Büro Südostasien
Aktivitäten in und zu Myanmar/Burma
Die Myanmar-/Burma-Programmarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung wird vom Regionalbüro Bangkok/Thailand aus betreut und umfasst drei Programmschwerpunkte zur Unterstützung von politischem und gesellschaftlichem Wandel im Land:
- Stipendienprogramm und Aufbau eines Alumni-Netzwerks
- Engagement im Bereich Alternative Kommunikations- und Bildungskanäle
- Pro-Engagement Ansatz
Seit 2004 werden junge burmesische Führungskräfte aus unabhängigen Organisationen aus Myanmar/Burma für das internationale M.A. Stipendienprogramm der Heinrich-Böll-Stiftung in Thailand rekrutiert. Ausbildungsstätten sind die Chulalongkorn Universität in Bangkok für das M.A. Programm der „Internationale Entwicklungsstudien“ (MAIDS), sowie das Regionalzentrum für Nachhaltigkeitsstudien zu „Nachhaltigem Umwelt- und Ressourcenmanagement" (RCSD) und die Wirtschaftsfakultät an der Chiang Mai Universität für den Studiengang zu „Internationalen Wirtschaftswissenschaften“ (MEcon). Begleitet wird das Stipendienprogramm durch ausgewählte Maßnahmen des Informations- und Wissenstransfers, die es den RückkehrerInnen und ihren Netzwerken ermöglichen soll, ein besseres Verständnis von grundlegenden Prozessen wie Globalisierung, Wirtschaftsintegration, nachhaltiger Entwicklung und Demokratisierung in anderen Teilen der Welt zu erlangen. Mehr »
Die Stiftung engagiert sich zudem im Bereich Alternativer Kommunikations-und Bildungskanäle. Dieser strategische Ansatz zielt nicht nur auf die internationale Verbreitung myanmarischer Kunst und Kultur, sondern auch auf die Aufklärung und kritische Bewusstseinsschärfung der Öffentlichkeit über aktuelle politische, soziale sowie kulturelle Realitäten des Landes. Die Schwerpunkte liegen hier auf Informations- und Wissenstransfer über alternative Webseiten, Kompetenzaufbau durch lokale Bildungsinitiativen und der Förderung kultureller Interaktion zwischen internationalen und burmesischen Gruppen. Mehr »Es ist inzwischen deutlicher sichtbar, dass die Isolations- und Sanktionspolitik des Westens auf der einen und die Bemühungen um konstruktives Engagement der ASEAN-Staaten auf der anderen Seite gescheitert sind. Das Regionalbüro hat seit 2003 in verschiedenen Formaten Diskussionen um eine den Menschen und ihren Entwicklungschancen gerecht werdende Myanmar/Burmapolitik des Westens angestoßen, analysiert und Vorschläge für Alternativen publiziert. Des Weiteren werden Dialogprozesse mit relevanten Akteuren im Land, internationalen-, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, ExilvertrerInnen, und Myanamar ExpertInnen, initiiert. Mehr »
Siehe auch:
- Myanmar / Burma - der schwere Weg zur Demokratie
Dossier, 2007 - Active Citizens under Political Wraps: Experiences from Myanmar / Burma and Vietnam
Reader, 201 S., November 2006
Weitere Informationen zur Arbeit in Thailand finden Sie auf der Webseite des Auslandsbüros Südostasien.