In Gedenken an Petra Kelly: Vor 20 Jahre endete das Leben der Grünen-Ikone auf tragische Weise
"Sie macht und sie denkt", wie die Washington Post schon 1969 ihre politische Leidenschaft auf den knappen Nenner brachte. Wie niemand sonst, repräsentierte sie den internationalen Charakter der grünen Bewegung; sie war begnadete Botschafterin der grünen Idee. Doch wie alle eigenwilligen Menschen, die einer Mission folgen und die Öffentlichkeit suchen, zog sie Bewunderung wie Ablehnung auf sich. Ihr gewaltsamer Tod durch die Hand ihres Lebensgefährten vor genau 20 Jahren hat den Blick auf Ihre Persönlichkeit und ihre politische Leistung nicht leichter gemacht. Petra Kelly wäre am 29. November dieses Jahres 65 Jahre alt geworden.
Seit 1998 ist sie Namensgeberin des "Petra-Kelly-Preises" der Heinrich-Böll-Stiftung, mit dem Menschen und zivilgesellschaftliche Vereinigungen ausgezeichnet werden, die sich auf besondere Weise für die Achtung der Menschenrechte, für das gewaltfreie Lösen von Konflikten und den Schutz unserer Umwelt einsetzen. Im Sinne Petra Kellys soll der Preis die Anliegen der ausgezeichneten Projekte und Personen fördern und ihnen helfen, diese weiter zu verfolgen. In diesem Jahr geht der Preis an Ales Bialiatski aus Belarus (Weißrussland). Bialiatski ist Mitbegründer und Vorsitzender der belarussischen Menschenrechtsorganisation "Viasna" und befindet sich derzeit in Belarus in politischer Gefangenschaft. Der Preis wird bei einem Festakt am 22. November 2012 in Berlin überreicht.
- Kurzbiographie von Petra Kelly
- Petra Kelly und die Grünen
Eine Wiederannäherung
von Ralf Fücks - „Beginne dort, wo Du bist.“
Das Leben der Petra K. Kelly
von Lukas Beckmann - Essay von Petra Kelly über politische Moral (Druckversion)
- Foto- und Essaybuch: "Petra Kelly. Eine Erinnerung"


