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Der Workshop zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vom 11. bis 13. Mai in Berlin. Ein Bericht.
Spannend, interessant und ganz anders. So kann man den Workshop zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zusammenfassen, der den Stipendiat/inn/en im Mai in der Heinrich-Böll-Stiftung geboten wurde.
Zunächst begrüßte uns am Freitag die Pressesprecherin und Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung. Annette Maennel führte uns ins Thema ein und berichtete vor allem aus der Perspektive einer politischen Stiftung. Der Bezug zum Journalismus wurde aber noch am selben Abend hergestellt: Eine Redakteurin des Berliner „Tagesspiegel“ erläuterte, wie Journalist/inn/en auf Pressemitteilungen reagieren und welche Qualitätskriterien sie ansetzen.
Am nächsten Tag wurde es praktisch. Ein Mitarbeiter der politischen Werbeagentur „Zum Goldenen Hirschen" lieferte einen praxisnahen Einstieg in die Thematik, bevor wir in kleineren Gruppen eine Werbekampagne für Bündnis 90/Die Grünen entwerfen konnten. Wir waren äußerst motiviert, die Entwürfe sollen der Kundin, wie die Partei in diesem Fall genannt wird, tatsächlich vorgeschlagen werden.
Abgerundet wurde der Abend durch einen Vortrag der Pressesprecherin von Amnesty International. Presse-und Öffentlichkeitsarbeit aus der Perspektive einer NGO ist etwas Besonderes.
Der Sonntag führte uns noch mal zurück zu den Grünen. Ein Pressemitarbeiter illustrierte die politische Komponente der Pressearbeit: Wie sieht ein gutes Wahlplakat aus? Was muss man beim Wahlkampf beachten? Welche Slogans sprechen an? Welche floppen? Der Theorie folgte sogleich die Praxis, wir sollten aus einer Reihe von aktuell-politischen Themen das Beste für eine Pressemitteilung herausfischen – natürlich aus Sicht der Partei.


