Ausschreibung
Globaler Dialog zu Ressourcengerechtigkeit
Eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts besteht darin, globale Gerechtigkeit zu erreichen, ohne die ökologischen Grenzen des Planeten weiter zu überschreiten und ohne die endlichen Ressourcen der Erde so zu übernutzen, dass folgenden Generationen die Chance einer nachhaltigen Ausgestaltung ihres Wirtschafts- und Produktionsmodells genommen wird. Denn, soziale Gerechtigkeit ist untrennbar mit ökologischer Nachhaltigkeit verbunden.
Die ungerechte Verteilung und Übernutzung von Ressourcen, innerhalb und zwischen Ländern, ist einer der zentralen Gründe, warum heute Millionen von Menschen unterhalb der Armutsgrenze leben, während gleichzeitig die ökologischen Grenzen der Erde das nachhaltig tragbare Niveau längst überschritten haben. Anstatt aber über alternative Konzepte und Lösungen nachzudenken, steigt die Bereitschaft, die Förderung gerade von fossilen Ressourcen - aber auch von erneuerbaren Ressourcen - zu hohen ökologischen und sozialen Kosten und Risiken auszudehnen.
Um diesem Trend alternative Strategien entgegenzusetzen, möchte die Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen eines globalen Dialogs junge Wissenschaftler/innen und Aktivist/innen einladen, über Herausforderungen und Elemente einer gerechten Ressourcenpolitik nachzudenken.
Ziel des Dialogs ist es, Teilnehmende mit jeweils unterschiedlicher fachlicher Expertise zu einer mehrtägigen Zukunftswerkstatt zusammenzubringen. Die vielfältigen kreativen Methoden der Zukunftswerkstatt zielen darauf ab, umfassende, disziplin- und sektorübergreifende Diskussionen zwischen den Teilnehmenden zu ermöglichen, die die sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen von Ressourcenknappheit auf der einen Seite sowie Gestaltungsspielräume und politische Instrumente auf der anderen Seite einbeziehen.
Zentrale Fragen der Zukunftswerkstatt drehen sich um Grenzen der Substitution unterschiedlicher Ressourcen, nachhaltige Lebensstile (z.B. moderne Mobilität, erneuerbare Energie, Fleischkonsum, Agrartreibstoffe), um alternative Entwicklungsparadigmen und Institutionen (z.B. Commons / Gemeingüter) und um konkrete Gestaltungsmöglichkeiten von Wirtschafts-, Finanz-, (Außen)handels-, Investitions-, Umwelt- und Entwicklungspolitik.
Im Rahmen dieses globalen Dialogs zu Ressourcengerechtigkeit veranstaltet die Heinrich-Böll-Stiftung zwischen Herbst 2012 und Frühjahr 2013 in 10 bis 15 Ländern regionale Zukunftswerkstätten. Im Herbst 2013 werden die Ergebnisse der jeweiligen regionalen Zukunftswerkstätten in einen Alternativen Ressourcengipfel und ein Memorandum für globale Ressourcengerechtigkeit eingespeist.
Neben einem intensiven Austausch bei der Zukunftswerkstatt in Berlin (21.-24 Oktober 2012) haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in den globalen Dialog der Heinrich-Böll-Stiftung einzubringen und mit anderen ressourcenpolitisch Interessierten in einen Austausch zu kommen.
Vorausgesetzt werden neben thematischem Wissen, die Bereitschaft über die eigenen Fachgrenzen hinaus zu denken, sich auf kreative Methoden einzulassen und an allen dreieinhalb Tagen aktiv mitzuwirken.
Wir freuen uns auf Bewerbungen von Studierenden, Promovierenden, Berufseinsteiger/innen und ressourcenpolitisch Engagierten. Die Altersgrenze der Teilnehmenden liegt bei 30.
Information:
Zeit und Ort der Berliner Zukunftswerkstatt:
21.-24 Oktober 2012 (Sonntag 16:30-20 Uhr; Montag bis Mittwoch jeweils circa 9-17 Uhr)
Heinrich-Böll-Stiftung, Beletage; Schumannstraße 8, 10117 Berlin-Mitte
Bewerbungsformalitäten:
Bitte bewerben Sie sich per E-Mail an kraus@boell.de mit einem Motivationsschreiben (1-2 Seiten) und Ihrem Lebenslauf.
Reise- und Aufenthaltskosten werden übernommen. Es fallen keine Teilnahmekosten an.
Kontakt:
Annette Kraus
Referat Internationale Umweltpolitik
Kraus@boell.de
Tel: 030 28534 314
Alle Informationen sind auf www.boell.de/resource-equity abzurufen.
Bewerbungsfrist: 31. August 2012





