Der Friedensnobelpreis geht an die EU

Mit dem Preis wird die Idee eines friedvollen und vielfältigen Europas geehrt. Unser Bild hier zeigt eine Friedenstaube auf einer Fabrikwand in Warschau. Foto: Eolé Lizenz: CC-BY-NC-SA Quelle: Flickr

12. Oktober 2012
Sergey Lagodinsky
Mitten in der Krise und im schwierigen Prozess der Selbstfindung erhält die Europäische Union den Friedensnobelpreis.

Mit dem Preis wird die Idee eines friedvollen und vielfältigen Europas geehrt. Richtigerweise hebt das Nobelpreiskomitee die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland hervor, die Osterweiterung und die Demokratisierung Südeuropas. Wichtig ist aber auch, dass die Auszeichnung nicht nur den bisherigen historischen Leistungen gilt, die in der jetzigen Krise so oft vergessen werden.

Sie ist auch Anlass an die zahlreichen Herausforderungen zu denken, vor denen wir stehen: von nötigen Korrekturen der EU-Flüchtlingspolitik bis zur Erarbeitung einer gemeinsamen Außenpolitik. Erst recht gilt es, in der bisher schwierigsten Phase der Union, an diejenigen in der EU zu denken, die die Krise unter schwersten Bedingungen durchleben müssen.

Die Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet daran, die Chancen und Herausforderungen der europäischen Idee gemeinsam mit unseren Partner/innen zu diskutieren. Wir laden Sie ein, unser Dossier zu Europas Zukunft besuchen, Berichte über die soeben erfolgte Jahreskonferenz zu lesen bzw. anzuschauen, die Ergebnisse unserer Studien zur EU-Demokratie sowie zur institutionellen Zukunft Europas zu diskutieren.

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