Schriften zu Bildung und Kultur – Band 2:
Kreativen: Wirkung
Urbane Kultur, Wissensökonomie und Stadtpolitik
Städte brauchen Kreativität – mehr denn je.
Ob Toronto oder Tallahassee, München oder Oldenburg – sie alle sehen Kreativität als Schlüssel zu Fortschritt und Wohlstand. Darum buhlen sie um die kreativen Köpfe, immer in der Hoffnung, die Unternehmen zögen nach. Die Städte lassen hochwertige Wohnquartiere bauen, Brachen für Projektemacher öffnen, Radwege anlegen, Kulturtempel errichten, um ihre Attraktivität zu erhöhen. Doch können Konzepte der „kreativen Stadt“ tatsächlich problemlos Elemente moderner Ansiedlungspolitik, kultureller Ausstrahlung, hoher Lebensqualität und sozialer Verantwortung miteinander verbinden? Oder verstärken sie gesellschaftliche und räumliche Spaltungstendenzen? Profitieren mittelständische Unternehmen und prekäre Alleinselbständige tatsächlich gleichermaßen von dem neuen Leitbild? Die Beiträge in diesem Band gehen gezielt diesen Reibungspunkten zwischen der kreativen Stadt als griffigem Slogan für den Standortwettbewerb und ihrem gesellschaftspolitischen Anspruch nach.

Mit Beiträgen u.a. von Hans Joachim Kujath, Marion von Osten, Jamie Peck, Oliver Frey und Wencke Hertzsch.

» Einführung
Kreativen: Wirkung. Von der urbanen Universalformel zum Politikentwurf für die Wissensgesellschaft (PDF, 32 KB)
Von Sabine Drewes und Jan Engelmann

Schriften zu Bildung und Kultur – Band 2: Kreativen: Wirkung
Urbane Kultur, Wissensökonomie und Stadtpolitik
Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung
Berlin, 29. Mai 2008, 80 Seiten
ISBN 978-3-927760-84-4

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Re-Build This City!
Skyline Frankfurt
Dossier
Urbane Kultur, Wissensökonomie und kreative Stadtpolitik
Das Rhein-Main-Gebiet gilt als eine der produktivsten Wirtschaftsregionen Europas. Frankfurt ist Messestadt, Sitz der Europäischen Zentralbank und beherbergt den größten europäischen Flughafen. Hier haben sich global operierende Finanzdienstleister, Werbeagenturen, renommierte Verlage sowie junge Start-ups der Medien- und Informationsbranche angesiedelt, aber auch Produktionsstätten der chemischen Industrie und biotechnologisch orientierte Unternehmen. Es ist also alles vorhanden, was in einschlägigen Rankings einen guten Standort ausmacht. Wirklich alles?

Immer lauter wird die Klage, Frankfurt gehe mit seinen vorhandenen Potenzialen allzu sorglos um. Vorhandener Leerstand wird entweder schlecht genutzt oder – wie im Falle des Bahnhofsviertels – meistbietend vergeben. Die vielbeschworene „kreative Klasse“ (Richard Florida) droht abzuwandern. Dabei zeigen gerade Beispiele aus anderen Ländern und Kommunen, wie ein kulturgetriebener Strukturwandel eingeläutet werden kann, der von Politik, Wirtschaft und Wohnbevölkerung kooperativ getragen wird. All diese erfolgreichen Projekte zeigen: Das vorhandene „territoriale Kapital“ einer Stadt oder Region zu entfalten, bedeutet zunächst einmal, in einen intensiven Prozess der Selbstreflexion einzutreten.

Der Kongress RE-BUILD THIS CITY! der Heinrich-Böll-Stiftung stellt dafür eine Plattform bereit. An zwei Tagen versammeln sich im ATELIERFRANKFURT internationale Experten und Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zum Gespräch. Vielleicht werden Abrissarbeiten notwendig sein, um endlich anfangen zu können.

» Zur Dokumentation des Kongresses

Praxisworkshop
Konferenz
30. bis 31. Mai 2008
Mit:
Prof. Dr. Jamie Peck, University of Wisconsin-Madison,
Pernille Askerud, UNESCO-Beraterin Genf,
Amelie Deuflhard, Intendantin Kampnagel Hamburg,
Dorothee Wenner, Leiterin Talent Campus Berlinale,
Daniel Cohn-Bendit, MdEP

Ort: Atelier Frankfurt
Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei zugänglich!

Veranstalter:
Heinrich-Böll-Stiftung
Hochschule für Gestaltung Offenbach (Kooperation)
Heinrich-Böll-Stiftung Hessen
Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg

Anmeldung: Bitte melden Sie sich über unser über Onlineformular an.
Gebühr: 30 Euro, 12 Euro ermäßigt

»
Programm

» Anmeldungnicht mehr möglich!

» Veranstaltungs-Booklet

» Referentinnen/Referenten

» Re-Build-Trailer (QuickTime Movie, 9 MB)

» Kurzfilmprogramm der HFG Offenbach (PDF, 337 KB)

Informationen: Jan Engelmann, Fon: 030-285 34 252, engelmann@boell.de
                          Sabine Drewes, Fon: 030-285 34 249, drewes@boell.de

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