Die Zukunft Europas: Energie- und Umweltpolitik

Die Zukunft Europas: Energie- und Umweltpolitik

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Der zweite Schwerpunkt des Arbeitsprogramms 2017 befasst sich mit der Energie- und Umweltpolitik in Europa. Die konsequente Begrenzung der Erderwärmung ist immer noch nicht erreicht. Die EU als ein wesentlicher Akteur ist ebenfalls gefordert, ihren Beitrag dazu zu leisten, auch und gerade angesichts der Flüchtlingsströme als Teil der weltweiten Klimaveränderungen.

Von einer gemeinsamen Politik des ökologischen Umbaus ist die EU noch weit entfernt. Ein wichtiges Thema ist deshalb die Europäisierung der Energiepolitik in der EU, bzw. Vertiefung des Konzepts der Europäischen Energieunion. 

 

Baustelle Energiewende: Strom, Verkehr und Wärme ökologisch modernisieren
Internationale Konferenz
28. Juni 2017 – Berlin, Deutschland

Deutschland muss den Weg der ökologischen Modernisierung weiter beschreiten. Damit Innovationen im Bereich Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicher und Digitalisierung entstehen. Und damit Deutschland seine international vereinbarten Klimaziele einhalten kann. Zur ökologischen Modernisierung gehört auch die Verkehrswende hin zu umweltfreundlichen Antrieben und Mobilitätsoptionen, die den Bedürfnissen von möglichst vielen Menschen gerecht werden.

Eine besondere Herausforderung ist die Europäisierung der Energiewende. Hier muss zwischen ambitionierten nationalen Maßnahmen, den Anforderungen gemeinsamer Märkte und einer zurückhaltenden energiepolitischen Dynamik auf europäischer Ebene koordiniert werden.

Auf der Tagung „Baustelle Energiewende“ diskutieren Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Industrie und Umweltverbänden darüber, wie die Energiewende im Strom-, Wärme- und Verkehrsbereich weitergehen und integriert werden kann. Die Tagung versteht sich als Dialog- und Vernetzungsangebot, über Sektoren- und Ländergrenzen hinweg. Die Tagung soll all jene inspirieren, die am Gelingen der Energiewende arbeiten. Der Austausch soll auch für jene erkenntnisreich sein, die noch skeptisch sind.

Die Leitfragen für Podien und Panels sind unter anderem:

  • Wie viel Europa braucht die deutsche Energiewende?
  • Welche Geschäftsmodelle passen zur Energiewende?
  • Welche industrie- und beschäftigungspolitische Flankierung braucht die Energiewende?
  • Wie werden riskante Investitionen im Kohlebereich vermieden?
  • Wie stellt sich die deutsche Autoindustrie in der globalen Verkehrswende auf?
  • Wie gelingt eine sozialverträgliche und klimafreundliche Wärmeversorgung?
  • Was sind die dringendsten energiepolitischen Maßnahmen der nächsten Legislaturperiode
     

 

UniverSSE 2017: 4. Europäischer Kongress für eine soziale und solidarische Wirtschaft
Internationale Konferenz
10. und 11. Juni 2017 – Athen, Griechenland

Urheber/in: UniverSSE 2017. Public Domain.

Die 4. Europäische Konferenz für eine soziale und solidarische Wirtschaft wird von zahlreichen Akteur/innen aus Griechenland und Europa organisiert. Abgeordnete und Mitglieder, Aktivist/innen und Forscher/innen aus 20 europäischen Ländern nahmen an dem Kongress teil. Die Veranstaltung bot einen Rahmen, in dem der Austausch von Ideen, Methoden und Erfahrungen gefördert wurde. Die Teilnehmer/innen konnten die facettenreichen Angebote wahrnehmen und ein gemeinsames Narrativ sowie Strategien für eine oziale und solidarische Wirtschaft entwickeln – und das in einem gesamteuropäischen Rahmen.

Das Landesbüro Griechenland der Heinrich-Böll-Stiftung organisierte als Unterstützerin des Kongresses zwei Panels:

  1. Runder Tisch: “Einen institutionellen Rahmen schaffen für Energiekooperativen: Aktuelle Trends in Griechenland und Europa"
  2. Panel: “Gesetze schaffen für die Entwicklung einer sozialen und solidarischen Wirtschaft: Erfahrungen aus Spanien, Frankreich und Griechenland"
     

 

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Europäische Perspektiven 2017 – energytransition.org

Blog und E-Book
ganzjährig – Berlin, Deutschland

Die Webseite dient der internationalen Analyse und Kommunikation von Energiewenden global. Sie richtet sich an Energieexpert/innen in Verbänden, Parlamenten, Ministerien und Medien; sie stellt kritische Analysen, Argumentationshilfen und vielseitig verwendbare Infografiken rund um die europäische Energiepolitik und nationale Energie-Diskurse zur Verfügung. Die mittlerweile etablierten Blogger/innen aus Mittel- und Osteuropa, die ausgewiesenen Energiepolitikexperten Michal Olszewski aus Warschau und Jan Ondrich aus Prag, haben auch in 2017 wieder regelmäßige Beiträge aus ihren Regionen geliefert und verschiedene Aspekte der deutschen und europäischen Energiepolitik für ein breiteres Publikum aufbereitet.

