Vordenken - Ökologie und Gesellschaft

Veranstaltungsreihe

Vordenken - Ökologie und Gesellschaft

© Dieter Kreikemeier  / PIXELIO

Reflexionen zur ökologischen Herausforderung

Historiker werden vielleicht einmal den Hurrikan „Katrina“ zum Anfang vom Ende für die fossile Ökonomie erklären. Seit der Naturkatastrophe im Herbst 2005 kippt die öffentliche Meinung in den USA. Der Klimawandel wird endlich auch dort als Realität akzeptiert. Der vierte Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) konnte im Frühjahr 2007 diese Erkenntnis verdichten und die Dramatik der Lage deutlich machen. Dies erscheint uns Anlass genug, die ökologische Herausforderung als gesellschaftspolitische Frage zu begründen und neu zu diskutieren.
   
In der neuen Reihe „Vordenken“ lädt die Heinrich-Böll-Stiftung Gesellschaftstheoretiker unserer Zeit ein, 35 Jahre nach der Publikation "Grenzen des Wachstums" ihre Reflexionen zur ökologischen Herausforderung mit dem Publikum zu teilen. "Vordenken" ist eine Vortragsreihe in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.
18 Mai 2011, Vortrag und Diskussion mit: Hildegard Kurt

Vordenken #16

Wachsen! Über Nachhaltigkeit und Kunst

18. Mai 2011

Vom Wirtschaftswachstum ist allerorts die Rede. Was aber muss wachsen, damit wir zukunftsfähig werden?

Die Kulturwissenschaftlerin Hildegard Kurt sucht nach einem Denken und Handeln, das öffnet und verbindet, das die Kunst und auch die Wissenschaft erweitert.



An Beispielen aus der Kunst der Gegenwart, aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft erschließt sie den Begriff Wachstum mit Blick auf ein schöpferisches und dabei verantwortliches Menschsein, das es zur Entfaltung zu bringen gilt.

Vortrag und Diskussion mit:
Hildegard Kurt (Kulturwissenschaftlerin, Berlin)

Moderation:
Manfred Linz (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH)

Audio-Mitschnitt:
Einleitung
Referat Hildegard Kurt


Das Buch "Wachsen! Über das Geistige in der Nachhaltigkeit" von Hildegard Kurt ist beim Mayer Verlag, Stuttgart erschienen.

Prof. Gunter Pauli auf dem Podium vor Publikum

Vordenken #15

The Blue Economy - Innovationen für eine naturgemäße Ökonomie

Datum: 25. Januar 2011

Der Ökonom Gunter Pauli berichtet in seinem Buch „The Blue Economy“ von der erstaunlichen Welt angepasster Biotechnik, welche die Grundlagen für eine neue Ökonomie liefern könnte. Der Autor stellt eine Auswahl der besten Technologien vor, die die Zerstörung der Natur aktiv umwandeln in deren Schutz, in Wohlfahrt und neue Arbeitsplätze. Viele sind bereits erprobt, zahlreiche davon in den Ländern des Südens. Sie stehen für eine Wirtschaftsweise, die mit dem blauen Planeten im Einklang steht. Das Buch gleichen Titels ist gerade als Bericht an den Club of Rome erschienen.

Gunter Pauli, Ökonom und Unternehmer, hat 1994 die Zero Emissions Research Initiative (ZERI) an der United Nations University in Tokio gegründet und hat daraus das Projekt „Nature’s 100 Best“ entwickelt. Er ist heute Professor an der Politecnico di Torino.

Vortrag und Gespräch mit: Prof. Gunter Pauli (Autor des Buches „The Blue Economy“)

Moderation: Dr. Manfred Linz (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie)

Audio-Mitschnitt:

  1. Einleitung
  2. Prof. Gunter Pauli
  3. Publikumsfragen und Diskussion
  4. Schlusswort

YouTube: The simple show - Blue Economy

Vordenken #14

Die Verfassung und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen

Datum: 24. November 2010

Mit: Prof. Dr. Georg Hermes, Professor für öffentliches Recht an der Universität Frankfurt am Main mit Forschungsschwerpunkt auf Verfassungsrecht und Grundrechte

Moderation: Dr. Manfred Linz, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Ist die Umwelt in der Verfassung ausreichend geschützt? Die Väter und Mütter des Grundgesetzes ahnten die großen ökologischen Herausforderungen nicht, die auf uns zukommen. Inzwischen haben viele politische Entscheidungen weit reichende ökologische Auswirkungen. Was heißt das für die Auslegung des Grundgesetzes, das diesen Entscheidungen Richtung und Maß geben soll? Ist der Schutz der Umwelt im Grundgesetz gleichrangig mit entgegenstehenden Interessen? Was bedeutet in ökologischer Perspektive, dass nach Artikel 14 Absatz 2 der Gebrauch des Eigentums zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen soll? Und ist das parlamentarische Regierungssystem, wie es im Grundgesetz vorgesehen ist, in der Lage, die notwendigen Entscheidungen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zu organisieren?

