China und Afrika
Chinas Austausch mit seinen afrikanischen Partnerländern beschränkt sich bis weil ausschließlich auf die Regierungsebene oder die jeweiligen Geschäftsbeziehungen. Der Dialog zwischen China – sowohl auf politischer als auch auf Experten-Ebene – und den vielseitigen afrikanischen Zivilgesellschaften, die im politischen und intellektuellen Lebens Afrikas eine durchaus prominente Rolle spielen, steckt dagegen noch in den Kinderschuhen. Dabei gilt die Zivilgesellschaft in vielen afrikanischen Ländern als Gegengewicht zu den mitunter recht schwachen staatlichen Institutionen und autoritären politischen Traditionen sowie als „unabhängige Stimme“ des Kontinents. Bisher haben es chinesische Akteure versäumt die Relevanz zivilgesellschaftlicher Akteure Afrikas anzuerkennen, geschweige denn mit ihren Repräsentanten zu sprechen. Unterdessen beobachten die meisten afrikanischen Akteure mit großem Interesse die wachsende Rolle Chinas in Afrika, haben jedoch nur wenig Informationen und noch weniger Möglichkeiten des Dialogs. Um seine guten Beziehungen zu Afrika auszubauen, benötigt China jedoch bessere Kenntnisse der Situation vor Ort und muss dafür gerade auch nicht-staatliche Stimmen einbeziehen.
Die Heinrich Böll Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht durch Dialogprogramme (wie 2005 in Nairobi) und Publikationen diesen Dialog zu fördern.


