Feminismus & Gender

Feminismus & Gender

Die Heinrich-Böll-Stiftung engagiert sich für gerechte Verhältnisse zwischen allen Geschlechtern. Sie mischt sich in Debatten ein, klärt Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Analyse und Praxis, baut Netzwerke aus und erschließt neue. Dafür haben wir weltweit Programme aufgelegt und das Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie gegründet. Neben aktuellen Artikeln und Veranstaltungen finden Sie hier Einstiege in unsere Themen.

Aktuelles

„Our Voices, our Choices“ ist die internationale, geschlechterpolitische Podcast-Reihe der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier werden Geschichten über Frauen- und LGBTI-Menschenrechte erzählt: von Menschen, deren Stimme nicht oft gehört und deren Rechte eingeschränkt werden. >> kostenlos abonnieren!

Decolonize 1968!

Dossier
Zum 50. Jubiläum der Proteste von 1968 erinnert das Gunda-Werner-Institut zusammen mit dem Missy Magazine an die politischen Kämpfe, die feministische und linke Bewegungen bis heute prägen - und setzt ihnen eine weibliche, queere, Schwarze und (post-)migrantische Perspektiven entgegen, die Lücken im Diskurs schließen.

Veranstaltungen zu Feminismus & Gender

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Argumentieren gegen antifeministische Äußerungen
Bremen
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Fit for Politics 2019 | Politikmanagement - Qualifizierungsseminare
Hannover
Feministische Gala für und mit Kimberlé Crenshaw
Berlin

Feminismus - Definition und Debatten

Feminismus ist vielfältig und variiert je nach Epoche und Gesellschaft. Die Grundannahme ist, dass alle Geschlechter nicht gleich, aber gleichwertig sind und deshalb gleiche Rechte haben sollen. Feminismus analysiert aus verschiedenen Perspektiven die Gründe, warum Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist und benennt Dominanz- und Machtverhältnisse, die das verhindern. Er setzt sich dafür ein, dass jede*r das eigene Leben auf vielfältige Art und Weise selbstbestimmt und gewaltfrei gestalten kann.

Reproduktive Rechte

Reproduktive Rechte beschreiben alle Aspekte reproduktiver Gesundheit und das sexuelle Selbstbestimmungsrecht. Verhütung, Schwangerschaftsabbruch, Reproduktionstechnologien – all diese und noch weitere Themen sammeln sich unter dem Überbegriff „Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ (abgekürzt mit SRGR). Was zunächst etwas sperrig daherkommt, machen jedoch die diesen Themen zugrundeliegenden Menschenrechte deutlich, die nicht für alle Menschen gleichermaßen möglich und zugänglich sind.

Reproduktive Rechte werden oft verstanden als Recht auf Abtreibung und Verhütung. Schwarze Feminist*innen entwickelten einen breiteren intersektionalen Ansatz der Reproduktiven Gerechtigkeit. Welche Erfahrungen stecken dahinter? Hengameh Yaghoobifarah im Gespräch mit Emilia Roig.

Sexuelle und reproduktive Rechte

Frauenkörper sind immer wieder zentrales Ziel konservativer und fundamentalistischer Ideologie und Praxis. Der Essay bietet Hintergrundinformationen und analytische Zugänge aus einer internationalen Perspektive. Er will zu kritischen und kontroversen Debatten anregen und wirft notwendige Fragen auf.

Feministische Netzpolitik

Die Digitalisierung strukturiert unsere Gesellschaft neu. Doch häufig werden gegebene Herrschafts- und Machtstrukturen durch die neuen Technologien gestärkt oder gar verschärft. Aufgabe feministischer Netzpolitik ist es, die Möglichkeiten der Digitalisierung konstruktiv zu nutzen und gleichzeitig einen progressiven Ordnungsrahmen zu schaffen, der sexistische, rassistische und klassenbezogene Diskriminierung abbaut. Es geht darum, Freiräume zu weiterzuentwickeln.

