Kaum Bewegung, viel Ungleichheit: Sozialer Auf- und Abstieg in Deutschland

Kaum Bewegung, viel Ungleichheit: Sozialer Auf- und Abstieg in Deutschland

cover kaum bewegung viel ungleichheit
von
Reinhard Pollak
Heinrich-Böll-Stiftung
Kostenlos
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: 22. Oktober 2010
Seitenanzahl: 68
Lizenz: All rights reserved.
ISBN: 978-3-86928-041-7

Mit der Studie „Kaum Bewegung, viel Ungleichheit“ legt die Heinrich-Böll-Stiftung eine Untersuchung zur Entwicklung sozialer Mobilität in Deutschland vor. Der Autor der Studie, Dr. Reinhard Pollak vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, kommt darin zu einem ernüchternden Ergebnis: unsere Gesellschaft weist nur eine sehr geringe Durchlässigkeit auf. Und: die Chancen auf sozialen Aufstieg sind in nur wenigen industriellen Staaten so ungleich verteilt wie hierzulande.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten um das Thema Integration sind diese Befunde alles andere als dröge Sozialstatistik. Sie weisen aus, wie schlecht es in unserer Gesellschaft um praktische Chancengerechtigkeit bestellt ist. Pollaks Fazit, dass wir uns „mehr Ungleichheiten leisten als notwendig, und dies insbesondere zum Nachteil derjenigen Kinder, die mit ihrer geringen sozialen Herkunft vergleichsweise wenig Chancen haben, aus diesen nachteiligen Positionen aufzusteigen“, bedeutet ja nichts anderes als dass Jugendliche hierzulande nicht darauf vertrauen können, durch eigene Anstrengungen voran zu kommen. Soziale Herkunft übertrumpft Talent und Leistungsbereitschaft.

Aus diesem Befund folgt aber auch, dass unsere Gesellschaft Begabungsreserven nicht ausschöpft, die angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels dringend gebraucht werden.

Die Studie wird von der Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen des Programms „Was ist der deutsche Traum? Bildung – Integration – Aufstieg“ herausgegeben, das sich mit fairen Aufstiegschancen als fundamentaler Frage sozialer Gerechtigkeit und ökonomischer Leistungsfähigkeit beschäftigt.


Pressestimmen (Auswahl):
01.11.2010taz: "Tellerwäscher wird nicht Millionär"
27.10.2010 -  Frankfurter Rundschau, Wissenschaft: "Bildung als Sortiermaschine"
21.10.2010 -  Zeit Online: "Wenn Leistung nicht lohnt"

 

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Inhaltsverzeichnis: 

7 Vorwort von Ralf Fücks

9 Vorwort von Jutta Allmendinger

11 Soziale Mobilität und Chancengleichheit für alle

13 Wie entwickelt sich die soziale Mobilität in Deutschland?

36 Wie sozial mobil ist Deutschland im internationalen Vergleich?

39 Wie kann man das geringe Ausmaß an sozialer Mobilität in Deutschland erklären?

44 Wie nehmen die Bürgerinnen und Bürger soziale Mobilität wahr?

53 Was können Politik und Gesellschaft tun, um mehr Chancengleichheit zu ermöglichen?

56 Literatur

59 Appendix