Dr. Christa Karras
"Unter dem Label der Familienfreundlichkeit wird nicht unbedingt zur Geschlechtergerechtigkeit beigetragen", meint Christa Karras.
Seit 1976 war sie neben ihrem Studium in der Braunschweiger Frauenbewegung aktiv. Darüber hat die Doktorin der Philosophie auch ihre Dissertation geschrieben. Es folgten vier Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politische Wissenschaften der Uni Hannover. Als erste Frau an diesem Lehrstuhl (Sekretärinnen ausgenommen) entwickelte sie zusammen mit Tutorinnen den ersten Frauengrundkurs, für den es auch die notwendigen Teilnahmescheine gab und gründete zusammen mit einer nachfolgenden Kollegin einen Arbeitskreis zu Frauenforschung und Frauenförderung an der Universität Hannover. Später folgte die Gründung des Arbeitskreises Wissenschaftlerinnen in Niedersachsen.
Ihr Engagement in der Frauenförderung und der Frauenpolitik brachte Christa Karras schließlich zu den Grünen. Jeweils vier Jahre war sie Frauenreferentin bei der grünen Landtagsfraktion und Staatssekretärin im ersten Niedersächsischen Frauenministerium (1990-1994). Von Anfang 1999 bis zum Ende der Legislaturperiode im März 2000 war sie Staatssekretärin im Ministerium für Frauen, Jugend, Wohnungs- und Städtebau des Landes Schleswig-Holstein.
Nach mehreren Jahren in der Vorstandsarbeit bei pro familia Niedersachsen war die Mutter einer Tochter und dreifache Großmutter bis September 2006 deren Vorsitzende. Sie ist Vorsitzende/Sprecherin des Kreisverbands Braunschweig der Partei Bündnis 90/Die Grünen und inzwischen auch stellvertretende Vorsitzende des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V., dem Zusammenschluss von über 60 Frauenverbänden und -gruppen mit rund 2 Mio. Mitgliedern. Nicht zu vergessen ist ihr langjähriges Engagement im geschäftsführenden Vorstand der Stiftung Leben und Umwelt – Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen.
Christa Karras war als langjähriges Mitglied im Präsidium des Bundesfrauenrates von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Fusionsprozess der drei Stiftungen zu einer Einheit befasst und setzte sich mit Nachdruck für den feministischen Strang neben der Gemeinschaftsaufgabe Geschlechterdemokratie ein. Folgerichtig war sie auch im Beirat des Feministischen Instituts in Gründung.
Arbeitsschwerpunkte:
- Frauenforschung und -Förderung
- Frauen- und Familienpolitik
- Feminismus
Kontakt:
E-Mail: christa.karras@t-online.de

