Patchwork: Von den Herausforderungen neuer Familienformen

Patchwork: Von den Herausforderungen neuer Familienformen

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Ob Patchwork, Regenbogenfamilie, Alleinerziehende, unverheiratete Eltern oder klassische Ehe - Familien sind bunter geworden. Doch vor welchen Herausforderungen steht die "neue Familie"? Für die Reihe "Auf der Höhe - Diagnosen zur Zeit" analysierte die Soziologin Elisabeth Beck-Gernsheim am 21. November 2016 die Institution Familie im Patchwork-Zeitalter.

„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ heißt es im Artikel 6 des Grundgesetzes. Allerdings gleichen Familien im Jahr 2016 kaum noch den Arrangements der 1950er Jahre. Heute sind Paare frei, ohne Trauschein zusammenzuleben und Kinder zu haben. Der Zwang existiert nicht mehr, eine gescheiterte Ehe weiterzuführen. Gleichgeschlechtliche Paare sind heterosexuellen in vielen Punkten gleichgestellt. In der Folge sind Familien bunter geworden: Kinder wachsen bei einem Elternteil auf, leben mit Stiefgeschwistern und dem neuen Partner in einem Haushalt oder bei gleichgeschlechtlichen Paaren in Regenbogenfamilien. Vor welchen Herausforderungen steht also die "neue Familie"? Welche Anforderungen sind zu meistern - rechtlich, politisch, kulturell?

 

Video-Mitschnitt der Veranstaltung "Patchwork: Von den Herausforderungen neuer Familienformen" am 21. November 2016


 Mit:
- Elisabeth Beck-Gernsheim, Soziologin, Seniorprofessorin an der Goethe-Universität Frankfurt/ Main
- Moderation: Peter Siller, Heinrich-Böll-Stiftung

 

In der Reihe „Auf der Höhe – Diagnosen zur Zeit“ befragt die Grüne Akademie Intellektuelle zu zentralen gesellschafts- und kulturdiagnostischen Stichworten unserer Zeit, um neue Perspektiven auf unsere Gegenwart zu eröffnen - von A wie Authentizität über D wie Drastik, J wie Jugend, ewige bis R wie Retro und Z wie Zombie - hier finden Sie alle bisherigen Vorträge zum Nachschauen.

 

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