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Die Heinrich-Böll-Stiftung vergibt den diesjährigen Anne-Klein-Frauenpreis an eine mutige Vorkämpferin gegen die Ausbeutung von Migrant/innen in haushaltsnahen Dienstleitungen, an die Frauenrechtsaktivistin Dr. Nivedita Prasad. Die Vergabe des Preises versteht die Heinrich-Böll-Stiftung als eine politische Stellungnahme. Der Preis soll durch die mit ihm verbundene Aufmerksamkeit, finanzielle Unterstützung und politische Anerkennung helfen, die feministischen und frauenpolitischen Anliegen der Preisträgerin voranzubringen. Somit versteht die Heinrich-Böll-Stiftung die Ehrung Nivedita Prasads auch als Ansporn an sich selbst, sich verstärkt mit dem Thema Transnationaler Care-Ökonomie in Verbindung mit Menschenrechten, Menschenhandel, Frauenhandel, Arbeitsmigration auseinandersetzen.

Im Folgenden finden Sie als einen Aufschlag dazu, eine Sammlung von Texten zu Aspekten des Themas, zu Flüchtlingsfrauen und ihrem langen Weg zur Chancengleichheit, "neue Dienstmädchen" im Zeitalter der Globalisierung und der Globalisierung von Pflegearbeit, die in anderen Zusammenhängen bereits veröffentlicht worden sind. Ergänzt ist die Sammlung durch einen Aufsatz der Preisträgerin selbst zu Gewalt und Rassismus als Gesundheitsrisiko für Migrantinnen.

» Anne-Klein-Frauenpreis

Nivedita Prasad

Gewalt und Rassismus als Risikofaktoren für die Gesundheit von Migrantinnen

- Über die gesundheitliche Versorgung von Migrantinnen ist in den vergangenen Jahren sehr viel geschrieben, diskutiert und geforscht worden. Während manche Arbeiten schon in Titeln wie „Macht Migration krank?“ Migration an sich pathologisieren, konzentrieren sich andere auf tatsächliche oder konstruierte Unterschiede zwischen Frauen mit und ohne Migrationshintergrund. Nivedita Prasad mehr»

Europäische Politiken im Zuge der Globalisierung von Pflegearbeit

- In der Folge der zunehmenden Auslagerung von Sorgearbeit aus dem privaten, unbezahlten Bereich entstehen transnationale Sorgeketten. Die vielfältigen Effekte dieser Care Chains auf Familien und Herkunftsökonomie sowie die Schwierigkeiten einer europäischen, rechtlichen Rahmensetzung für den Schutz der Migrant/innen zeigen, dass Care auch als Recht verstanden werden muss – dafür, selbst Care zu empfangen und für andere und sich selbst zu geben. Maria Kontos mehr»

Anne-Klein-Frauenpreis

Anne Klein

Anne-Klein-Frauenpreis

- Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin. Mit dem Preis fördern wir jährlich Frauen, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen.  mehr»
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