SIGRID GRAUMANN
Sigrid Graumann, 1962 geboren, studierte Biologie und
Philosophie an der Universität Tübingen. Nach einem dreijährigen
Promotionsstipendium der DFG arbeitete sie seit 1997 als wissenschaftliche
Angestellte an dem der Universität Tübingen zugehörigen Interfakultären Zentrum
für Ethik in den Wissenschaften. Sie promovierte 1999 mit einer Arbeit zur
Somatischen Gentherapie im Fach Humangenetik. Von 1997 bis 1999 betreute sie
als wissenschaftliche Koordinatorin das von der Europäischen Union geförderte
"European Network for Biomedical Ethics: Ethical Problems of In Vitro
Fertilisation (IVF) with Particular
Regard to its Connections with Genetic Diagnosis and Therapy". Von 1999
bis 2002 bearbeitet sie das DFG-Forschungsprojekt "In-vitro-Techniken am
Beginn des menschlichen Lebens: ein Vergleich von Folgenanalysen und Bewertungsdiskursen".
Dann wechselte sie nach Berlin, wo sie von 2002 bis 2008 wissenschaftliche
Mitarbeiterin am Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft Berlin war. Im Jahr
2009 wurde sie mit einer zweiten Dissertation, einer philosophischen Reflexion
der UN-Behindertenrechtskonvention im Fach Philosophie an der Universität
Utrecht, Niederlande, promoviert. Seit 2009 ist sie Akademische Rätin an der
Universität Oldenburg, Arbeitsgruppe Soziologische Theorie. Zu ihren aktuellen
Forschungsschwerpunkten siehe http://www.ast.uni-oldenburg.de/38587.html.
Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen zählen die
Herausgeberbände „Die Genkontroverse. Wohin die Reise geht – Grundpositionen (2001 bei Herder) , „Verkörperte Technik -
Entkörperte Frau. Biopolitik und Geschlecht“ (2003 bei Campus, zusammen mit Ingrid
Schneider) und „Ethik und Behinderung - ein Perspektivenwechsel“ (2004 bei Campus, zusammen mit Katrin Grüber, Jeanne
Nicklas-Faust und Michael Wagner-Kern) , sowie die Monographien „Somatische
Gentherapie. Entwicklung und Anwendung aus ethischer Sicht (2000 bei Francke) und „Assistierte Freiheit.
Von einer Behindertenpolitik der Wohltätigkeit zu einer Politik der
Menschenrechte (2011 bei Campus) .

