Eine Europäische Union für Erneuerbare Energien – Politische Weichenstellungen für bessere Stromnetze und Fördersysteme

Eine Europäische Union für Erneuerbare Energien – Politische Weichenstellungen für bessere Stromnetze und Fördersysteme

EU-Büro der Heinrich-Böll-Stiftung
Kostenlos
Veröffentlichungsort: Brüssel
Veröffentlichungsdatum: 23. Oktober 2012
Seitenanzahl: 65
ISBN: -

Publikation

Eine Europäische Union für Erneuerbare Energien – Politische Weichenstellungen für bessere Stromnetze und Fördersysteme

23. Oktober 2012

Unsere Publikation „Eine Europäische Union für Erneuerbare Energien“ bietet innovative Lösungsansätze zum Netzausbau und zur kosteneffizienten Förderung von erneuerbaren Energien. Zudem mahnt sie zu einer stärkeren europäischen Kooperation bei der Energiepolitik an. Deutschland kann demnach eine Vorreiterrolle bei der Energiewende spielen, aber das Ziel einer vollständigen Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien erfordert einen europäischen Verbund. Eine stärkere Vernetzung und Koordination auf europäischer Ebene senke die Kosten, erhöhe die Versorgungssicherheit und vergrößere den Markt für innovative Energietechniken.

Die Studie schlägt daher eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Vorreitern der Energiewende wie Deutschland, Österreich und Skandinavien vor. Sie empfiehlt zudem, das Energiesystem grundlegend umzugestalten: Die künftige Stromversorgung müsse durch einen grenzüberschreitenden Verbund erneuerbarer Energien und flexibler Lösungen für den Lastausgleich geprägt sein.

Darüber hinaus müssen, so die Studie, transparente Genehmigungs- und Netzplanungsverfahren mit mehr Bürgerbeteiligung geschaffen werden. Für Investitionen in erneuerbare Energien sind stabile Rahmenbedingungen von großer Bedeutung, weshalb ein europaweit verbindliches Ziel von mindestens 45 Prozent erneuerbarer Energien bis 2030 empfohlen wird. Bis 2050 soll eine hundertprozentige Energieversorgung aus Erneuerbaren möglich sein.

Als Nachfolgeprojekt von ERENE (Europäische Gemeinschaft für Erneuerbare Energien) ist diese Publikation das Ergebnis mehrerer Treffen einer Arbeitsgruppe mit namhaften Expertinnen und Experten aus Politik, Industrie, Forschung und Zivilgesellschaft in Brüssel.

Eine Studie von Sascha Müller-Kraenner und Susanne Langsdorf.


Eine Europäische Union für Erneuerbare Energien – Politische Weichenstellungen für bessere Stromnetze und Fördersysteme
   
Herausgeber/in EU-Büro der Heinrich-Böll-Stiftung
Erscheinungsort Brüssel
Erscheinungsdatum 23. 2012
Seiten 65
ISBN -
Bereitstellungs-
pauschale
kostenlos


Inhaltsverzeichnis

Prolog

Die Energiewende – Herausforderungen und Chancen
Von Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Baden-Württemberg

Vorwort

Einleitung

Teil I
Vergütungs- und Fördersysteme

1. Der heutige Markt, seine Defizite und unsere Vision
1.1. Ausgangspunkt: Von fossilen zu erneuerbaren Märkten
1.2. Optimistisch und realistisch: Ziele für 2030
1.3. Design matters: Optionen für Vergütungs- und Fördersysteme

2. Die Bewältigung der Flexibilitätsanforderung
2.1. Der Strompreis und politische Optionen gegen den Preisverfall
2.2. Integration der Strommärkte
2.3. Eigentümerschaft („Ownership“)
2.4. Nachfragesteuerung und Speichermöglichkeiten
2.5. Triple-A-Optionen für Investitionen in erneuerbare Energien
2.6. Die Europäische Investitionsbank

3. Welche Rolle kann die Europäisierung von Förder- und Vergütungssystemen mittel- und langfristig spielen?
3.1. Vorreitergruppen
3.2. Kooperationsmechanismen
3.3. Nichteinhaltung
4. Empfehlungen

Teil II
Stromnetze


5. Governance - Aktuelle Maßnahmen zur Europäisierung des Stromnetzes
5.1. Was erfordert der Ausbau eines europäischen Stromnetzes?
5.2. Kompetenzen der Netzplanung und Umsetzung
5.3. Aktuelle rechtliche Entwicklungen auf EU-Ebene
5.4. Das Potenzial eines europäischen Stromnetzes: Die Energie, die wir wollen, und das Netz, das wir brauchen
5.5. Der 10-Jahres-Netzentwicklungsplan von ENTSO-E

6. Maßnahmen zur Optimierung der europäischen Netzplanung
6.1. Koordinierung von Flexibilitätsquellen: Die Akteure an einen Tisch bringen
6.2. Transparenz und Partizipation
6.3. Bestehendes Wissen nutzen: Best-Practice-Beispiele in Europa
6.4. Ein Mischansatz

7. Empfehlungen

Abkürzungsverzeichnis

Definitionen

Kurzbiografien der Autorin/des Autors, der Mitglieder der Arbeitsgruppe und Mitwirkenden