Rainer von Vielen

Rainer von Vielen

7. Mai 2008

Rainer von Vielen am Freitag, den 22. August in Jena - am Freitag, den 5. September in München - und am Samstag, den 13. September in Berlin 

Als ich vor zwei Jahren Rainer von Vielens großartige erste CD in die Anlage steckte, wurde ich schier weggeblasen. Ein Hit, ein Trick nach dem anderen, Witz und Ideenreichtum ohne Ende. Endlich, dachte ich, produziert da jemand auch im deutschsprachigen Raum einzigartige Musik, die sich soweit von Vorbildern gelöst hat, dass sie zu ganz eigenständiger Form gefunden hat. Nicht bloß 1:1 angloamerikanische Spielarten und Ausdrucksweisen ins Deutsche übersetzt. Da lebt jemand im Jetzt. Mitten in einer Welt, die ihn beeinflusst und die er beeinflussen will. Will Musik mit Aussagen machen, Diskurs, den man tanzen kann.

Und dann sitzt dieser Kauz, den ich sogleich zu einem Festival einlud, nicht in irgendeiner Metropole am Puls der Zeit, sondern dort, wo man annimmt, dass sie stehen geblieben ist: Im tiefsten Allgäu, dort, wo man einen ganzen Tag lang mitten auf der Wiese nackt Schlagzeug spielen kann, ohne dass es jemand hören oder sehen würde. Im Heute, wo es keine Provinz und keinen Nabel der Welt mehr gibt.

Nun hat sich dieser nackte Musiker, der Reime und Slogans nur so aus dem Ärmel schüttelt, wieder angezogen und seine Hymnen nach Berlin getragen. Und von dort aus werden sie ihren Weg in die Welt finden. Denn Hits sind es allesamt. Den Charme seiner gewitzten Homestudio-Produktionen tauschte er ein gegen die geballte Kraft dreier Naturburschen, die nun an seiner Seite werkeln. Kauz. Pfundskerle, die wissen, wo der Bartl den Moscht holt. Und für die Umsetzung seines Masterplans X spürte er noch einen vierten Kauz in schwäbischen Synthesizerhöhlen auf: And.Ypsilon, der sonst die Knöpfe bei den Fantastischen Vier verdreht.

Schade eigentlich, könnte man meinen. Zu schön bedient wäre dieses romantische Klischee. Der zurückgezogene, genialistische Soundbastler, oben auf der Alm mit seiner Ziehharmonika. Betrachtet die Welt von Innen nach Außen. Summt, summt, summt dieses Lied, weil so wenigstens etwas geschieht. Doch es ist nicht der Sinn der Sache, solche Songs in der Scheune übereinander zu stapeln. Protestlieder gehören hinaus in die Welt. Möglichst laut, so dass alle sie hören können. Hören müssen! Rainer Von Vielens Ohrwürmer gehören ganz hinauf. Ins Radio und in die Stadien.

Hans Platzgumer, Februar 2008

Mehr unter: www.rainervonvielen.de

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