Präsentation
Kurzstudie “Nutzen statt Besitzen”
„Nutzen statt Besitzen – Auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden Konsumkultur“
Berlin, 07. November 2012
» Die gesamte Studie können Sie sich herunterladen. (PDF, 3,8 MB; 19 Seiten)
Hintergrund und Vorgehensweise
Erstellung der Kurzstudie “Nutzen statt Besitzen” von 12/2011-05/2012
- durchgeführt vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie & der Trifolium – Beratungsgesellschaft
mbH
- Auftraggeber: Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
- in Kooperation mit dem NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V.
Ergebnis Fallbeispiele
1. Textilientausch
Berechnung des Ressourcenverbrauchs abhängig von- Faserart: z.B. Baumwolle, Viskose, Hanf, Seide, Polyethylen, Polyamid, Wolle, Mohair, Leder (sowohl mineralisch gegerbte als
auch vegetabil und synthetisch gegerbte Leder)" - den Rahmenbedingungen (z.B. Anbauort, Anbauart und -verfahren, angewendete Verfahren, z.B. der Textilveredelung etc.) "
- Des weiteren wird der lebensweite Ressourcenverbrauch stark durch die Nutzungsphase von Bekleidung beeinflusst
(Nutzungsintensität und -dauer, Waschen und Pflegen, Nachnutzung etc.)
Einsparpotenziale bei der Online-Transaktion durch Umkreissuche oder Sammelsendungen:"
- Online-Transaktionen schneiden im Vergleich zu etablierten Transaktionen (Flohmärkte, Secondhandläden, Kleinanzeigen)
hinsichtlich der CO2-Emissionen besser ab" - aber: Liegt die Transportentfernung bei der Online-Transaktion nur 50% höher, so gibt es keine signifikanten Unterschiede zum Kauf im Secondhand-Laden und zum Flohmarkt"
Mögliche Rebound-Effekte durch:"
- Transportwege
- Additiver Konsum
- "Gutes Gewissen" durch Tausch
- Konsumniveau insgesamt zu hoch
2. Werkzeugverleih
Allgemeine These kann bestätigt werden:Das Mietkonzept Werkzeugverleih hat positive Auswirkungen hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs bei eher selten genutzten Geräten.
- Produktions- und Anschaffungskosten
- Effektivere Auslastung des Gerätes
| Geräte |
Durchschnittliche |
Maximal mögliche Nutzungsdauer |
Nichtgenutzte Kapazität |
| Bohrmaschine | 45h in 15 Jahren* | 300h in 15 - 25 Jahren* | 255h* |
| Rasenmäher | 375h in 15 Jahren | 400-600h in 15 Jahren | 25h - 225h |
| Vertikutierer | 15h in 15 Jahren | 400h in 15 Jahren* | 350h* |
Errechnung des Potenzials abhängig von Rahmenbedingungen:
- Produktgruppe,
- Leistungsmerkmalen des Gerätes
- Lebensdauer/Qualität
- Nutzungshäufigkeit in Abhängigkeit vom Nutzungsvorrat
- Transportentfernung für Beschaffung inkl. Verkehrsträger
Faktoren für mögliche Rebound-Effekte:
- Transport
- Nutzungsvorrat
- Indirekte Effekte
- Durch Anbindung an Baumarkt zusätzlicher, „ungeplanter“ Konsum möglich
- „Appetizer“ für weitere Nutzungsoptionen
3. Chemikalienleasing
UBA 2011: “Die Menge an Chemikalien die für ein Chemikalienleasing mit realen Umsetzungschancen in Frage kommen, dürfte sich in einer Größenordnung von 10.000.000 t/a bewegen.”- In ca. 1% der Fälle der möglichen Anwendungsfälle kann eine durchschnittlichen Mengenreduktion von bis zu 20% erzielt werden
- In D führt dies zu einem Gesamtpotenzial von etwa 10.000 – 20.000 t/a
- Erwartung: In den nächsten 5 Jahren werden ca. 20 % dieser Potentiale realisiert
⇒Dies würde einer jährlichen Mengenreduktion um ca. 2.000 – 4.000 t entsprechen
Für die folgenden Verbrauchsdaten ergeben sich dadurch diese groben Abschätzungen im Hinblick auf das Reduktionspotenzial:
(Quelle: UBA 2011)
Chemikalie
Verbrauch
Abschätzung für das Reduktionspotenzial
Lösemittel
7.000.000 t
7.000 – 14.000 t
Farben und Lacke
1.500.000 t
1.500 – 3.000 t
Klebstoffe
500.000 t
500 – 1.000 t
Pflanzenschutzmittel
50.000 t
50 – 100 t
Desinfektionsmittel
50.000 t
50 – 100 t