Bericht von Renée Legrand

Foto: v.l.n.r Prof. Ingolfur Blühdorn, Dr. Anne Ulrich
Foto: v.l.n.r Prof. Ingolfur Blühdorn, Dr. Anne Ulrich

Vordenken #13 – Ökologie und Gesellschaft

Entpolitisierung und Expertenherrschaft - Zur Zukunftsfähigkeit der Demokratie in Zeiten der Klimakrise (PDF, 18 Seiten, 268 KB)

Hoffnung durch den demokratischen Souverän? - Bericht von Renée Legrand

Datum: 17. Juni 2010 (Do), 19.00 Uhr

Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Mit:
Prof. Ingolfur Blühdorn
, Reader in Politics / Political Sociology Department of European Studies, University of Bath, Großbritannien
Dr. Anne Ulrich, Heinrich-Böll-Stiftung   

Durch politische Untätigkeit und Lähmung, wie sie zuletzt beim Klimagipfel in Kopenhagen schmerzhaft sichtbar geworden sind, treibt die Klimakrise zielsicher auf eine Art ökologischen Notstand zu. Es mag dann notwendig scheinen, demokratische Rechte und Verfahren zugunsten schnellen und effektiven Handelns auszusetzen.  
Kritiker solcher Expertenherrschaft wenden ein, dass Klimapolitik immer auch ein Kampf um Freiheit sei und daher zwingend demokratische Politik sein müsse. Doch ebenso wenig wie von Expertenkommissionen eine ökologisch effektive und sozial gerechte Politik zu erwarten ist, gibt es einen Grund zu der Annahme, dass demokratische Verfahren wirklich noch zielführend wären. Wie können wir dem Dilemma begegnen, dass der fortlaufende Prozess der Modernisierung wichtige Grundlagen des Demokratievertrauens ausgehöhlt hat, ohne eine vertrauenswürdige Alternative hervorgebracht zu haben? 

Wolfgang Sachs und Harald Welzer

Vordenken #11: Ökologie und Gesellschaft

KlimaKultur. Über moralische Phantasie, change agents und Begriffe, die wir nicht mehr brauchen

Datum: 18. November 2009 (Mi), 19 Uhr

Mit:
Prof. Dr. Harald Welzer
, Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) in Essen

im Gespräch mit
Dr. Wolfgang Sachs
, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Industriegesellschaften zukunftsfähig zu machen, ist eine Herkules-Aufgabe. Politische und technologische Veränderungen großen Ausmaßes sind dafür erforderlich. Die vorherrschende Wahrnehmung von Welt und Leben stellt sich einer Transformation ebenso in den Weg wie tief sitzende Ängste, dass sich alles ändert, und die verzweifelte Hoffnung, dass alles so bleiben kann wie es ist. Wie kann es gelingen, die breite Mehrheit für das Notwendige zu gewinnen? Welche Bedeutung haben aktive Gruppen für diesen Prozess?

Audio-Mitschnitte:

  1. Einleitung (MP3, 05:39 Minuten, 7.76 MB)
  2. Prof. Dr. Harald Welzer (MP3, 51:07 Minuten, 70.2 MB)
  3. Publikumsdiskussion (MP3, 53:53 Minuten, 73.9 MB)

Vordenken #10 Ökologie und Gesellschaft

Wie werden wir leben? Anders, weniger, besser – Wohlstand neu denken

Datum: 30. September 2009 (Mi), 19 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, Berlin-Mitte

Mit:
Prof. Dr. Markus Vogt
, Lehrstuhl für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Moderation:
Dr. Manfred Linz
, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Es ist paradox, dass wir uns als "Verbraucher" verstehen, als sei Wohlstand am Konsumieren von Dingen und Erlebnisangeboten zu messen. Für ein ökosoziales Wohlstandsmodell besteht Reichtum jedoch auch darin zu wissen, was man nicht braucht und wie man die Dinge langfristig nutzt und erhält. Wenn die Menschheit in den Grenzen der Natur zu wirtschaften und gerecht zu teilen lernt, werden auch wir in Deutschland in unseren materiellen  Ansprüchen bescheidener werden. Wir werden weniger Einkommen  haben, genügsamer essen, einfacher wohnen und schroffe Ungleichheiten verringern. Was macht das mit unserer Gesellschaft? Wie kann sie Selbstbegrenzung lernen? Werden Einbußen im Lebensstandard durch neue, andere Qualitäten von Wohlstand aufgewogen?

