Die israelische und deutsche Sicht auf Staat, Nation, Gewalt.
Ein Vergleich.
Internationale Konferenz
Datum: Donnerstag, 16., und Freitag, 17. Februar 2012
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte
u. a. mit
Naomi Chazan - New Israel Fund, Head School of Government, Academic College of Tel-Aviv-Yaffo, Prof. em. Hebrew University of Jerusalem, ehem. Knesset-Abgeordnete (Meretz)
Michael Wolffsohn - Historiker, Hochschule der Bundeswehr, München
Carlo Strenger - Psychoanalytiker, Tel Aviv University, Journalist, Blogger, Haaretz
Colette Avital - ehem. Knesset-Abgeordnete (Labor Party)
Shimon Stein - ehemaliger Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland, Tel Aviv
Nitzan Horowitz - Knesset-Abgeordneter (Meretz), Tel Aviv
Claus Leggewie - Politikwissenschaftler, Kulturwissenschaftliches Institut der Universität Essen
Yossi Yonah - Erziehungswissenschaftler, Philosoph, Ben Gurion University of the Negev, Van Leer Institute, Jerusalem
Ralf Fücks - Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung
Konferenzprogramm:
http://event.boell-net.de/OrgClient/Downloads/10865.pdf
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich zur Konferenz an unter: presse@boell.de
In der offiziellen Politik Deutschlands werden die engen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel immer wieder betont. Mit dem Verweis auf den Holocaust wird die besondere Verantwortung gegenüber Israel hervorgehoben. Demoskopische Erhebungen zeigen allerdings, dass ein großer Teil der deutschen Bevölkerung dem nicht mehr zustimmen will. So ist trotz der unveränderten offiziellen Haltung in den letzten Jahren eine wachsende Entfremdung zwischen Israelis und Deutschen zu beobachten. Die Kritik an der israelischen Besatzungspolitik wird schärfer, ebenso das Befremden über innenpolitische und gesellschaftliche Tendenzen, die als Abkehr von der demokratischen politischen Kultur Israels gewertet werden. Insoweit folgt die öffentliche Meinung in Deutschland der israelkritischen Stimmungslage in weiten Teilen Europas.
Auf der anderen Seite wirft Israel Europa außenpolitische Naivität vor, die verhindert, Bedrohungen realistisch einzuschätzen.
Wir wollen mit dieser Konferenz der Frage nachgehen, auf welchen historischen Ursachen dieser Entfremdungsprozess beruht und welche politischen Folgen dies für die gegenwärtige Politik hat. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir über die Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen im Kontext eines sich rapide verändernden Nahen Ostens.
Sprachen:
Hebräisch/Deutsch mit Simultanübersetzung
Pressekontakt:
Karoline Richter (ehem. Hutter)
Pressesprecherin
Tel.: +49-(0)30-285 34-202 | 0160 365 7722
E-Mail: richter@boell.de
-----