Podcast-Episode

Consumerism, Censorship and Media Globalization in India

Sprache: Englisch

mit Nadja-Christina Schneider (Humboldt-Universität Berlin)

Indien ist in seiner politischen Komplexität für Außenstehende nur schwer zu verstehen. Einerseits schafft es das aufstrebende Schwellenland 1,2 Milliarden Menschen demokratisch zu einen, andererseits bleiben soziale und wirtschaftliche Probleme unübersehbar. Trotz global-politischem Machtanspruch scheint Indiens internationale Bedeutung vor allem auf seiner demographischen Größte zu beruhen und (noch) nicht auf Gestaltungswillen und Gewicht in der Außenpolitik und Weltwirtschaft. In den westlichen Medien dominiert das Bild einer Gesellschaft, in der auch 65 Jahre nach der Unabhängigkeit patriarchalische und elitäre Strukturen herrschen, die eine soziale Inklusion aller Bevölkerungsschichten verhindern und die Frauen als Menschen zweiter Klasse erscheinen lassen. Aber wie entwickelt sich die indische Gesellschaft wirklich und welche Akteurinnen und Akteure bestimmen die Politik?

Wenn dieses Jahr 800 Millionen Wahlberechtigte ein neues Parlament wählen, richtet sich der Blick vor allem auch auf die 120 Millionen Erstwählerinnen und -wähler, die die Politik ihres Landes mitbestimmen werden. Wie werden sie sich positionieren?

Wir nehmen die Wahlen zum Anlass um weiter zu fragen:

Wie funktioniert Indiens Demokratie und welche Rolle spielen die Medien bei politischen Entscheidungen?

Welche wirtschaftlichen Möglichkeiten kann das Land entfalten und was heißt das für die Region?

Welche Gefahren birgt die Fokussierung auf eine nukleare Energieversorgung?

Wie rechtfertigt Indien eine Gesellschaftspolitik, in der Frauen weiterhin diskriminiert werden und das offiziell abgeschaffte Kastensystem immer noch eine dominierende Rolle in politischen und wirtschaftlichen Beziehungen spielt?

Web-Dossier: Indien im Wahljahr http://www.boell.de/de/dossier-indien-im-wahljahr

Diese Episode ist Teil der Serie:
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