Resonanz: Hartmut Rosa über die Soziologie des guten Lebens

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Was ist das eigentlich, "das gute Leben"? Am 27. Februar 2017 sprach der Soziologe Hartmut Rosa über Wachstumszwänge, Entfremdung und das Moment der Unverfügbarkeit als Bedingung der Resonanz.

In der Wirtschaft, in der Politik, in der Wissenschaft, selbst im privaten Leben dominiert die Logik der Steigerung: Das BIP soll wachsen, die Regierung effizienter, gerechter, demokratischer werden. Wissen wird akkumuliert wie Freundschaften, Glücksmomente, Fernreisen. Der Soziologe Hartmut Rosa kritisiert diese Dynamik aus zwei Gründen: zum einen sei sie längst an ihre Grenzen gelangt, zum anderen produziere sie Krisen – ökologische, psychologische, ökonomische.

Aus dieser Diagnose folgt für ihn die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels: Ins Zentrum der Aufmerksamkeit müsse, so Rosa, die Qualität unserer Weltbeziehungen rücken, also: die Beziehungen zu uns selbst, zu anderen Menschen, zu Kultur, Natur und Arbeit. Den Kern Hartmut Rosas Analyse markiert der Begriff „Resonanz“. Darunter versteht er eine „Form der Weltbeziehung, in der sich Subjekt und Welt gegenseitig berühren und zugleich transformieren.“ 

 

Video-Mitschnitt "Resonanz: Eine Soziologie des guten Lebens" vom 27. Februar 2017


Mit:

 

In der Reihe „Auf der Höhe – Diagnosen zur Zeit“ befragt die Grüne Akademie Intellektuelle zu zentralen gesellschafts- und kulturdiagnostischen Stichworten unserer Zeit - von A wie Authentizität über D wie Drastik, J wie Jugend, ewige bis R wie Retro und Z wie Zombie.

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