Podcast-Episode

Mein Körper - Meine Rechte 2

Zweisprachiger Audiomitschnitt (Deutsch-Spanisch) der Veranstaltung vom 28. September 2015 in der Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen des Schwerpunkts "Lateinamerika gegen den Malestream? Geschlechterdemokratie unter der Lupe"
(www.boell.de/de/lateinamerika-malestream-gender)

Ob konservativ oder progressiv: In der Abtreibungsfrage verzeichnet die Bilanz der unterschiedlichen Regierungen Lateinamerikas keine Fortschritte, sondern eher dramatische Rückschritte. So wurden in El Salvador und Nicaragua 1997 und 2006 Totalverbote eingeführt. Schwangerschaftsabbrüche werden seitdem mit langen Gefängnisstrafen geahndet. Auch der starke Einfluss der katholischen Kirche und evangelikaler Strömungen sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft spielt eine maßgebliche Rolle bei der Beibehaltung bzw. Verschärfung der strengen Gesetzgebung.

Zwei Frauenrechtsaktivistinnen aus Chile und El Salvador analysieren im Gespräch, welche (Macht-) Interessen hinter den Abtreibungsgesetzen stecken und warum es so schwer ist, diese zu ändern. Welche Rolle spielen die sozialen Bewegungen dabei, das gesellschaftliche Bewusstsein in dieser Frage zu ändern?
Anschließend debattieren unsere Gäste mit Vertreter/innen aus Politik und Zivilgesellschaft die Rolle internationaler Abkommen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die deutsche und europäische Politik.

Audio 2 (1h08)
Panel 2: Die Rolle der internationalen Politik
mit:

• Morena Herrera, Vorsitzende der Agrupación Ciudadana por la Despenalización del Aborto, El Salvador
• Carolina Carrera, Vorsitzende der Corporación Humanas, Chile
• Katrin Erlingsen, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
• Ines Kappert, Leitung Gunda Werner Institut, Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation:
Maja Liebing, Referentin für Amerikas und Frauen, Gender und Diskriminierung, Amnesty International

Diese Episode ist Teil der Serie:
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