Indien - Nationale Politik und Globale Verpflichtungen

Indien - Nationale Politik und Globale Verpflichtungen

Erneuerbare Energien, sozial inklusives Wachstum und Geschlechtergerechtigkeit
Cover Indien - Nationale Politik und Globale Verpflichtungen
Heinrich-Böll-Stiftung
Kostenlos
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: April 2017
Seitenanzahl: 13
Lizenz: CC-BY-NC-ND

Der Beitrag der indischen Regierung zur G20 erhebt in ganz genereller Weise den Anspruch, dass ihre Politik mit der SDG 2030 Agenda «synchron» geht. Berücksichtigt man Indiens Diversität und Größe, sind fast alle SDGs hochgradig relevant, sowohl für das Land selbst als auch in ihrer globalen Wirkung. Der vorliegende Beitrag greift drei thematische Felder auf, die aus grüner politischer Perspektive besonders wichtig erscheinen: Energie- und Klimapolitik; nachhaltige und sozial «inklusive» wirtschaftliche Entwicklung; und Geschlechtergerechtigkeit.

In der Klimapolitik macht Indien große Fortschritte zur Verbesserung der Energieversorgung durch Förderung erneuerbarer Energien. Es tut dies in einem Maße, das bis vor kurzem nur wenige Menschen erwartet hätten, und das sogar manche klimapolitischen Entscheidungsträger in Indien als für ein relativ armes Land wie Indien (unter dem Blickwinkel der Klimagerechtigkeit) als ungerechtfertigt angesehen hätten. So spielt Indien im internationalen Klimaschutz eine progressive Rolle, obwohl das Land Kohleverbrauch und CO2-Emissionen noch über mehrere Jahrzehnte steigern wird.

Indiens Wirtschaftswachstum scheint derzeit das stärkste unter den großen Schwellenländern zu sein. Dies dürfte sich für einige Jahre fortsetzen (es sei denn, die Welt unterliegt einer rasanten «Deglobalisierung»), und es herrscht ein beträchtlicher Optimismus im Land. Aber es bestehen ernstliche Zweifel darüber, wieweit diese Entwicklung reichen kann in einer Gesellschaft, die durch schwere Defizite in Bildung, Gesundheit und anderen Bereichen der Infrastruktur gekennzeichnet ist. Das Management der ökologischen Folgen des Wirtschaftswachstums bleibt in einem Land mit 18 Prozent der Weltbevölkerung, aber nur elf Prozent des weltweiten Ackerlandes (viel davon weniger effizient bewirtschaftet als anderswo auf der Welt), eine besonders große Herausforderung.

Auch hinsichtlich der Gleichstellung der Geschlechter gibt es widersprüchliche Botschaften auf: Junge gebildete Inderinnen haben eine gute Chance auf beruflichen Fortschritt, aber patriarchalische Mentalitäten dominieren weiterhin große Teile der Gesellschaft.

 

Inhaltsverzeichnis: 

Nationale Politik und Globale Verpflichtungen

  • Energie- und Klimapolitik
  • Nachhaltiges und sozial inklusives Wachstum
  • Geschlechtergerechtigkeit

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