Podcast-Episode

Gute Nachrichten - Wie Frauen und Männer in aller Welt Gewalt beenden

Gute Nachrichten!

Wie Frauen und Männer in aller Welt Gewalt beenden und was dies mit deutscher Politik zu tun hat

Buchvorstellung und Diskussion

Gute Nachrichten! – klingt das nicht ein wenig naiv, angesichts der aktuell über 30 bewaffneten Konflikte weltweit? Wir finden nicht. Bei dem Buch "Gute Nachrichten! Wie Frauen und Männer weltweit Kriege beenden und die Umwelt retten" geht es den Herausgeberinnen – der Heinrich-Böll-Stiftung und Dr. Ute Scheub - weder um das Schönreden noch um das Wegschauen oder gar um das Verweigern internationaler Verantwortung. Wir wollen uns vielmehr der Logik der „bad news“ widersetzen und mit den 33 Reportagen aus der ganzen Welt exemplarisch zeigen, dass Veränderungen auch zum Positiven möglich sind. So portraitiert das Buch Akteurinnen und Akteure, die fest entschlossen sind, Missstände wie Gewalt, Missachtung von Menschenrechten, Ungleichheit von Frauen und Männern, Mangel an Demokratie, Armut oder Umweltzerstörung zu beenden. Es sind Menschen, die den Mut aufbringen, für ihre Visionen zu kämpfen und Veränderungen anzustoßen. Es ist kein Zufall, dass die meisten Geschichten von Frauen handeln. Ähnlich wie „bad news“ dominieren die Gesichter von Männern unsere Nachrichten. Das Engagement von Frauen bleibt im Verborgenen und damit auch ihr enormes friedenspolitisches Potenzial. Auch bekommen wir wenig von jenen Männern mit, denen weder an der Aufrechterhaltung ihrer Machtposition noch an der verbissenen Verteidigung traditioneller Rollenbilder liegt. Das Buch "Gute Nachrichten!" bietet viele Beispiele dafür, wie eine Veränderung von Geschlechter- und Machtverhältnissen positive Auswirkungen hat und Frieden dauerhaft sichern kann.

Neben der Buchvorstellung dieser Guten Nachrichten! wollen wir am 15. Oktober mit Vertretern und Vertreterinnen der deutschen Politik und zivilgesellschaftlicher Friedensorganisationen diskutieren, inwieweit die im Buch beschriebenen guten Beispiele eine Inspiration für die Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik Deutschlands sein können. Wie können wir solche Akteurinnen und Akteure der gewaltfreien Konflikttransformation unterstützen? Welche langfristigen Strategien sind nötig, damit Räume für Engagement erhalten bzw. erst geschaffen werden können? Was brauchen wir, um selbst authentisch und überzeugend zu sein, d.h. auch selbst außerhalb der tradierten Geschlechterrollen und Machtverhältnisse zu denken und zu handeln?

Mit:

Tilman Enders (stellv. Referatsleiter im Auswärtigen Amt)

Dr. Ute Scheub (freie Journalistin und Buchautorin)

Barbara Unmüßig (Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung)

Dr. Ruth-Gaby Vermot-Mangold (Präsidentin von FriedensFrauen Weltweit)

Moderation: Oliver Knabe (Trainer und Berater, Vorstandsmitglied im Forum Ziviler Friedensdienst)

Eine Kooperation mit dem Gunda-Werner-Institut, Inter Press Service Deutschland und FriedensFrauen Weltweit

Diese Episode ist Teil der Serie:
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