
 
Ein gutes Jahr nach Rohanis Amtsantritt zeigt sich ein gemischtes Bild. Während der Iran im Nuklearkonflikt einen Kurswechsel vollzog und ein Abkommen zur Lösung des Konflikts anstrebt, kommt die Regierung ihren innenpolitischen Reformversprechen kaum nach. Während sich die wirtschaftliche Situation des Landes zwar etwas stabilisierte, kommt es weiterhin zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen, die Meinungs- und Pressefreiheit bleibt eingeschränkt und die Zahl der Hinrichtungen stieg in Rohanis Amtszeit sogar an.

Vor diesem Hintergrund möchten wir mit Iran-Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die aktuellen Entwicklungen in Iran diskutieren und Perspektiven für die kommenden Jahre unter Rohani erörtern. Inwiefern hat sich die Situation der iranischen Zivilgesellschaft im letzten Jahr konkret verändert? Welche neuen Spielräume gibt es? Wurde die politische und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen gestärkt? Welche innenpolitischen Reformen sind von Rohani in den nächsten Jahren noch zu erwarten? Welche innen- und außenpolitischen Folgen würde ein erfolgreiches Abkommen zur Beilegung des Nuklearkonflikts haben? Wie sind die Chancen für eine nachhaltige Verbesserung der Beziehungen zwischen Iran und dem Westen einzuschätzen und welche Konsequenzen hätte eine stärkere Öffnung nach außen für die Legitimation und den
Bestand des iranischen Regimes?

Information:    
Bauke Drees, Referent Nahost & Nordafrika, hbs
E-Mail, drees@boell.de,   Telefon +49(0)285 34 -319

Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto-/Ton- und Filmaufnahmen von TV-Sendern sowie für öffentliche und nicht-öffentliche Zwecke gemacht werden können.

 

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