Logbuch Mittelmeer

Logbuch Mittelmeer

Chaos im Mittelmeer – Wer rettet die Flüchtlinge?
ARD Weltspiegel extra vom 28.07.2015

Woche für Woche flüchten Menschen auch dieses Jahr über das Mittelmeer nach Europa. Boote geraten in Seenot, Menschen ertrinken. Die private Initiative um das Rettungsschiff MS Sea-Watch will nicht länger zusehen:

Das Schiff kreuzt im Mittelmeer, leistet selbst Nothilfe und fordert die Rettung von Flüchtlingsbooten in Seenot ein. In unserem Logbuch Mittelmeer berichten Crewmitglieder von ihrem Einsatz an Bord und ihrer Mission vor der libyschen Küste.

2016: Eindrücke der Sea-Watch 2

Die Ohnmacht fährt mit

Seit dem 19. April ist die Sea-Watch wieder im Mittelmeer unterwegs, um Menschen in Seenot zu retten. Die Ausrüstung des Schiffes ist besser als im Jahr zuvor - doch den fehlenden Willen der politisch Verantwortlichen kann sie nicht ausgleichen.

Von Frank Dörner
Es dauerte über eine Stunde, bis die türkische Küstenwache am Unglücksort eintraf. Zwei Menschen verloren ihr Leben.

2015: Logbucheintrag acht

Wir sind nicht alleine

Adam Wolf, der Skipper der Sea-Watch, ist wieder zurück in Deutschland. Im letzten Teil des Logbuchs beschreibt er die Gedanken, die ihn nach dem Einsatz im Mittelmeer nicht mehr loslassen - und was zu tun bleibt.

Von Adam Wolf
Wir und unsere Kultur werden irgendwann daran gemessen werden, was wir heute tun.

Logbucheintrag sieben

Europa steht vor seiner größten Herausforderung seit seinem Bestehen. Werden wir eine Festung oder eine Brücke?

Logbucheintrag sechs

Dauersauna mit Rettungsabsicht

Die Sea Watch ist wieder auf dem Weg ins Einsatzgebiet. Und sie ist nicht allein: Kriegsgschiffe, Frontex-Schiffe und Drohnen überwachen unentwegt das Mittelmeer. Gleichzeitig ertrinken jeden Tag Flüchtlinge, die in Seenot geraten.

Von Adam Wolf
Die Flüchtlinge stehen tagelang in diesen Booten. Und das in praller Sonne, bei unvorstellbaren Temperaturen.

Logbucheintrag fünf

In den Startlöchern

Verladen, Training für die neuen Besatzungsmitglieder und Schiffsreparaturen - Die Sea Watch liegt derzeit im Hafen von Lampedusa. Die Crew bereitet sich auf die nächsten Rettungseinsätze vor.

Von Adam Wolf
Letzte Woche wurde das Rettungsschiff der Ärzte Ohne Grenzen mit über 700 Flüchtlingen an Bord in Sizilien abgewiesen.

Logbucheintrag vier

Von wegen unschuldig blau

Aus dem Logbuch: Kurz nach Sonnenaufgang erblickt die Crew der Sea Watch ein Schlauchboot. Es ist das vollbeladenste, das ihnen bisher begegnet ist. Die Rettung der 121 Menschen an Bord kostet Zeit und Kraft.

Von Frank Dörner

Für mich ist das Mittelmeer nicht mehr nur unschuldig blau, sondern Teil menschlicher Brutalität.

Logbuch Eintrag Drei

Wettlauf gegen die Zeit

Nach nur fünf Einsatztagen hat die Sea Watch Crew fast fünfhundert Menschen gerettet. Das Boot heute ist wieder völlig überladen. An Bord befanden sich Personen mit Knochenbrüchen, eine Schwangere, ein Schwerverletzter und ein kleines Mädchen.

Von Frank Dörner

Ich wünsche mir, dass sich unsere Entscheidungsträger für einige Tage hierher auf das Meer begeben. ...

Logbuch Eintrag Zwei

Zuerst eine Umarmung

Zwei Flüchtlingsbooten hat die Sea Watch bislang helfen können – ein drittes ist noch vermisst. Unser Autor an Bord über Verzweiflung und Freude in den Booten. Der zweite Eintrag aus unserem Logbuch Mittelmeer.

Von Frank Dörner

Wieder war die Freude über die Rettung enorm groß und die Menschen dankten uns überschwänglich für die Hilfe.

Logbuch Eintrag eins

Ankunft in Lampedusa

In diesen Tagen beginnt die Mission der Sea Watch: Eine Crew von Freiwilligen befährt das Mittelmeer, um in Seenot geratenen Flüchtlingen zu helfen. Unser Autor an Bord über seine ersten Eindrücke.

Von Frank Dörner

Der Testlauf vor einer Woche war erfolgreich, doch nun wollen wir zehn Tage auf See sein und dort kreuzen, wo die meisten Boote mit flüchtenden Menschen vorbeikommen.

Sea Watch in den Medien