Audio-Mitschnitte:

  1. Begrüßung Dr. Manfred Linz (MP3, 03:53 Minuten, 5.34 MB)
  2. Vortrag Dr. Markus Vogt (MP3, 55:13 Minuten, 75.8 MB)
  3. Einleitung Dr. Manfred Linz zur Publikumsdiskussion (MP3, 1:24 Minuten, 1.92 MB)
  4. Publikumsdiskussion (MP3, 42:33 Minuten, 58.4 MB)

Vordenken #9 Ökologie und Gesellschaft

Wie kommt das Neue in die Welt?

Datum: 10. Juni 2009 (Mi), 19.00 Uhr
Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte
Eintritt frei

Vortrag und Diskussion mit: Dr. Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Soziologe im Forschungsbereich „Transdisziplinäre Konzepte und Methoden“.

Moderation: Dr. des. Julia Schultz, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Büro Berlin

Die Ressourcen- und die Klimakrise machen einen grundlegenden Wandel erforderlich: wir müssen anders wohnen, reisen, produzieren und denken, wenn wir die Krisen bewältigen wollen.

Damit der Übergang zu einer ressourcen- und CO2-armen Wirtschaft gelingt, muss nicht nur unsere Produktionsweise revolutioniert werden. Eine nachhaltige Wirtschaftsweise bedarf auch eines neuen vernetzten Denkens und eines anderen Wertegefüges. Doch wie gelingt es, uns in so vielen Bereichen so schnell und so grundlegend zu ändern?

Audio-Mitschnitte:

  1. Begrüßung Julia Schulz (MP3, 03:29 Minuten, 4.78 MB)
  2. Vortrag Fritz Reusswig (MP3, 55:35 Minuten, 76.3 MB)
  3. Publikumsfragen (MP3, 1:08:24 Minuten, 93.9 MB)
Ottmar Edenhofer (l.) und Dr. Hermann E. Ott (r.)

Vordenken #8 Ökologie und Gesellschaft

Mi 5.11.08, 19.00, Reihe, Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Saal 2A/B
Was ist bedroht - das Klima oder die Freiheit?

Vortrag und Diskussion mit: Prof. Dr. Ottmar Edenhofer (stellvertretender Direktor, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)
Moderation: Dr. Hermann E. Ott (Leiter Büro Berlin, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie)
Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung
Kooperation: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

Dass Industrialisierung das Klima verändert, ist spätestens seit dem IPCC-Bericht 2007 anerkannt. Öffentliche Interventionen sollen den notwendigen ökologischen Innovationsdruck erzeugen. Doch dem stellen sich Forderungen nach Effizienz des Marktes und Freiheit der Marktakteure entgegen.
Sind in einem "planetarischen Notstand" (Al Gore) Einschränkungen der Freiheit des Lebensstils und der Selbstbestimmung gerechtfertigt? Oder können "freie" Märkte nachhaltige Ergebnisse erzielen?

Information:
Dr. Hermann E. Ott
Fon: 030-2809 5489
E-Mail: hermann.ott@wupperinst.org 
Internet: www.boell.de/vordenken

Audio-Mitschnitte:

  1. Begrüßung Hermann Ott
  2. Vortrag Prof. Dr. Ottmar Edenhofer
  3. Publikumsdiskussion
Ralf Fücks (l.) und Lester Brown (r.)

Vordenken #7 Ökologie und Gesellschaft

 Der Plan zur Rettung der Welt

Zivilisation am Kipp-Punkt

Globaler Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung stellen Forderungen an unsere Zivilisation, die zusammen gedacht und gelöst werden müssen. Lester Brown, einer der einflussreichsten Denker unserer Zeit, hat Probleme wie Armut, Ernährungssicherheit, Klimawandel, Wasserknappheit und Umweltstress untersucht und schlägt Modelle für deren Lösung vor. Er sieht die Welt am Kipp-Punkt: Aber wie alle großen Menschheitskrisen bietet auch diese Potentiale für eine bessere Zukunft.

Vortrag und Diskussion mit:
Lester R. Brown (Präsident, Earth Policy Institute, USA),

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung, Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa in Bremen

Kooperation: Landesvertretung Bremen, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Audio-Mitschnitte:

  1. Begrüßung (MP3)
  2. Vortrag Lester R. Brown (MP3)
  3. Nachfragen Ralf Fücks (MP3)
  4. Publikumsdiskussion (MP3)

Vordenken #6: Ökologie und Gesellschaft

"Zwei Farben Grün"
11.06.2008
Das Verhältnis der islamischen Lehre zur natürlichen Umwelt

Vortrag und Diskussion mit: Axel Ayyub Köhler (Vorsitzender, Zentralrat der Muslime)

Kommentar: Heiner Bielefeldt (Institut für Menschenrechte)
Moderation: Dr. Hermann E. Ott (Leiter Büro Berlin, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie)
In Kooperation mit: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Audio-Mitschnitte:

