Schriftenreihe Bildung & Kultur
Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf
7. Dezember 2009
Rund 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler verlassen in Deutschland die Schule mit erheblichen Bildungsdefiziten. Sie haben Probleme im Arbeitsleben und können an Politik und Kultur nur eingeschränkt teilhaben. Insgesamt geht es um rund zwei Millionen Jugendliche - häufig sind sie männlich und haben einen Migrationshintergrund. Ihnen drohen Arbeitslosigkeit und sozialer Ausschluss. Diese Bildungsarmut ist nicht nur ein Makel für die Betroffenen, sie ist auch für Staat und Gesellschaft ein Problem.

Bei allen Verbesserungsbemühungen im Bildungssystem werden die Lern- und Lebenschancen von bildungsarmen Kindern und Jugendlichen immer noch zu wenig beachtet.

Aus diesem Befund zieht die Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung in ihrer Empfehlung einen radikalen Schluss: Sie stellt die sogenannte "Risikogruppe" ins Zentrum der Bildungsreform. Hier geht es um die Verbesserung der Förderfähigkeit der Schulen insgesamt. Die Schulkommission plädiert für eine nicht diskriminierende Leistungsorientierung. Sie rückt die individuelle Förderung und die Durchlässigkeit des Bildungssystems in den Mittelpunkt.

"Die Kommission verdient ein großes Kompliment: Das Ergebnis ihrer Arbeit ist die beste Empfehlung zu Fragen der Bildungsgerechtigkeit, die mir bekannt ist." Prof. Jürgen Baumert, Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung

Schriften zu Bildung und Kultur, Band 3:
Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf
Wie Bildungsarmut nicht weiter vererbt wird
Eine Empfehlung der Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung
Mit ergänzenden und weiterführenden Beiträgen
Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung
Berlin, November 2009, 60 Seiten
ISBN 978-3-86928-017-2

Bestelladresse:
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Tel. 030-285340
Fax: 030-28534109
E-Mail: info@boell.de

Kommentar schreiben




 Bitte Zahlenkombination eingeben und anschließend auf den grünen Pfeil klicken.

Newsletter
Auf einen Blick bieten wir Ihnen in unserem unser Newsletter aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Neuerscheinungen der Heinrich-Böll-Stiftung. Die Verschickung erfolgt am Ende der letzten Monatswoche. mehr»

Verteiler der Heinrich-Böll-Stiftung

Wenn Sie Informationen und Einladungen von uns bekommen möchten, tragen Sie sich bitte in unseren Adressverteiler ein.