Dossier: Synthetische Biologie

Dossier: Synthetische Biologie

Die Synthetische Biologie (oder Syn Bio) verfolgt die Idee, künstliches Leben zu erschaffen, um es industriell zu nutzen. Eine gesellschaftliche Debatte darüber wird kaum geführt, gesetzliche Regelungen oder Kontrollen gibt es bisher nicht. 

Synthetische Biologie ist auch ein wichtiges Thema bei der nächsten Konferenz des UN Übereinkommens zur Biologischen Vielfalt, COP 14, die vom 17. bis 29. November in Sharm El Sheikh, Ägypten, stattfindet.

Unser Dossier beleuchtet die Risiken, die die Synthetische Biologie für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung biologischer Vielfalt birgt, und befasst sich mit der umstrittenen Gene Drive Technologie.

Beiträge

Veranstaltungen

Die Gefahren geplanter Ausrottungen

Mit der Gene-Drive-Technologie soll es möglich werden, durch gezielte Ausrottungsmaßnahmen von Schädlingen das globale Artensterben stoppen zu können. Dabei sind die Risiken offensichtlich - und der bestehende Regulierungsrahmen absolut ungeeignet.

Von Claire Hope Cummings
Die Klimaklage gegen RWE in der WDR-Reportage "Wenn es dem Globus zu heiß wird"
Berlin
Grüne Ideengeschichten
Berlin
Grüne Ideengeschichten
Berlin
Wie funktioniert ein Energiesystem ohne fossile Brennstoffe?
Berlin

Gene drives: Wer entscheidet für Hawaii und darüber hinaus?

Auf dem diesjährigen Kongress der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) wurden ethische und soziale Bedenken an einer kontroversen Technologie der synthetischen Biologie laut: Gene drives. Eine gentechnische Methode mit der Fähigkeit, die Welt zu verändern.

Von Dana Perls

"Aktiver Widerstand ist kaum zu erwarten" - Interview mit Lili Fuhr

Bei der 13. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt (UNCBD) Anfang Dezember in Cancún, Mexiko, ist die Synthetische Biologie der größte Zankapfel. Lili Fuhr begleitet die Verhandlungen zu diesem Thema für die Heinrich-Böll-Stiftung.

Von Annette Maennel, Lili Fuhr

Genmanipulation und Saatgutdiebstahl

Derzeit schützen Regulierungen zum Handel mit genetischen Materialien die Rechte der Lieferantinnen und Lieferanten genetischer Ressourcen. Mit dem Gebrauch digitaler Gensequenzen könnte sich dies ändern.

Von Chee Yoke Ling, Edward Hammond
Bei Gene Drives sind weder die unerwünschten Langzeitfolgen ausreichend erforscht noch die ethischen und sozialen Auswirkungen umfassend abzuschätzen.

Publikationen

Synthetische Biologie und die Biodiversitätskonvention (CBD)

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Im Dezember findet in Mexiko die 13. COP der Biodiversitätskonvention (UNCBD) statt. Zu welchen Schlüsselthemen dringend Beschlüsse gefasst werden müssen, damit die synthetische Biologie nicht alle drei Ziele der Konvention gefährdet, erklärt dieses Briefing.

Extreme Biotech meets Extreme Energy

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The extreme genetic engineering industry of Synthetic Biology (Syn Bio) is shrugging off earlier pretensions that it would usher in a clean, green ’post-petroleum’ economy. Now they are partnering with big oil, coal, gas and mining interests. This report details this emerging fossilbiotech alliance.

Outsmarting Nature? Synthetic Biology and Climate Smart Agriculture

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Many of the world's largest agro-industrial corporations are pushing forward the poorly-defined idea of "Climate-Smart Agriculture"(CSA) to re-market industrial agriculture as 'climate-ready'. This report uncovers how some advocates of CSA are embracing the extreme genetic engineering tools of synthetic biology ("Syn Bio") to develop a set of false solutions to the climate crisis.

Reckless Driving: Gene drives and the end of nature

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Imagine that by releasing a single fly into the wild you could genetically alter all the flies on the planet. This is the terrifyingly powerful premise behind gene drives: a new and controversial genetic engineering technology that can permanently alter an entire species by releasing one bioengineered individual. Civil society groups are alarmed by this newfound ability to reshape the natural world.

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