Das Programm richtet sich vor allem an postgraduierte WissenschaftlerInnen, aber auch an junge MitarbeiterInnen in Nichtregierungsorganisationen und Medien. Die Heinrich-Böll-Stiftung ist bemüht, StipendiatInnen möglichst aus allen südkaukasischen Regionen einschließlich der sog. Konfliktzonen Südossetien, Abchasien und Berg-Karabach zu gewinnen. Gefördert werden Forschungsvorhaben, die mit innovativen Methoden und unter Einbeziehung überregionaler und internationaler Perspektiven die eigenständige und kritische Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte voranbringen, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Wertedebatten in den südkaukasischen Staaten beschäftigen oder Konzepte für die nachhaltige Entwicklung der Region erarbeiten. Dabei sollen KandidatInnen aus Regionen jenseits der Hauptstädte besondere Berücksichtigung finden. Es gibt eine Frauenquote von mindestens 50%.
> Hintergrund
> Aufgaben und Umfang
> Begleitprogramm
> Kontakt
Auswahlkriterien sind Qualität des Antrags, Aktualität und gesellschaftspolitische Bedeutung des Themas, methodische Neuartigkeit sowie das gesellschaftspolitische Interesse und Engagement der BewerberInnen.
Zur Auswahl und Betreuung der StipendiatInnen und zur Steigerung der multiplikatorischen Wirkung des Programms auf Universitäten, Medien und Nichtregierungsorganisationen wird ein überregionales BeraterInnen-Netzwerk unter Einbeziehung von Kaukasus-ExpertInnen aus Deutschland, Westeuropa und Russland gebildet. Zu diesem Kreis zählen SoziologInnen, HistorikerInnen, PolitologInnen, ÖkologInnen und ArchitektInnen. Die BeraterInnen übernehmen die wissenschaftliche Betreuung von einem oder mehreren StipendiatInnen. Sie treffen sich regelmäßig mit den StipendiatInnen, unterstützen sie/ihn bei der Suche nach Literatur Quellen, Archivzugang etc., diskutieren mit ihr/ ihm den Fortgang der Arbeit und vermitteln wichtige Kontakte im eigenen Land.
- Die StipendiatInnen werden zu regelmäßigen Seminaren auf nationaler und regionaler Ebene eingeladen, bei den die laufenden Arbeiten diskutiert und neue Methoden der jeweiligen Wissenschaften vorgestellt und übungsweise angewendet werden.
- Jährlich findet eine Sommerschule mit allen StipendiatInnen statt, zu der WissenschaftlerInnen aus der Region und aus Deutschland und restlichem Europa als ReferentInnen eingeladen werden. Neben dem Austausch über die laufenden Arbeiten der StipendiatInnen steht im Mittelpunkt die Diskussion innovativer Methoden der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie aktuelle soziale und politische Themen.
- Für die Kommunikation der StipendiatInnen untereinander und mit den BeraterInnen wird auf der Website des Regionalbüros Südkaukasus der HBS ein eigenes Diskussionsforum eingerichtet.
- In den Hauptstädten der drei südkaukasischen Staaten werden Basisbibliotheken eingerichtet.
- Nach Beendigung des Förderzeitraums werden die zehn besten Arbeiten mit der Finanzierung eines zweimonatigen Forschungsaufenthaltes in der Bundesrepublik Deutschland prämiert.
- Die Arbeiten der StipendiatInnen werden in einem eigenen Sammelband auszugsweise publiziert. Außerdem werden die StipendiatInnen bei der Suche nach weiteren Publikationsmöglichkeiten unterstützt.

