MICHAEL DAXNER

Michael Daxner, 1947 in Wien geboren, studierte Pädagogik, Anglistik, Sozialwissenschaften, Geschichte und Philosophie in Wien und Freiburg. Von 1970 bis 1974 als Referent im österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung beschäftigt, promovierte Daxner 1972. Zwei Jahre später, im Alter von sechsundzwanzig Jahren, wurde er auf den Lehrstuhl für Hochschuldidaktik der Universität Osnabrück berufen. Nach Forschungsaufenthalten in den USA Anfang der achtziger Jahre wechselte Michael Daxner 1986 an die Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg, deren Präsident er bis 1998 war. Seit 1998 hält Daxner die Professur für Soziologie und Jüdische Studien. Ab 2000 war Daxner international für UNMIK  (Kosovo) und in Afghanistan ab 2003 tätig, mit Schwerpunkten in der Bildungspolitik, Konfliktforschung und Interventionsanalyse. Im März 2011 wird Michael Daxner in Oldenburg pensioniert; aber: seit 2010 leitet er das Teilprojekt „Sicherheit und Entwicklung“ am Sonderforschungsbereich 700 der Freien Universität Berlin und weitere Projekte im Bereich der Konflikt- und Friedensforschung.

Nach vielfältigen Beratertätigkeiten im Bereich der Hochschulgesetzgebung und zahlreichen Mitgliedschaften in verschiedenen wissenschaftspolitischen Gremien, etwa in der internationalen Kommission der Hochschulrektorenkonferenz, übernahm Daxner im Februar 2000 die Leitung des Department of Education and Science, Pristina, im Rahmen der United Nations Interim Administration Mission in Kosovo  (UNMIK). Nach seiner Tätigkeit als Principal International Officer im kosovarischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technik wechselte Daxner im Mai 2002 als Berater ins UNMIK Office Belgrad  (Bundesrepublik Jugoslawien) . 2006-8) arbeitete Michael Daxner auch als Berater der österreichischen Regierung auf dem Gebiet der Förderung von Wissenschaft und Bildung in Südosteuropa.

Neben seiner Tätigkeit als Chair des Committees for Universities as Sites of Citizenship war Michael Daxner Mitglied im Landeshochschulrat Brandenburg  (bis 2009) , im Österreichischen Universitätskuratorium  (bis 2008) , der International Association of University Presidents  (1996-2001) und der International Academy of Higher Education Moscow. Bis 2000 war Daxner außerdem Mitglied im Ausschuss für Hochschulwesen und Forschung des Europarats. Daxner ist auch Senior Fellow bei Berghof Conflict Reserach, Berlin.

1995 erhielt Michael Daxner die Ehrendoktorwürde der Universität von Nowosibirsk  (Russland) .

Im Bereich Bildungs- und Hochschulpolitik erschienen von Michael Daxner der Band Die Wiederherstellung der Hochschule. Plädoyer für eine Rückkehr der Hochschulen in die Politik und die Gesellschaft  (1993) , ein Auftakt für die Heinrich Böll Stiftung. Wes folgten die beiden Monographien Ist die Uni noch zu retten? Zehn Vorschläge und eine Vision  (1996) und Die blockierte Universität. Warum die Wissensgesellschaft eine andere Hochschule braucht  (1999) . Im Interventionsbereich veröffentlichte Michael Daxner für das Österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur den Band Für eine kohärente Südosteuropapolitik in den Soft Sectors, besonders für den Bildungs- und Hochschulbereich  (2003) .

Die Literaturliste findet sich u.a. unter http://www.interventionskultur.uni-oldenburg.de/28651.html. Die wichtigsten aktuellen Veröffentlichungen zur Konfliktforschung dazu auch unter www.uni-oldenburg.de/interventionskultur/.

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