Podcast: "Mit der Geschichte in die Zukunft blicken"

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"Mit der Geschichte in die Zukunft blicken"

Wolfgang Templin
Foto: Frank Ebert, Lizenz: CC BY-SA 3.0

10. Juni 2013

Dass Geschichte anhand persönlicher Erinnerungen und Erfahrungen als ein länderübergreifendes Ereignis dargestellten werden kann und so wieder lebendig wird - das zeigt die Onlineplattform Europeana. Die Webseite sammelte und archivierte bereits zeitgeschichtliche Dokumente aus dem ersten Weltkrieg. Mit dem Nachfolgeprojekt Europeana 1989 wird diese Idee fortgesetzt. Denn im kommenden Jahr 2014 jähren sich die Ereignisse der 1989er Wendezeit zum 25-ten Mal.

Auf der Webseite Europeana 1989 können Menschen aus aller Welt ihre Erinnerungen über der Ereignisse in Mittel- und Osteuropa im Jahr 1989 in Form von Fotos, Filmen, Geschichten und Aufzeichnungen in die Datenbank der Website einfügen und die geschichtliche Dokumentation dieser Zeit mit wahren Erlebnissen bereichern und mit anderen teilen.

Der DDR-Bürgerrechtler und Publizist Wolfgang Templin wird als Nationaler Botschafter die Arbeit der Plattform unterstützen und fördern. Er war Mitbegründer der DDR-Menschenrechtsgruppe "Initiative Frieden und Menschenrechte" und führte die Protestaktionen gegen Menschenrechtsverletzungen in der DDR durch.

Jahrelang wurde er von der Staatssicherheit überwacht, schließlich 1988 inhaftiert und zur Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland gezwungen. Im Zuge der friedlichen Revolution des Herbstes 1989 kehrte er in die DDR zurück und nahm für die "Initiative fur Menschenrechte" am Runden Tisch teil. 1991 gehörte er zu den Gründern der Partei Bündnis 90.

Seit 2010 ist Wolfgang Templin der Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Warschau. Im Podcast erklärt Templin, welche Aufgaben er als Botschafter der Europeana 1989 wahrnehmen wird und worin die Bedeutung der Online-Plattform liegt.

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Pressemitteilung: Wolfgang Templin wird Nationaler Botschafter der digitalen Erinnerungsplattform „Europeana 1989“

Zum Beitrag „Differenzieren bis zur Kenntlichkeit - Vom schwierigen Umgang mit deutscher Diktaturvergangenheit“ von Wolfgang Templin

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