MECHTHILD BERESWILL
Mechthild Bereswill studierte Diplom-Sozialarbeit/pädagogik an der Fachhochschule
Nordostniedersachsen in Lüneburg sowie Diplom-Sozialwissenschaften an der
Universität Hannover mit den Fächern Soziologie, Psychologie und
Politikwissenschaften. 1995 promovierte sie ebendort im Schwerpunkt
Sozialpsychologie der Geschlechterverhältnisse und habilitierte sich 2003 zum
Thema "Geschlecht, Biographie und Delinquenz im Kontext geschlossener
Institutionen" (Universität
Hannover) . Von 1998 bis 2008 war Mechthild Bereswill als wissenschaftliche
Mitarbeiterin und Projektleitung am Kriminologischen Forschungsinstitut
Niedersachsen (KFN) tätig, ab 2002
übernahm sie verschiedene Gast- und Vertretungsprofessuren im In- und Ausland
bis sie 2007 einem Ruf an die Universität Kassel folgte, wo sie bis heute eine
Professur für Soziologie sozialer Differenzierung und Soziokultur am
Fachbereich Humanwissenschaften inne
hat.
Ihre
Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre lauten Soziologie und
Sozialpsychologie der Geschlechterverhältnisse, soziale Ungleichheit, soziale
Probleme, qualitative Methodologien. Sie ist Mitglied in der interdisziplinären
Arbeitsgruppe Frauen- und Geschlechterforschung (IAG FG) der Universität Kassel und Sprecherin
des interdisziplinären Forschungsschwerpunkts „Ungleichheiten in
Geschlechterverhältnissen“. Zudem ist sie Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg
„Dynamiken von Raum und Geschlecht“ (Universitäten
Kassel und Göttingen). Ihre zahlreichen Forschungsaktivitäten finden sich auf
ihrer Homepage: http://cms.uni-kassel.de/unicms/index.php?id=7814
Mechthild
Bereswill war von 1996-2002 ehrenamtliche Frauenrätin der
Heinrich-Böll-Stiftung, war bis 2003 Mitglied der Mitgliederversammlung und des
Kuratoriums des Feministischen Instituts der Stiftung. Daneben war Mechthild
Bereswill von 2004 bis 2010 Sprecherin der Sektion Frauen- und
Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Gegenwärtig
ist sie im Board des Research Network Women’s and Gender Studies der European
Sociological Association (ESA) .
Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen neben anderen:
Bereswill, Mechthild/Neuber,
Anke: Marginalisierte Männlichkeit, Prekarisierung und die Ordnung der
Geschlechter. In: Lutz, Helma/Herrera Vivar, Maria Teresa/Supik, Linda (Hg.) : Fokus Intersektionalität. Bewegungen
und Verortungen eines vielschichtigen Konzepts. Wiesbaden 2010, S. 85-104.
Mechthild
Bereswill/Michael Meuser/Sylka Scholz (Hrsg.), Dimensionen der Kategorie Geschlecht. Der Fall Männlichkeit, Münster 2009, zweite
Auflage.

