Dossier: Synthetische Biologie

Dossier: Synthetische Biologie

Die Synthetische Biologie (oder Syn Bio) verfolgt die Idee, künstliches Leben zu erschaffen, um es industriell zu nutzen. Als eine Art 'extreme Gentechnik' isoliert sie nicht nur in der Natur vorkommende Gene und baut sie in andere Organismen ein, sondern schreibt ganz neue genetische Codes. Eine gesellschaftliche Debatte darüber wird kaum geführt, gesetzliche Regelungen oder Kontrollen gibt es bisher nicht.

Unser Dossier beleuchtet die Risiken, die die Synthetische Biologie für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung biologischer Vielfalt birgt.

Beiträge

Teile von Moondust-Nelken in Gläsern
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Bei der 13. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt (UNCBD) Anfang Dezember in Cancún, Mexiko, ist die Synthetische Biologie der größte Zankapfel. Lili Fuhr begleitet die Verhandlungen zu diesem Thema für die Heinrich-Böll-Stiftung.

Eine tote Ratte
von

Mit der Gene-Drive-Technologie soll es möglich werden, durch gezielte Ausrottungsmaßnahmen von Schädlingen das globale Artensterben stoppen zu können. Dabei sind die Risiken offensichtlich - und der bestehende Regulierungsrahmen absolut ungeeignet.

Ökologisch leben

Der »grüne Wandel« ist keine ferne Zukunftsvision, er ist Realität: Alternative Energieträger erobern den Platz von Kohle, Öl und Gas, in den Städten verliert das Auto an Prestige, weltweit boomen die Umwelttechnologien. Technologische Innovationen und ein veränderter, nachhaltiger Lebensstil gehen Hand in Hand. Die Weichen sind gestellt, aber wir müssen Gas geben, um den Wettlauf mit der ökologischen Krise zu gewinnen.

Veranstaltungen

Jun 08
Aktuelle Daten und Fakten zum Zustand der Meere
Hamburg
Jun 28
Strom, Verkehr und Wärme ökologisch modernisieren / The ecological modernization of power, transportation and heating
Berlin
Jul 05
Die Alternative zum G20-Gipfel in Hamburg
Hamburg
Jul 06
Die Alternative zum G20-Gipfel in Hamburg
Hamburg
Offener Brief: Kein Platz für Gene Drives im Naturschutz

In diesem offenen Brief fordern 30 international führende Natur- und Umweltschützer/innen, dass Gene Drives nicht als Instrumente für den Naturschutz gefördert werden. Unterzeichnet hat auch Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung.

Ein Forscher untersucht Zellen.
von

Auf dem diesjährigen Kongress der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) wurden ethische und soziale Bedenken an einer kontroversen Technologie der synthetischen Biologie laut: Gene drives. Eine gentechnische Methode mit der Fähigkeit, die Welt zu verändern.

Samen
von

Derzeit schützen Regulierungen zum Handel mit genetischen Materialien die Rechte der Lieferantinnen und Lieferanten genetischer Ressourcen. Mit dem Gebrauch digitaler Gensequenzen könnte sich dies ändern.

von

Die Synthetische Biologie will Lebensformen nicht nur genetisch verändern, sondern ganz neu zusammensetzen. In der Vision wird die Natur zur bloßen Wunschfabrik und der Mensch zum Herrscher über all ihre Vorgänge. Wo stehen wir heute?

von
Rio+20 fokussiert sich beim Konzept der “Green Economy” auf die industrielle Produktion aus Biomasse als einen möglichen Weg, von fossilen Brennstoffen wegzukommen. Der Vorstoß zur Bio-Ökonomie geht einher mit der Forderung nach Marktmechanismen zur Finanzialisierung der natürlichen Prozesse der Erde, die als Ökosystemdienstleistungen umetikettiert werden, was den Land- und Wasserraub begünstigt.
Bei Gene Drives sind weder die unerwünschten Langzeitfolgen ausreichend erforscht noch die ethischen und sozialen Auswirkungen umfassend abzuschätzen.
von

Gentechnisch designte Organismen produzieren Inhaltsstoffe für Lebensmittel und Kosmetika. Was gestern noch wie Science Fiction klang, wird jetzt Realität in den Supermärkten. Welche Folgen hat der Trend?

Publikationen zum Thema

Im Dezember findet in Mexiko die 13. COP der Biodiversitätskonvention (UNCBD) statt. Zu welchen Schlüsselthemen dringend Beschlüsse gefasst werden müssen, damit die synthetische Biologie nicht alle drei Ziele der Konvention gefährdet, erklärt dieses Briefing.

The extreme genetic engineering industry of Synthetic Biology (Syn Bio) is shrugging off earlier pretensions that it would usher in a clean, green ’post-petroleum’ economy. Now they are partnering with big oil, coal, gas and mining interests. This report details this emerging fossilbiotech alliance.

Many of the world's largest agro-industrial corporations are pushing forward the poorly-defined idea of "Climate-Smart Agriculture"(CSA) to re-market industrial agriculture as 'climate-ready'. This report uncovers how some advocates of CSA are embracing the extreme genetic engineering tools of synthetic biology ("Syn Bio") to develop a set of false solutions to the climate crisis.

Imagine that by releasing a single fly into the wild you could genetically alter all the flies on the planet. This is the terrifyingly powerful premise behind gene drives: a new and controversial genetic engineering technology that can permanently alter an entire species by releasing one bioengineered individual. Civil society groups are alarmed by this newfound ability to reshape the natural world.

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