Unterrichtsmaterial: "Menschen im Klimawandel"

Unterrichtsmaterial: "Menschen im Klimawandel"

10. April 2012
Diese von der Heinrich-Böll-Stiftung und Oxfam Deutschland erstellte Unterrichtssequenz soll Schüler und Schülerinnen die Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern näherbringen und sie für die Konsequenzen, die besonders Menschen in armen Ländern betreffen, sensibilisieren.
 
Die Sequenz besteht aus sieben als geschlossene Einheiten angelegten Themen, die unter "Menschen im Klimawandel" zu finden sind. Sie sind speziell für den Geografieunterricht konzipiert, eignen sich weitgehend aber auch für den Politik-, Ethik- oder Philosophieunterricht. Die Unterrichtssequenz richtet sich speziell an Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe II.

Didaktisch und konzeptionell beziehen sich die Materialien auf den „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung“, der 2007 von der Kultusministerkonferenz (KMK) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erarbeitet wurde. Die dort formulierten elf Kernkompetenzen (siehe unten) werden durch die verschiedenen Aufgabentypen und Methoden in den Materialien vermittelt. Sie entsprechen den Anforderungen des „Neuen Lernens“ und haben eine eigenverantwortliche, problemorientierte Wissensaneignung der Schüler/innen zum Ziel.

Thema 1: Folgen des Klimawandels

Die Schüler/innen erkennen, dass die Folgen des Klimawandels bereits heute spürbar sind. Sie beschäftigen sich mit den Fragen, wer den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur verursacht und wo die Verursacher-Länder geografisch liegen. Danach skizzieren die Schüler/innen die Folgen des Klimawandels in armen Ländern. Die Visualisierung von Daten soll ihnen dabei helfen, die komplexen globalen Zusammenhänge und Folgen des Klimawandels zu erschließen.

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Thema 2: Der Klimawandel trifft insbesondere arme Länder

Die Schüler/innen erfahren, dass schon jetzt besonders die armen Länder die Folgen des Klimawandels zu tragen haben. Ausgehend von der Verteilung der Weltbevölkerung und des weltweiten Reichtums beschäftigen sie sich damit, welche Ressourcen in einzelnen Weltregionen zur Verfügung stehen, um auf den Klimawandel zu reagieren.
Dabei erkennen sie die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und globaler und gesellschaftlicher Ungerechtigkeit. Klimawandel soll als ein Konfliktfeld wahrgenommen werden, das sowohl eine soziale und ökonomische als auch eine ökologische Dimension hat.

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Thema 3: Hunger und Ernährungssicherheit

Die Schüler/innen lernen die Millennium-Entwicklungsziele [Millennium Development Goals – MDGs] kennen. Sie erarbeiten sich den Zusammenhang zwischen den Folgen des Klimawandels und den MDGs, insbesondere dem Ziel „Bekämpfung von extremer Armut und des Hungers“. Sie übernehmen fremde Perspektiven und argumentieren aus diesen Sichtweisen heraus. Dabei reflektieren sie die unterschiedlichen Handlungsräume der einzelnen Akteure bei der Bekämpfung von Hunger auf der Welt im Kontext des Klimawandels.

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Thema 4: Zu viel oder zu wenig Wasser

Die Schüler/innen werden sich ihrer eigenen privilegierten Position bezüglich der Verfügbarkeit von sauberem Wasser bewusst und lernen das Konzept des „virtuellen Wassers“ kennen. Anschließend übernehmen sie die Lebensperspektiven von Menschen, die entweder mit einem „Zuviel“ oder „Zuwenig“ an Wasser konfrontiert sind. Daraus leiten sie wahrscheinliche Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten für Menschen ab, um mit Wasserüberschuss oder Wassermangel umzugehen.

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Thema 5: Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit

Die Schüler/innen reflektieren über ihre eigene Einschätzung der gesundheitlichen Gefahren des Klimawandels und erweitern ihr Wissen durch das Kennenlernen anderer Perspektiven. Sie sind dazu in der Lage, aus konkreten Informationen zu abstrahieren und zu systematisieren.

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Thema 6: Unwetterkatastrophen und steigender Meeresspiegel

Die Schüler/innen sind in der Lage, die Ausmaße menschlicher Schicksale im Klimawandel zu verstehen und sowohl unter ethischen als auch sozialen Gesichtspunkten über ihre eigene Lebenswelt zu reflektieren. Zur Kontextualisierung dienen Unwetterkatastrophen, die aufgrund des Klimawandels an Intensität gewinnen, und der durch den Klimawandel verursachte Anstieg des Meeresspiegels. Im Zusammenhang damit beziehen die Schüler/innen Stellung zu den Themen „globale Verantwortung“ und „globale Gerechtigkeit“ und setzen sich damit intensiv schriftlich auseinander.

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Thema 7: Dem Klimawandel aktiv begegnen

Die Schüler/innen erkennen die Handlungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten auf der persönlichen, der nationalen (d.h. deutschen) und der globalen Ebene. Dabei geht es sowohl um den Umgang mit den Folgen des Klimawandels und die klimatischen Veränderungen, wie auch die Frage, wie der Klimawandel und damit letztlich auch seine negativen Folgen begrenzt werden können.

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