Antifeminismus

Anti-Feminismus umfasst verschiedene gesellschaftliche Strömungen, die sich gegen Feminismus, Frauenbewegungen, universale Geschlechtergleichheit oder das Konzept "Gender“ richten. Geschlechterforschung wird als unwissenschaftlich bekämpft. Anti-Feminist*innen fordern die Abschaffung der Gleichstellungspolitik und mobilisieren gegen sexuelle Vielfalt und Selbstbestimmung. Sie äußern sich dabei oft beleidigend, verunglimpfend oder verdrehen Tatsachen.

Was ist eigentlich Antifeminismus? Tarik Tesfu hat ein paar Antworten parat.

Demokratie braucht Feminismus

Dossier
Warum feministische Errungenschaften gegen Angriffe verteidigt werden müssen. Ein Online-Schwerpunkt des Gunda-Werner-Instituts.

Geschlechtergerechtigkeit

Gleichberechtigte soziale und politische Teilhabe ist für uns ein zentraler Anspruch. Dazu zählen neben einer geschlechtergerechten sozialen Grundsicherung insbesondere eine gerechte Partizipation an politischen Entscheidungsprozessen, Bildung und Arbeit, inklusive öffentliche Institutionen und Infrastrukturen sowie die geschlechtergerechte Aufteilung und Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit, Betreuung, Sorge- und Pflegetätigkeiten.

Alleinerziehende besser unterstützen

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Empirische Untersuchungen zeigen deutlich, dass ausfallender, unregelmäßiger oder nicht in voller Höhe gezahlter Kindesunterhalt ein großes Problem für viele Alleinerziehendenhaushalte darstellt. Eine Reform würde die finanzielle Situation vieler Alleinerziehendenfamilien verbessern.

Geschlechterdemokratie

Wir streiten für gleiche Repräsentation und politische Teilhabe aller Geschlechter in Politik, öffentlichen Institutionen und Wirtschaft. Gleichzeitig geht es um das Empowerment von Frauen, sich in die Gestaltung der öffentlichen Belange einzumischen und Strukturen, die das verhindern, zu verändern. Geschlechterdemokratie und Geschlechtergerechtigkeit bedingen sich gegenseitig, da demokratische Einmischung soziale und politische Voraussetzungen hat und sich mit Machtverhältnissen befassen muss. Wir setzen uns für die Überwindung von Dominanz, Fremdbestimmung und Gewalt zwischen den Geschlechtern ein.

"Wir müssen wollen, dass Frauen kandidieren"

Warum ein Paritätsgesetz allein nicht mehr Frauen in die aktive Politik bringen wird – es sich aber lohnt, dafür zu kämpfen. Ein Gespräch mit der Grünen-Politikerin Ulle Schauws. 

Von Heide Oestreich, Ulle Schauws

LGBTI

Menschen sollen sich frei für ihre sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität entscheiden können. Die Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter*-Menschen (LGBTI) gehört daher zum Selbstverständnis der Heinrich-Böll-Stiftung. In unserer nationalen und internationalen Arbeit fordern wir den Schutz der Menschenrechte von LGBTI-Personen und setzen uns aktiv gegen Diskriminierung und andere Menschenrechtsverletzungen aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität ein.

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100 Jahre Frauenwahlrecht – 100 Jahre Ungleichheit?

Analyse

100 Jahre nach der ersten Teilnahme von Frauen an Wahlen in Deutschland zeigt sich: Im Wahlverhalten unterscheiden sich Männer und Frauen kaum noch, in der politischen Repräsentation sind Frauen aber weiterhin klar unterrepräsentiert.

Von Sebastian Bukow

Weitere Publikationen zu Feminismus & Gender

Perspectives Asien: Politik des Essens

In Zeiten globalisierter Nahrungsmittelmärkte geraten traditionelle Arten der Nahrungsmittelproduktion zunehmend unter Druck. Die Auswirkungen auf Ernährung und Leben der Menschen sowie mögliche Auswege aus den daraus entstehenden Konflikten behandelt unsere fünfte englische Ausgabe von „Perspectives Asia“.

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