Dossier zur UN-Biodiversitätskonferenz in Cancún

Dossier zur UN-Biodiversitätskonferenz in Cancún (CBD COP 13)

Foto: Secretaría de Medio Ambiente y Recursos Naturales, México. All rights reserved.

Mainstreaming Biodiversity ist das zentrale Motto der Cancún-Konferenz, die vom 4. bis 17. Dezember stattfindet. Ebenso lautet auch das strategische Ziel der CBD (Convention on Biological Diversity), das darauf abzielt, bis 2020 den Wert der biologischen Vielfalt in die volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen einzubeziehen. Diese Art der Monetarisierung von Natur ist äußerst umstritten. Eine weitere Kontroverse bei den Verhandlungen in Mexiko stellt die Synthetische Biologie dar, die mit ihren hochriskanten Gentechnologien das Potenzial hat, alle drei Ziele der Konvention zu untergraben. Und es gibt einen weiteren Zankapfel: Geo-Engineering, das in der Vergangenheit von der CBD aufgrund des Vorsorgeprinzips zumindest vorerst verboten wurde, erhält durch den Fokus des Pariser Klimavertrags auf das 1,5-Grad-Ziel neuen Aufwind.

Viele Streitthemen stehen also auf der Tagesordnung in Cancún. Aber die zentrale Herausforderung für die Zukunft der CBD liegt nicht in der Formulierung neuer Ziele, sondern in der Umsetzung der bereits beschlossenen.

Die Heinrich-Böll-Stiftung begleitet die Konferenz in Cancún speziell zu den Themen Synthetische Biologie, Neue Ökonomie der Natur und Geoengineering.

Borboleta-Schmetterling in Sao Paulo, Brasilien
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Einerseits gilt die Biodiversitäts-Konvention von 1992 als sympathisch und fortschrittlich, weil sie den Naturschutz fördert, indigene Völker achtet und offen ist für die Stimmen der Zivilgesellschaft. Andrerseits kämpft sie mit dem Ruf, ein zahnloser Tiger zu sein. Was überwiegt? Eine Bilanz nach fast 25 Jahren.

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Täglich verlieren wir Ökosysteme, Arten und biologische Vielfalt – und das überall auf der Welt. Das neue Böll.Thema zeigt auf, wie wirtschaftliche Akteure die Natur ausbeuten und informiert über erfolgreiche Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt.

Begleitmaterial: Synthetische Biologie

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Die Synthetische Biologie verfolgt die Idee, künstliches Leben zu erschaffen, um es industriell zu nutzen. Eine gesellschaftliche Debatte darüber wird kaum geführt, gesetzliche Regelungen oder Kontrollen gibt es bisher nicht. Unser Dossier beleuchtet die Risiken, die die Synthetische Biologie für den Erhalt der biologischen Vielfalt birgt.

Teile von Moondust-Nelken in Gläsern
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Bei der 13. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt (UNCBD) Anfang Dezember in Cancún, Mexiko, ist die Synthetische Biologie der größte Zankapfel. Lili Fuhr begleitet die Verhandlungen zu diesem Thema für die Heinrich-Böll-Stiftung.

Im Dezember findet in Mexiko die 13. COP der Biodiversitätskonvention (UNCBD) statt. Zu welchen Schlüsselthemen dringend Beschlüsse gefasst werden müssen, damit die synthetische Biologie nicht alle drei Ziele der Konvention gefährdet, erklärt dieses Briefing.

Begleitmaterial: Neue Ökonomie der Natur

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Wenn der Wald zum 'Naturkapital' wird: Unser Dossier beschreibt, was sich hinter dem Konzept 'Neue Ökonomie der Natur' verbirgt und warum der Ansatz gerade in den letzten Jahren auf breites Interesse in Wirtschaft und Politik trifft.

Röntgenbild eines Fisches
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Wir brauchen keine „Versöhnung von Ökonomie und Ökologie“, sondern ein klares Nein gegen zerstörerische und ausbeuterische Projekte und Politiken – und eine Repolitisierung der ökologischen Debatte.   

Little Red Flying Foxes (Pteropus Scapulatus) Boonah, Qld.

Der Handel mit Kompensationsgutschriften ist ein Paradebeispiel dafür, wie Abstraktionen Umweltpolitik beeinflussen. Nur die  Reduzierung einzigartiger Lebensräume auf einige wenige messbare Indikatoren macht den Handel mit Biodiversitätsgutschriften möglich.

Begleitmaterial: Geo-Engineering

In Paris wurde 2015 beschlossen, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu halten. Die hauptsächlich vorgeschlagenen Wege setzen auf riskante und kostspielige Technologien. Welche Alternativen für einen Kurswechsel möglich und nötig sind, zeigen wir in dieser gemeinsamen Publikation mit BUND und Misereor auf.

Der Bericht beleuchtet die massive Zerstörungswirkung, die Biomasseproduktion in großen Stil jetzt schon hat und die Folgen, die starker Ausbau hätten. Zudem zeigt er, dass die Technologie selbst unausgereift, hochkomplex und daher fehleranfällig und sehr teuer ist und welche hohen geologischen Risiken mit ihr einher gehen.

Der Easton-Gletscher verlor innerhalb von 15 Jahren  255 m Länge
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Die Vertragsstaaten der CBD müssen eine überzeugende Botschaft an ihre Klimakolleg/innen senden: Macht Eure Hausaufgaben und kümmert Euch um echte Lösungen, die für Ökosysteme und Menschen funktionieren, statt schnelle Technofixes anzubieten.

Die Funktionsweise von Solar Radiation Management
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Im Dezember 2015 haben sich in Paris 196 Regierungen darauf verständigt, die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Manche Lösungsansätze schaden dabei mehr als dass sie nutzen.

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