Building a Diverse and Inclusive Culture of Remembrance (DAICOR)

Ausschreibung

Das wechselseitige transatlantische Austauschprogramm Building a Diverse and Inclusive Culture of Remembrance (DAICOR) richtet sich an Personen, deren berufliches Interesse auf der Förderung einer inklusiven und progressiven Erinnerungskultur an öffentlichen Orten in Deutschland und den USA liegt.

Robert E. Lee Statue mit Projektion

Das DAICOR-Programm wird in zwei Jahrgängen (2021 und 2022) ein transatlantisches Expert*innennetzwerk aufbauen. Jedes Jahr wird das Programm 16 Personen im Rahmen von zwei Austauschtreffen zusammenbringen und ihnen Gelegenheit bieten, gemeinsam zu reflektieren, wie in Deutschland und den USA derzeit über die Darstellung von Vergangenheit debattiert wird und wie Erinnerungskultur inklusiver und diverser gestaltet werden kann.

Das Programm beinhaltet eine Reihe von Fachgesprächen, Fallstudien und Gruppenreflektionen mit Historiker*innen, Politiker*innen, Regierungsvertreter*innen sowie Vertreter*innen aus Gedenkstätten, Museen und Institutionen für politische und kulturelle Bildung. Die Fellows erhalten so die Möglichkeit zu diskutieren, wie öffentliche Räume neu gedacht werden können, um vielfältige Erinnerungen sichtbarer zu machen. Gleichzeitig sollen gewonnene Erkenntnisse aus den Debatten der letzten Jahre sowie Best Practice Beispiele aus beiden Ländern miteinander verglichen werden. Am Ende des Programms sollen die Teilnehmer*innen in der Lage sein, praktische Herangehensweisen, Kampagnen oder Aktionspläne zu konzipieren, die eine inklusive und tolerante Erinnerungskultur weiter vorantreiben.

Die Programmsprache ist Englisch.

Ziele:

  • Das Verständnis darüber vertiefen, wie Diversität, Gleichstellung und Inklusion derzeit in der US-amerikanischen und deutschen Erinnerungskultur umgesetzt werden;
  • Analyse der Unterschiede in den Herangehensweisen und Identifizierung von Verbesserungspotentialen;
  • Vergleich von unterschiedlichen Ansätzen im Umgang mit Vergangenheit;
  • Aufbau neuer transatlantischer Expert*innennetzwerke;
  • Entwicklung und Konzeption praktischer Herangehensweisen, Kampagnen oder Aktionspläne, die eine inklusive Erinnerungskultur in öffentlichen Räumen weiter voranbringen.

Das transatlantische Austauschprogramm ‘Building a Diverse and Inclusive Culture of Remembrance’ ist ein gemeinsames Programm von Cultural Vistas und der Heinrich Böll Stiftung Washington, DC und wird im Rahmen des Transatlantischen Programms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.

Programmdetails:

Jedes Programmjahr besteht aus zwei Workshops jeweils mit einem Schwerpunkt auf Deutschland und einem auf den USA.

  • Die Teilnehmer*innen präsentieren der Gruppe ihre jeweilige Expertise auf dem Gebiet und diskutieren ihre Erfahrungen und Überlegungen in einem regionalen, nationalen und transatlantischen Kontext. Sie bedienen sich dabei eines Mediums ihrer Wahl (schriftlich, fotografisch, als Ausstellung, Film, Basis- oder demokratischer Strategieplan etc.) Im Anschluss an die Workshops konzipieren sie eine Kampagne oder einen Aktionsplan, die oder der eine inklusive Erinnerungskultur vorantreiben kann. Die Ergebnisse werden auf den Webseiten von Cultural Vistas und der Heinrich Böll Stiftung prominent veröffentlicht und sollen, sofern möglich, außerdem auf den Webseiten und Social-Media-Seiten der Teilnehmer*innen oder deren Organisationen präsentiert werden.
  • Der Austausch miteinander und den Expert*innen soll den Fellows bei der Umsetzung zukünftiger Projekte helfen. Die Teilnehmer*innen werden darüber hinaus Teil eines breiten Expert*innennetzwerks.
  • Nach erfolgreicher Absolvierung des Programms bekommen alle Teilnehmer*innen von der Heinrich Böll Stiftung Washington, DC ein einmaliges, finanzielles Stipendium.

 

Programmplanung 2021:

Aufgrund weltweiter, coronabedingter Reisebeschränkungen wird das Programm virtuell stattfinden.

16. Mai: Ende des Bewerbungszeitraum

31. Mai: Bekanntgabe der Fellows

Erste Juni-Hälfte: Vorbereitungsphase

16. Juni bis 1. Juli: Fachaustausch Deutschland (6 Stunden pro Woche)

20. Juli bis 4. August: Fachaustausch USA (6 Stunden pro Woche)

November/Dezember: Veröffentlichung der Abschlusspräsentationen der Teilnehmer*innen

Die Teilnahme an sämtlichen Treffen ist verbindlich. Potenzielle Teilnehmer*innen sollten in der Zeit des virtuellen Programmaustausches sechs Stunden pro Woche einplanen. Die Treffen werden die Zeitverschiebung berücksichtigen und so geplant, dass sie möglichst viele Teilnehmer*innen erreichen.

Zeitplan:

USA, Westküste: 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr

USA, Ostküste: 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Deutschland: 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Informationen zur Bewerbung und Teilnahmeberechtigung

Jedes Jahr werden acht Personen aus den USA und acht Personen aus Deutschland an dem Programm teilnehmen. Diese werden im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt, das von Cultural Vistas und der Heinrich Böll Stiftung Washington, DC durchgeführt wird.

Derzeit werden Bewerbungen von folgenden Personen akzeptiert:

  • Personen mit einem nachgewiesenen beruflichen Interesse an der Förderung einer inklusiven und progressiven Erinnerungskultur an öffentlichen Orten in Deutschland und den USA (Historiker*innen, Kurator*innen, Künstler*innen, Politikberater*innen, Wissenschaftler*innen usw.);
  • Mitarbeiter*innen von Organisationen, die sich schwerpunktmäßig mit Erinnerungskultur an öffentlichen Orten beschäftigen (z.B. zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen, Universitäten usw.);
  • Praktiker*innen und Künstler*innen mit nachgewiesener Erfahrung bei der Umsetzung von Projekten, die inklusive Praktiken an öffentlichen Orten vorantreiben.

Bewerbungen für das DAICOR-Programm 2021 sind bis zum 16. Mai 2021 möglich: Bewerben Sie sich hier.

Kandidat*innen werden bis zum 31. Mai 2021 über den Status ihrer Bewerbung informiert.

Fragen?
Bitte kontaktieren Sie:

Ella Müller
M ella.mueller@us.boell.org
T +1 (202) 9678383

oder

Patricia Pahlke
M ppahlke@culturalvistas.eu
T +49 (0)30-206 032 88 (Deutschland) oder +1-212-497-3597 (USA)