Neben den Blogbeiträgen wurden auch Übersetzungen bestehender E-Books und Infografiken ins Polnische und Tschechische erstellt. Langfristig sollen in diesen Sprachen eigenständige Blogs zur Energiewende in Europa entstehen. Hierfür fand am 22. März 2017 ein Strategietreffen in Berlin statt.

 

Europäischer Energieatlas

Publikation
ganzjährig – Berlin, Deutschland

Als wiedererkennbare Publikation der Heinrich-Böll-Stiftung wurde in Kooperation mit renommierten Projektpartner/innen sowie den europäischen hbs-Büros der europäische Energieatlas produziert. Der Energieatlas richtet sich dabei an eine breite, interessierte europäische Öffentlichkeit und informiert über erneuerbare Energien und die europäische Energiewende. Er schärft hierfür auch das Bewusstsein bei Politiker/innen und Stakeholdern in wichtigen europäischen Hauptstädten (Brüssel, Berlin, Paris, Warschau, Prag, Athen).

Mit seinem Layout vermag der Atlas, die europäische Energiepolitik zugänglich und ansprechend darzustellen und wirbt aktiv für die Europäische Energieunion als Teil der Vertiefung der EU. Er greift dabei auch die aktuelle Debatte über die erneuerbaren Energien auf und adressiert die Nachhaltigkeitsdimension in der Ausgestaltung der Europäischen Energieunion sowie der 2030-Energieziele. Die inhaltlichen Beiträge, das grafische Layout sowie die Übersetzungen des Atlasses wurden 2017 zusammengetragen. Druck und Vermarktung der Publikation erfolgen Anfang 2018. Die Präsentation der deutschen und englischen Version des Atlasses wird im April 2018 in Brüssel und Berlin stattfinden. Neben dem deutschen und englischen Atlas wird die Publikation durch die hbs-Stiftungen außerdem auf Polnisch, Tschechisch, Französisch und Griechisch erscheinen, um so den Inhalt stärker in die nationalen bzw. regionalen Energiedebatten einzubringen.

 

„Good City for All“

Winterseminar der Grünen Akademie, Seminar und Workshop am 6. Dezember 2017
ganzjährig – Zagreb und Plitvice, Kroatien

In dem Seminar mit umfassenden Vorlesungen und Workshops wurden besondere Beispiele der Politikarbeit in sozio-ökonomischen Transformationen in Europa vorgestellt. Die Teilnehmenden konnten mehr über Erfolge und Misserfolge erfahren, die sie für ihre eigenen Projekte auf lokaler Ebene gebrauchen können. Zehn Gastredner/innen aus Bilbao, Bologna, Belgrad, Sarajewo, Brüssel, Budapest und Barcelona boten einen transnationalen Raum für Diskussionen und Zusammenarbeit, in denen drängende Themen wie Partizipation, Entscheidungsfindung, Kampagnenarbeit und politisches Engagement adressiert wurden. Die Beiträge waren so praxisnah, dass sie einen Rahmen für die Ziele der Teilnehmenden boten.

Die Grüne Akademie wird mit einer Sommerausgabe in 2018 fortgesetzt und weiterhin Gemeindeprojekte in Zagreb und Belgrad sowie in Österreich, Spanien und Deutschland unterstützen. Ausgewählte Vorlesungen wurden als Videobeiträge gespeichert.

 

Digitalisierung im europäischen Energiesektor

Workshop und Publikation/Factsheet
Juni bis November 2017 – Prag, Tschechien

Das Projekt ermöglichte den Teilnehmer/innen einen Austausch über die Herausforderungen und Chancen einer Digitalisierung im europäischen Energiesektor als Schlüssel für seine nachhaltige Entwicklung. Im Fokus stand eine vertiefte Beschäftigung über Fragen wie eine Digitalisierung fair finanziert, wie Datenschutz gewährleistet und verschiedene Systeme miteinander verknüpft werden können. Als Referent/innen wurden Vertreter/innen aus der Energiepolitik, -wirtschaft und -wissenschaft, NGOs und den Medien eingeladen.

Das Factsheet „Die Digitalisierung des Energiesektors“ wird auf der Webseite von EurActiv sowie über den Verteiler des Partners beworben.

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