Region Ostafrika und Horn von Afrika

Veranstaltung mit dem Projektpartner EDGE, Sudan 2008
Veranstaltung mit dem Projektpartner EDGE, Sudan 2008

2. Februar 2009
Die Region Ostafrika und vor allem das Horn sind weiter von vielschichtigen Krisen und Konflikten betroffen. Die politische Krise nach den Wahlen in Kenia offenbart tiefgreifende politische und soziale Probleme in diesem oft als Insel der Stabilität beschriebenen Land. Die ethno-politische Polarisierung in Kenia reicht weit in die zivilgesellschaftlichen Strukturen hinein.

In Süd- und Zentralsomalia übernehmen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und der Privatsektor zunehmend Dienstleistungen, die in dem vom Krieg gezeichneten Staat niemand anderes erbringen kann. Einzelne Gruppen tragen zu zivilem politischen Diskurs bei, drohen aber zwischen den Gewaltakteuren zerrieben zu werden. In Somaliland sind zivilgesellschaftliche Gruppen relativ gut etabliert. Sie übernehmen sowohl Aufklärungsfunktion als auch Lobby-Arbeit im Dialog mit staatlichen Einrichtungen.

In Äthiopien hat sich das Spannungsverhältnis zwischen „starkem“ Staat und einer sich behutsam emanzipierenden Zivilgesellschaft in den letzten Jahren verschärft. Die rechtlich garantierten Spielräume für NGO’s bleiben gerade in demokratierelevanten Tätigkeitsfeldern eng.

Seit Beginn der neunziger Jahre engagiert sich die Stiftung am Horn von Afrika. Seit 2001 ist sie mit einem Regionalbüro in Nairobi vertreten. Sie unterstützt Partnerorganisationen in den Ländern Kenia, Äthiopien, Somalia und Sudan.

Der besseren Vernetzung zivilgesellschaftlicher Arbeit in der Region Horn bietet der Standort Nairobi, an dem zahlreiche Akteure und Institutionen gerade aus Krisengebieten (Somalia und Sudan) präsent sind, Anknüpfungsmöglichkeiten für regionale Arbeit.

2006 wurde ein Landesbüro Äthiopien mit Sitz in Addis Abeba eröffnet. Über das Landesbüro Äthiopien besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Arbeit der Afrikanischen Union in Addis Abeba besser zu beobachten und Kontakte herzustellen.

In den letzten Jahren hat das Büro Äthiopien u.a. die städtische Umweltbehörde von Addis Abeba bei der Erstellung eines sog. „Verschmutzer-Atlas“ unterstützt, der die größten Umweltsünder in der Region auflistet. Ein weiterer Projektpartner, Melca Mahiber, begleitete die Lobby-Arbeit einer Gruppe von 14 NGOs zur Rettung des Sheka-Waldgebietes im Südwesten des Landes. In Kenia hat der Stiftungspartner AFEPREN eine Studie zum Energiesektor in Ostafrika erstellt: Die Studie dokumentiert die lokale und kommunale Initiativen zur nachhaltigen Energieproduktion (z.B. Energieerzeugung aus Molasse als Beiprodukt der Zuckerherstellung).

Büro Ostafrika / Horn von Afrika, Nairobi, Kenia

Heinrich Böll Foundation
Regional Office East and Horn of Africa
Katrin Seidel
Forest Road
P.O. Box 10799 – 00100 GPO
Nairobi, Kenya

Fon: +254-20-26 80 745
        +254-20-26 13 997
Fax: +254-752-37 26 76
E-Mail: nairobi@hbfha.com
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