Debatte
Sprache(n) in Europa: Was uns vereint und was uns trennt
Nichts bräuchten wir im Augenblick mehr als eine starke Identifizierung der Menschen mit der Europäischen Union und der europäischen Idee. Dass wir für einander einstehen, weil wir am Ende alle davon profitieren, egal in welchem Land wir leben, egal was für eine Sprache wir sprechen. Doch leider scheint genau dieser Zusammenhalt zu bröckeln.Der Autor Camille de Toledo und die Autorin Ulrike Guérot sehen in der Vielsprachigkeit der EU eine der Ursachen für das mangelnde Wir-Gefühl in Europa. Während Toledo in seinem Artikel "Brief an die neuen Generationen" dafür plädiert, die Zwischensprachlichkeit zu fördern und die Kunst der Übersetzung und Interkulturalität zu stärken, setzt sich Guérot für eine gemeinsame Sprache ein. Englisch als zweite Amtssprache der EU sollte von allen Kindern wie selbstverständlich in zweisprachigen Kindergärten und Schulen erlernt werden.
Unabhängig davon, wie genau wir das gegenseitige Verstehen verbessern wollen: Die Sprache wird ein Schlüssel für die Zukunft der EU sein, denn nur wenn wir uns tatsächlich verstehen, können wir gemeinsam unsere Zukunft gestalten.

