Populismus und Rechtsextremismus in Europa

Populismus und Rechtsextremismus in Europa

PopulismUrheber/in: Dr Case. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.
Zum aktuellen Populismus in Europa: Die Rolle der Medien

Internationale Konferenz
22. und 23. Mai 2017 – Prag, Tschechien

Die Ausbreitung des Populismus stellt eine der drängendsten Herausforderung für die liberalen Demokratien in Europa dar. Um die Dynamik populistischen Verhaltens und der damit verbundenen Strategien zu verstehen, ist es von zentraler Bedeutung, die Zusammenhänge zwischen Populismus und den Medien zu untersuchen. Im Hinblick auf die anstehenden Wahlen in verschiedenen EU-Ländern, wird es besonders wichtig sein, die Durchdringung populistischer Haltungen in den Massenmedien sowie den damit einhergehenden Wandel der gesamten politischen Landschaft zu bewerten.

Die Konferenz wird sich theoretischen Aspekten ebenso widmen wie empirischen Studien über die medialen Strategien populistischer Politiker/innen, Bewegungen und Parteien. Uns interessiert: Wie sieht die mediale Berichterstattung aus und welche Verbindungen bestehen zwischen den Medien und führenden Politiker/innen? Besonders willkommen sind vergleichende Analysen zwischen einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. Außerdem werden EU-relevante Ergebnisse mit den Erkenntnissen zur Situation in den USA analysiert.

Die Referent/innen sind:

  • Hanspeter Kriesi (European University Institute, Florence)
  • Wolfgang Merkel (Berlin Social Science Center)
  • Donatella Campus (Universität von Bologna)
  • Yannis Stavrakakis (Aristotle Universität in Thessaloniki)
  • Konferenz-Webseite
 
Geschichtspolitik und neuer Nationalismus in gegenwärtigen Europa

Kongress am 10. und 11. Oktober 2017 – Berlin, Deutschland

Die Geschichtspolitik ist in den letzten Jahren in vielen Ländern Europas in Bewegung geraten. Durch den neuen Nationalismus hat die Geschichte für die Legitimation politischer Positionen an Bedeutung gewonnen und staatliche Instanzen greifen immer stärker in Geschichtsdeutungen ein. Von Polen bis hin zur Türkei werden nationalistische Lesarten gefördert, die die Erfolge des eigenen Landes und der heimischen Kultur unterstreichen sollen. Die Interventionen gegen das Museum des Zweiten Weltkriegs oder auch gegen die Central European University (CEU) zeugen 2017 davon. Der auch im Westen erfolgreiche Rechtspopulismus erhebt zunehmend ähnliche Forderungen.

Das Symposium diskutiert diese aktuellen Geschichtspolitiken im europäischen Vergleich. Historikerinnen und Historiker aus den jeweiligen Ländern debattieren mit deutschen Expertinnen und Experten für die Regionen darüber, welche Eingriffe bestehen, welche Folgen sie haben und inwieweit sich Widerstand dagegen etabliert. Im Mittelpunkt stehen dabei direkte politische Interventionen, wie etwa Vorgaben für Museen und Gedenkstätten. Über eine Bestandsaufnahme hinaus fragt die Konferenz nach möglichen Lösungen für diese Konflikte über die Vergangenheit.

Die Konferenz fand in Kooperation mit dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) statt.

 

Future of Europe after the Elections – Rise or Fall of Populism

Diskussionreihe
September bis Oktober 2017 – Prag, Tschechien

Nach den sechs Wahlen in Europa (in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Tschechien, Großbritannien und Österreich) und dem Zugewinn rechtspopulistischer Parteien richtete sich der Blick auch auf die Wahlen in Tschechien. Die Diskussionsveranstaltungen fanden nicht in der Hauptstadt Prag statt, sondern richteten sich explizit an die Menschen in den kleineren Städten und Gemeinden: Pizen, Usti nad Labem, Ceske Budejovice und Brno. Die Veranstaltungen wurden von vier Kolumnen renommierter Wissenschaftler/innen der Projektpartnerin AMO begleitet. Die Teilnehmer/innen begrüßten die regionale Ausrichtung der Veranstaltungen.

Verwandte Inhalte

  • Die Zukunft Europas neu gestalten

    Das Arbeitsprogramm "Die Zukunft Europas neu gestalten" bündelt Aktivitäten, die in vielfältiger Weise Aspekte europäischer Politiken, sowie ihre Perspektiven und Zukunftsaussichten aufgreifen.

  • Die Zukunft Europas: Energie- und Umweltpolitik

    Die Heinrich-Böll-Stiftung konzentriert sich im Rahmen ihres Arbeitsprogrammes 2017 auf die Schaffung Ideen für eine europäische Energieunion sowie die Integration erneuerbarer Energien auf lokaler und regionaler Ebene.

0 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Neuen Kommentar schreiben