Empowerment - Was uns stark macht












19. Juni 2013




Empowerment wird als das Steigern der politischen, sozialen, ökonomischen und spirituellen Stärke einer Gemeinschaft oder Person verstanden, die durch soziale Konstrukte wie »Rasse«, Religion, Gender, Sexualität, Klasse, Disability und Alter strukturell benachteiligt sind. Der Begriff »Empowerment« wurde durch die Bürgerrechtsbewegung in den USA in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im breiten politischen Diskurs gebräuchlich. Empowerment wird hier auch als Ansatz verstanden, der es Subjekten und Gemeinschaften, denen aufgrund struktureller Barrieren Chancengleichheit verwehrt wird, ermöglichen will, die ihnen zustehenden Rechte wahrzunehmen und auf allen Ebenen von Gesellschaften teilzuhaben.

Ein neues Webdossier auf unserem Portal Migration - Integration - Diversity stellt Essays, Interviews und Filme vor, die das Empowerment von Menschen fokussieren, die aufgrund von rassistischen Strukturen marginalisiert werden – People of Color, Schwarze Personen, Nicht-Weiße Migrant_innen und sogenannte »Minderheiten«. Mit diesem Fokus demonstriert die Sammlung einen wichtigen Teil des Empowerment-Prozesses, über die Probleme von Disempowerment (Entmachtung) und Diskriminierung hinauszugehen. Das Dossier erweitert somit den Kanon dessen, was bereits schriftlich über Empowerment in der Praxis dokumentiert wurde, erkundet, was es bedeutet und erklärt, wie es funktioniert.

In Interview erklären Julia Brilling, Redakteurin des MID-Portals, sowie Sofia Hamaz und Mutlu Ergün-Hamaz, die das Dossier inhaltlich betreut haben, welchen inhaltlichen Zugang sie für die Publikation gewählt haben und liefern Hintergrundwissen zu den verschiedenen Beträgen.

Interview: Jelena Nikolic