  1. Begrüßung (MP3)
  2. Vortrag Köhler (MP3)
  3. Thesen Heiner Bielefeldt (MP3)
  4. Antwort Köhler (MP3)
  5. Diskussion (MP3)

Vordenken #5: (Re)Produktivität: Ökologie und Gender

09.April 2008
Mit: Adelheid Biesecker (Universität Bremen) und Sabine Hofmeister (Universität Lüneburg)     Eine Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Audiomitschnitt:

  1. Begrüßung
  2. Vortrag Theoretischer_Teil
  3. Vortrag Beispiel Bioreservate
  4. Vortrag Beispiel work life balances
  5. Vortrag Schlussfolgerungen
  6. Diskussion

Präsentation:
(Re)Produktivität: Berührungspunkte zwischen Nachhaltigkeit und Gender
Prof. Dr. Sabin Hofmeister / Prof. Dr. Adelheid Biesecker

Vordenken #4: "Umwelt und Demokratie" Die Herausforderung des langen Jetzt

5. 12. 2007 

Vortrag und Diskussion mit:
Prof. Ernst-Otto Czempiel, Politikwissenschafler im Bereich der Friendensforschung 

Die globalen ökologischen Herausforderungen, insbesondere der Klimawandel, überschreiten die kurzfristigen Planungs- und Handlungshorizonte der aktuellen Politik. Damit wird die ökologische Frage zur Herausforderung für unsere Demokratie. Umgekehrt muss ökologische Politik für sich klären, wie sie es mit der Demokratie hält.

Während die einen nach Strategien suchen, die Ökologie im demokratischen Meinungsbildungsprozess zu stärken, sehen andere eine zumindest latente Überforderung der bestehenden demokratischen Institutionen. Die Abendveranstaltung verspricht eine spannende Diskussion zu einem bislang wenig erörterten Verhältnis. 

Vordenken #3: Umwelt und Gerechtigkeit

23. Oktober 2007

Das Ökologische und das Soziale: Eine Verhältnisbestimmung

Vortrag und Diskussion mit:
Dr. Wolfgang Sachs, Projektleiter des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Der Klimawandel betrifft uns alle – wirklich? Ein genauerer Blick zeigt: Ökologische Probleme werden nicht von allen Menschen gleichermaßen verursacht, und sie betreffen nicht alle in gleicher Weise. Und auch Maßnahmen ökologischer Politik werfen stets Gerechtigkeitsfragen auf. Doch was heißt Umweltgerechtigkeit, und welche Folgerungen hat das Konzept für eine ökologische Politik, bei uns in Deutschland, und weltweit?

Ohne globale Gerechtigkeit wird es keine ökologische Wende geben. Die Beziehungen zwischen Ökologie und Gerechtigkeit sind vielfältig, denn ökologische Probleme werden nicht von allen Menschen gleichermaßen verursacht, und sie betreffen nicht alle in gleicher Weise. Und Maßnahmen ökologischer Politik werfen stets Gerechtigkeitsfragen auf. Wenn Ökologie von Gerechtigkeit nicht zu trennen ist, dann die Gerechtigkeit auch nicht von der Ökologie: Doch was heißt Umweltgerechtigkeit, und welche Folgerungen hat das Konzept für eine ökologische Politik, bei uns in Deutschland, und weltweit?

Vordenken #2: Gutes Leben? Ökologie und die Pluralität der Lebensstile

18. Juni 2007

Die ökologische Wende erfordert eine Veränderung unserer gewohnten Lebensstile. Lässt sich das „gute“ mit dem ökologisch „richtigen“ Leben in Einklang bringen? Wie verträgt sich dies mit der Freiheit und Entfaltung des Individuums, der Pluralität moderner Lebensstile? Welche ökologischen Anknüpfungspunkte haben eigentlich die unterschiedlichen Lebensstile? Und wie stark darf der Staat unter Berufung auf ökologische Ziele eingreifen?

Vortrag und Diskussion mit:
Prof. Dr. Konrad Ott, Universität Greifswald

Vordenken #1: Brauchen wir eine "Politische Ökologie"?

12. April 2007
Zur politischen Klärung eines Begriffs

Vortrag und Diskussion mit:
Joan Martínez-Alier, Herausgeber der Zeitschrift  "ecologia política" und Präsident der Internationalen Gesellschaft für Ökologische Ökonomie, Barcelona

Ökologie, ein Begriff der Naturwissenschaften, hat mit der "politischen Ökologie" Einzug ins gesellschaftswissenschaftliche Vokabular gehalten. Was aber meinen wir damit? Brauchen wir überhaupt eine "politische Ökologie"? Ist dieser Begriff geeignet für Strategiebildung und Kommunikation? Kann eine "politische Ökologie" die Verbindung schaffen zwischen den sozialen und ökologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts?

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