Büro Myanmar, Yangon

Downtown Yangon mit Blick nach Süden, mit der Sule Pagoda und dem Mahabandula Square mit dem Unabhängigkeitsdenkmal

Die Heinrich Böll Stiftung arbeitet in Myanmar schwerpunktmäßig in den Bereichen „Umweltgovernance und Entwicklung“ sowie „Politische Kultur und Menschenrechte“.

Nach jahrzehntelange Militärdiktatur, geprägt von internationaler Isolation und westlichen Sanktionen, verfolgt Myanmar seit 2011 einen Prozess der Öffnung und Reform. Allerdings ist der politische Fortschritt seit 2016 ins Stocken geraten – die Verhandlungen um einen Frieden im Innern kommen nicht voran, bestehende Freiräume für Medien und zivilgesellschaftliche Aktivitäten sind bedroht. Die von schweren Menschenrechtsverletzungen begleitete Rohingya-Flüchtlingskrise erscheint auf absehbare Zeit nicht lösbar und belastet die Beziehungen vor allem zum Westen. Schwache Governance und problematische Entscheidungen über den Entwicklungsweg Myanmars drohen die sozialen und Umweltprobleme des Landes zu verschärfen.

Die Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet in Myanmar in zwei Programmen:

1.    Umweltgovernance und Entwicklung: Hier unterstützt die Heinrich-Böll-Stiftung lokale zivilgesellschaftliche Akteure in ihren Bemühungen um nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen und den Ausbau erneuerbarer Energien. Sie fördert die Umweltschutzabteilung des Ressourcen- und Umweltministeriums mit Qualifzierungsmaßnahmen zur Verbesserung von Umweltverträglichkeitsprüfungen. Die Stiftung unterstützt darüber hinaus die kritische Begleitung von Infrastruktur-Großinvestitionen (unter anderem der geplanten Projekte im Rahmen von Chinas „Belt and Road Initiative“) und diskutiert Entwicklungsmodelle und  optionen für Myanmar

2.    Politische Kultur und Menschenrechte: Die Demokratiearbeit der Heinrich-Böll-Stiftung in Myanmar unterstützt Initiativen, die das Recht auf freie Meinungsäußerung stärken und zugleich einen verantwortungsvollen Umgang damit – gerade im Bereich der neuen Medien – fördern. Die Stiftung unterstützt darüber hinaus Akteure, die für eine offene und tolerante Gesellschaft insbesondere im Bereich von Frauen- und LGBTI-Rechten werben.