MIA
MIA am Freitag, den 5. September in München
MIA gründeten sich 1997 in Berlin als Schülerband. Mieze, 1979 in Berlin geboren, und Andi Ross (später Andy Penn, ebenfalls 1979 in Berlin geboren), die gemeinsam das John-Lennon-Gymnasium in Berlin besuchten, wurden von ihrer Mitschülerin Sarah Kuttner an Robert Schütze und Ingo Puls vermittelt. Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Hannes Schulze gründete man eine Musikgruppe und durchlief mehrere Namensänderungen. Der heutige Name MIA leitet sich vom früheren Bandnamen Me In Affairs ab, heute assoziiert die Gruppe das Kürzel mit anderen Dingen, darunter Musik ist Alles. Eine „korrekte“ Übersetzung des Bandnamens gibt es nicht.
„Ich traf Andi in der Schule, im Sommer 97. Ich wusste nur, dass er Gitarre spielt, aber ich wusste noch nicht, dass wir ein paar Monate später eine Band gründen würden.
Ich nahm damals Gesangstunden und sang in einem Chor (Canzonetta). Meine Mama behauptet, ich hätte zuerst gesungen, dann gesprochen... ich werde ihr da nicht widersprechen.
Meine Gesangslehrerin hat mich immer vor Rock und Popmusik gewarnt, vielleicht kam daher der gezielte Drang nach einem elektrisch verstärkten Mikrofon und Feedback. Andi und ich verbrachten jedenfalls unsere gesamte freie Zeit und hörten Musik von Nirvana bis Portishead. Er an der Gitarre, manchmal Klavier, ich mit Stimme, Zettel und Stift.
Wir hielten Ausschau nach Mitmusikern und fragten rum, ganz einfach, und tatsächlich standen wir im Herbst '97 mit Bob am Bass und Ingo an der Gitarre (Horn, Piano, Stimme) im Proberaum und von da an taten und tun wir das oft. Seitdem Gunnar dann mit seiner durchsichtigen Snare in den Proberaum marschiert ist, sind wir komplett.
Aber so richtig komplett sind wir erst, wenn unser Label R.O.T hier auftaucht. R.O.T, das sind Nhoah, Staab und Inga Königstadt, drei Persönlichkeiten, drei Freunde und genauso Teil von Mia. wie jeder von uns.
Es geht hier um Musik. Darum, zu kommunizieren, zu lernen, zu erleben, zu fühlen und zu teilen, es geht immer wieder um Grenzen und darum, etwas aus tiefstem Herzen zu geben.
Unterwegs zu sein ist für uns ein Muss, vom Proberaum zum Studio, in den Klub oder aufs Festival, ins Auto, dann ins Bett. Manchmal zu Hause, manchmal im Bus, manchmal an einem ganz andern Fleck auf der Erde.
Ich kann nicht zählen, wie viele Konzerte wir seitdem gespielten haben, wie viele Interviews wir gegeben haben, wie vielen Herausforderungen wir uns gestellt haben. Ich möchte nichts davon missen. Jede dieser Erfahrungen hat uns noch ein Stück zusammen gebracht, wir haben eine gemeinsame Geschichte und wir arbeiten liebevoll daran." (Mieze von MIA)
Zahlen & Fakten
„Alles Neu”, die erste Single vom MIA - Debüt „Hieb - und Stichfest” erschien im Mai 2002. Das Album folgte im August und bis dahin hatte die Band schon zahlreiche Festivalshows absolviert.
Im Rahmen der dazugehörigen Tour, die im Herbst begann, spielte MIA etwa 30 Konzerte in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Als Anfang März 2004 der „Hieb - und Stichfest” - Nachfolger „Stille Post” erschien, hatten sich MIA durch ausgedehnte Tourneen und die Teilnahme zum Vorausscheid des Grand Prix d' Eurovision de la Chanson eine Popularität erspielt, die der Band nach einiger Zeit ihre erste goldene Schallplatte einbrachte.
Die entsprechend gut besuchte „Stille Post”-Tour führte MIA 2004/05 nicht nur in die Nachbarländer Schweiz und Österreich, sondern auch nach Luxemburg, Belgien und Tschechien. Darüber hinaus hatte die Band die Möglichkeit, sich mit Hilfe des Goethe-Instituts und des Auswärtigen Amtes in Russland, Polen, Südkorea und Japan zu präsentieren.
Nach einer kurzen Pause meldeten sich MIA im Spätsommer 2006 mit dem Album „Zirkus”. Das Album erreichte Platz zwei der deutschen Albumcharts und wurde ebenfalls vergoldet. Die "Zirkus"-Tour von November 2006 bis Februar 2007 wurde aufgrund großer Nachfrage im Sommer 2007 fortgesetzt und ist mit knapp 100 000 Besuchern die erfolgreichste Tour der Bandgeschichte.
Mehr unter: www.miarockt.de




